Wildrose überwintern: So kommt die Königin der Blumen sicher durch den Frost

Die Wildrose ist eine Bereicherung für jeden Garten. Ihre üppigen Blüten und aromatischen Hagebutten bieten Insekten und Vögeln wertvolle Nahrungsquellen. Da sie in den ersten Standjahren ein wenig Unterstützung benötigt, gibt es ein paar Dinge zu beachten, wenn du eine Wildrose überwintern möchtest.

Wenn du Beet- oder andere Gartenrosen kultivierst, kannst du dich ebenfalls an unserem Leitfaden orientieren.

Wildrosen sind echte Schmuckstücke im Garten. Ihr nostalgischer Charme, die üppigen Blüten und aromatischen Hagebutten machen sie zu einer beliebten Wahl. Wenn du eine Wildrose überwintern möchtest, solltest du auf den Standort, die richtigen Schutzmaßnahmen und passende Pflege achten.

 

Die weißen Blüten einer Wildrose.
Wildrosen locken mit ihren wunderschönen Blüten zahlreiche Insekten an.

Eine Wildrose überwintern im Freiland

Wildrosen sind grundsätzlich sehr robust und trotzen kalten Winden, Schnee und Eis mit Links. Junge oder frisch gepflanzte Rosen müssen in den ersten Jahren jedoch erst einmal genügend Kraft entwickeln und benötigen deshalb ein klein wenig Unterstützung. Dies ist besonders in rauen Lagen mit kalten Winden und strengen Frösten zu empfehlen. Einmal fest etabliert und schon etwas älter, kommt die Wildrose jedoch überall ganz alleine klar und du brauchst nichts weiter mehr tun.

Wichtig ist vor allem, dass der Boden locker und durchlässig bleibt, damit sich keine Staunässe bildet, denn nasse Wurzeln sind im Winter gefährlicher als Frost. Für zusätzlichen Kälteschutz sorgt das sogenannte “Anhäufeln”. Dazu wird im Wurzelbereich eine ordentliche Schicht Laub, Kompost, Rindenmulch oder Erde angehäuft und mit Reisig oder Tannenzweigen abgedeckt. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Wurzeln werden vor Frost geschützt und gleichzeitig  vor zu starker Austrocknung geschützt.

Im Frühling, wenn keine strengen Nachtfröste mehr drohen, kannst du die Reisig- und Laubschicht wieder entfernen und als Mulch rund um die Pflanze  verteilen.

 

Die Königin der Blumen überzeugt nicht nur mit absoluter Schönheit, sondern auch ihrer Robustheit. In jungen Jahren ist ein leichter Schutz trotzdem empfehlenswert.
Mit einer dicken Schicht Mulch - hier am Beispiel der Blaubeere - ist der Wurzelbereich deiner Wildrose bestens geschützt.

Eine Wildrose überwintern im Topf

Etwas mehr Aufmerksamkeit brauchen Rosen im Kübel, da ihre Wurzeln weniger isoliert sind und der Frost von allen Seiten eindringen kann. Das zwingt selbst die winterhärtesten Pflanzen in die Knie.

Bringe den Kübel am besten an einen vor starkem Wind und Regen geschützten Standort. Gute Orte sind beispielsweise vor einer von der Wetterseite abgewandten Hauswand. Um der Pflanze einen warmen Fuß zu verschaffen, kannst du eine Unterlage aus Holz oder Styropor unter den Topf legen. Wickele den Topf abschließend mit einem Vlies, zum Beispiel aus Kokosfasern oder Jute, oder alternativ Luftpolsterfolie ein. Decke die Erde zusätzlich mit einer Schicht aus Laub und Reisig oder Tannenzweigen ab.

 

Ein Jutesack ist sehr gut dazu geeignet, Kübelpflanzen vor Frost zu schützen.

 

Bei sehr starkem Frost empfiehlt es sich, die Pflanze in ein unbeheiztes Gewächshaus zu stellen. Alternativ kannst du sie auch in eine helle, frostfreie Garage oder einen kühlen Kellerraum bringen.

Sobald sich im Frühling keine strengen Fröste mehr ankündigen, kannst du den Winterschutz entfernen.

Eine Wildrose überwintern: Allgemeine Pflege

Während der kalten Jahreszeit gilt: weniger ist mehr. Du kannst dich also ganz entspannt mit einer Tasse heißen Tee zurücklehnen.

Nicht nur Wildrosen, sondern auch andere Rosensorten sind sehr winterhart.

 

Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht nötig; verwelkte Blüten und Hagebutten dürfen gerne bis zum Frühjahr am Strauch bleiben, denn sie bieten Tieren Nahrung und Schutz. Steht deine Wildrose im Freiland, brauchst du sie nicht zusätzlich zu gießen. Bei Topfpflanzen ist dies notwendig, sofern es über längere Zeit trocken ist oder sie vor Regen geschützt stehen. Die Erde sollte nicht völlig austrocknen. Eine Wassergabe pro Woche reicht jedoch völlig aus. Dünger ist in dieser Zeit nicht nötig, denn die Rose ruht bis zum Frühjahr, wenn sie mit den ersten warmen Tagen wieder austreibt.

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