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Den Feigenkaktus überwintern leicht gemacht

So bringst du deinen Feigenkaktus gut durch den Winter.

Der pflegeleichte Feigenkaktus stammt ursprünglich aus warmen und trockenen Regionen Mittelamerikas und kommt mit Frost nicht so gut klar. Doch keine Sorge! Mit ein paar leichten Handgriffen kannst du ganz einfach den Feigenkaktus überwintern und dich im nächsten Jahr über leckere Früchte freuen.

Die Triebe eines Feigenkaktus vor blauem Himmel.

Feigenkaktus überwintern: Diese Möglichkeiten gibt es

Um Blüten und Früchte zu bilden, muss der Feigenkaktus kühl und trocken überwintern. Dazu muss er während der kalten Jahreszeit an einen geeigneten Ort gebracht werden. Möchtest du ihn nicht wegen der Früchte kultivieren, sondern weil du einfach die Pflanze schick findest, kann er auch in der warmen Wohnung bleiben. In jedem Fall wird der Feigenkaktus von Oktober bis Februar nur noch minimal gegossen und nicht gedüngt.

Feigenkaktus überwintern in der Wohnung

Steht dein Feigenkaktus in der warmen Wohnung, solltest du darauf achten, dass er immer noch genügend Licht bekommt. In der kalten Jahreszeit sind die Tage kürzer und das Sonnenlicht weniger intensiv. Gleichzeitig ist es drinnen in der Wohnung mollig warm. Dadurch passt das Verhältnis von Licht und Wärme zueinander nicht mehr und es kann passieren, dass der Kaktus vergeilt. Das bedeutet, dass der Feigenkaktus auf der Suche nach mehr Licht lange dünne und schwache Triebe entwickelt. Zudem wird es Krankheitsanfälliger. Achte darauf, deinen Kaktus an einen vor Zugluft und direkter Heizungsluft geschützten Ort zu stellen.

Ist es bei dir zu dunkel und gleichzeitig zu warm, gibt es zwei Optionen: Entweder, du bringst den Kaktus in einen hellen und kühleren Raum. Oder du bringst eine spezielle Pflanzenlampe an, damit die Pflanze mehr Licht bekommt. Solche Lampen findest du schon für wenig Geld im Handel und kannst sie im Handumdrehen aufhängen. Mit einer Zeitschaltuhr kannst du genau festlegen, wie viele Stunden am Tag die Zusatzbeleuchtung eingeschaltet ist.

Feigenkaktus kalt überwintern, um Früchte zu ernten

Hast du es nicht nur auf seine tolle Optik, sondern auch auf die leckeren Kaktusfeigen abgesehen, muss der Kaktus kalt überwintern. “Kalt” bedeutet in diesem Fall, dass die Temperatur zwischen 5 und 10 Grad liegen sollte. Das absolute Minimum liegt kurzzeitig bei 0 Grad. Auch an diesem Ort braucht der Kaktus ausreichend Licht, es darf aber etwas dunkler als in der Wohnung sein. Während der kalten Überwinterung werden die Blütenanlagen für das nächste Jahr ausgebildet und die Pflanze stellt ihr Wachstum vollständig ein. In dieser Zeit muss der Kaktus auch nicht oder nur minimal (alle 1 bis 2 Monate) gegossen werden.

Im kalten Winterquartier kann es passieren, dass der Kaktus verschrumpelt und manchmal sogar die Triebe hängen lässt. Das ist jedoch völlig normal und der Feigenkaktus richtet sich wieder auf, sobald er im Frühling mehr gegossen wird.

Feigenkaktus überwintern am richtigen Ort

Möchtest du auf diese Weise deinen Feigenkaktus überwintern, sind beispielsweise frostfreie, aber kalte Wintergärten oder Gewächshäuser, kühle und helle Treppenhäuser, Garagen oder Schuppen geeignete Orte dafür. Hast du einen Platz, an dem es schön kühl, aber zu dunkel ist, kannst du auch hier wieder mit einer Pflanzenlampe nachhelfen. Ist der Boden sehr kalt, kannst du eine Holz- oder Styroporplatte unter den Topf legen, um dem Feigenkaktus einen warmen Fuß zu geben. Schaue regelmäßig nach dem Rechten und halte die Augen nach Schädlingen und Krankheiten offen.

Reife Kaktusfeigen sitzen am Trieb eines Feigenkaktus.
Um an die leckeren und aromatischen Früchte zu kommen, braucht der Feigenkaktus kühle Temperaturen im Winter.

Kann mein Feigenkaktus auch draußen überwintern?

Da der Feigenkaktus sehr sensibel auf zu niedrige Temperaturen reagiert, ist diese Vorgehensweise in unseren Breitengraden nur bedingt zu empfehlen. Lebst du in sehr milden Regionen, beispielsweise in Weinbaugebieten oder Küstennähe, kannst du den Kaktus mit einem Schutz draußen lassen. Kündigen sich Temperaturen unter 5 Grad an, musst du ihn aber in jedem Fall temporär rein holen, um Kälteschäden zu vermeiden.

Als Kälteschutz kannst du den Topf mit Jute, Vlies oder Luftpolsterfolie umwickeln und eine Holz- oder Styroporplatte unter den Topf legen, um ihm einen warmen Fuß zu verschaffen. Zusätzlich kannst du auch ein Heizkabel rund um die Pflanze legen oder um den Topf wickeln.

Feigenkaktus überwintern: Krankheiten und Schädlingen vorbeugen

Manchmal kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen vor, dass der Feigenkaktus im Winter Probleme bekommt. Besonders häufig sind Fäulnis oder Schimmelbildung durch zu viel Feuchtigkeit.

Fäulnis erkennen und Schimmel vermeiden

Wenn der Feigenkaktus weiche Stellen bekommt oder unangenehm riecht, könnte das ein Anzeichen für Wurzelfäule sein. In diesem Fall solltest du die Pflanze sofort umtopfen, die faulen Stellen abschneiden und das Gießverhalten überprüfen. Auch bräunlich oder violett verfärbte Stellen sind ein Hinweis auf Fäulnis. Achte grundsätzlich auf die Belüftung des Winterquartiers, um Schimmelbildung zu vermeiden. Lüfte regelmäßig und sorge dafür, dass der Kaktus trocken bleibt.

Lichtmangel beheben

Wenn die Pflanze im Winter zu wenig Licht bekommt und es gleichzeitig zu warm ist, kann der Kaktus vergeilen und geschwächt werden. Hier hilft es, den Standort zu wechseln oder eine Pflanzenlampe zu verwenden.

Die Augen nach Schädlingen offen halten

Im Winter nisten sich gerne Mal Schädlinge am Kaktus ein. Dann ist die Luft in der Regel trocken und warm. Besonders in der warmen Wohnung herrschen deshalb beste Bedingungen für Spinnmilben, Wollläuse und Co. Hier erfährst du, wie du die Biester schnell wieder los wirst.

Feigenkaktus im Frühling pflegen

Mit der richtigen Pflege kannst du also den Feigenkaktus überwintern und sicher durch die kalte Jahreszeit bringen.

Wichtig ist, dass du ihn vor Frost und Feuchtigkeit schützt und ihm ein helles, kühles Winterquartier bietest, wenn du es auf die Früchte abgesehen hast. Egal, wie du den Kaktus überwintern möchtest: Wichtig sind in jedem Fall ausreichend Licht und eine Reduzierung der Wassergaben. Wenn du das Gießen stark reduzierst und auf gute Belüftung achtest, kann im Frühjahr nichts mehr schiefgehen. Dann wird dein Feigenkaktus wieder kräftig austreiben und dich mit seinen beeindruckenden Trieben und Früchten belohnen! Möchtest du ihn wieder nach draußen stellen, so solltest du damit bis nach den Eisheiligen im Mai warten. Dann drohen keine unerwarteten Fröste mehr.

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