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Zuckerhutfichte Schädlinge & Krankheiten: die 3 größten Plagegeister

So wirst du Blattläuse, Spinnmilben & Co. an der Zuckerhutfichte im Handumdrehen wieder los!

Eine Frau sucht in den Zweigen einer Zuckerhutfichte nach Schädlingen.

Sie zeichnet sich durch ihre Winterhärte und Robustheit aus. Dennoch kann es passieren, dass die Zuckerhutfichte Schädlinge und Krankheiten befallen und Ärger machen. Wir zeigen dir, wie du die 3 schlimmsten Plagegeister schnell wieder los wirst und erfolgreich einem zukünftigen Befall vorbeugst.

Zuckerhutfichte: Schädlinge & Krankheiten eher die Ausnahme

Die Zuckerhutfichte ist grundsätzlich ein pflegeleichtes und sehr robustes Bäumchen. Sie trotzt selbst eisigen Temperaturen bis Minus 30 Grad und wird bei richtiger Pflege nur sehr selten von Schädlingen oder Krankheiten heimgesucht.

Hier sind frühes Erkennen und schnelles Handeln der Schlüssel zum Erfolg. Denn: Die Zuckerhutfichte wächst super langsam. Und je mehr Schäden an den Zweigen entstehen, desto länger dauert es, bis das Bäumchen wieder schön gleichmäßig und grün nachgewachsen ist.

Zuckerhutfichte: Krankheiten

Die Zuckerhutfichte wird von Krankheiten nur in wirklich seltenen Fällen befallen. Passt dem Bäumchen etwas nicht, so bekommt die Zuckerhutfichte braune Nadeln. Diese sind jedoch in der Regel meistens auf Pflegefehler oder einen Nährstoffmangel zurückzuführen. Auch Schädlinge können die Ursache sein.

Zuckerhutfichte Schädlinge: So erkennst du, dass etwas nicht stimmt

Die Schädlinge sind in der Regel winzig klein und wissen sich gut zu verstecken, weshalb ein Befall meistens erst dann auffällt, wenn die Schädlinge bereits voll dabei sind.

Die Zuckerhutfichte verliert das ganze Jahr über immer mal wieder ihre alten Nadeln, um mehr Energie für neue und gesunde Triebe zu haben. Das ist nicht weiter bedenklich und fällt auch nicht wirklich auf.

Treten aber flächig braune bis gräuliche Verfärbungen oder weiße Pünktchen auf den Nadeln auf, ist das ein Zeichen dafür, dass du einen Blick zwischen die Zweige werfen solltest. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich ungebetene Gäste dort gemütlich gemacht haben, ist in diesem Fall ziemlich hoch. Die meisten Schädlinge ernähren sich nämlich vom Zellsaft aus den Nadeln, sodass sie in fortgeschrittenem Stadium braun und trocken werden.

Zuckerhutfichte Schädlinge: Die häufigsten Ursachen für einen Befall

Kommt es zu einem Befall, liegt die Ursache in der Regel darin, dass das Bäumchen geschwächt ist. Das kann an Pflegefehlern, an einem falschen Standort oder auch am Wetter liegen:

  • Unsere Zuckerhutfichte mag es an ihrem Standort schön hell, also sonnig bis halbschattig und hat einen recht großen Durst. Trotzdem bevorzugt sie es allgemein eher kühler als zu warm und mag eine recht hohe Luftfeuchtigkeit.
  • In sehr warmen und trockenen Sommern ist die Gefahr für Schädlinge an der Zuckerhutfichte besonders hoch. Auch Staunässe kann dazu führen, dass das Bäumchen geschwächt wird, da in diesem Fall die Wurzeln beschädigt werden. Aus diesen Gründen sind Bäumchen, die im Kübel wachsen oder temporär drinnen stehen, stärker gefährdet, von Schädlingen befallen zu werden. Regelmäßiges Besprühen, wenn die Zuckerhutfichte als Weihnachtsbaum drinnen steht, kann helfen.
  • Auch Überdüngung oder ein zu dunkler Standort können das Bäumchen schwächen und einen Befall begünstigen.

Kommen wir nun zu den 3 häufigsten Schädlingen an der Zuckerhutfichte und wie du sie schnell wieder los wirst!

1. Nadelholzspinnmilbe

Haben sich Spinnmilben an deiner Zuckerhutfichte niedergelassen, erkennst du einen Befall daran, dass die Nadeln heller werden oder helle Punkte aufweisen. Außerdem sind feine Gespinste an den Zweigen und zwischen den Nadeln zu erkennen. Auf Dauer werden die Nadeln braun und fallen ab.

Befall erkennen & Ursachen

Besonders die Nadelholzspinnmilbe ist begeistert von unserer Zuckerhutfichte und saugt sie liebend gerne aus. Die winzig kleinen Milben überziehen die Zweige mit dem typischen weißen Gespinst und sind orange oder bräunlich rot gefärbt.

Charakteristisch ist die braune Verfärbung der Nadeln, die einen Hinweis darauf gibt, wo sich die Nadelholzspinnmilben am liebsten aufhalten: Die Flecken treten besonders auf der Südseite des Bäumchens, wo es schön warm und trocken ist, auf. Spinnmilben lieben allgemein ein trockenes und möglichst warmes Klima und breiten sich dort explosionsartig aus.

So wirst du die Nadelholzspinnmilbe wieder los

Um die Spinnmilben dauerhaft fernzuhalten, hilft auf lange Sicht nur ein Standortwechsel. Das Bäumchen sollte an einen Ort umziehen, der kühler und eher im Halbschatten ist. Dort verschwinden die Biester in der Regel wieder von ganz alleine, da sie dieses Klima überhaupt nicht mögen.

Ist der Befall so stark, dass er sich trotzdem nicht eindämmen lässt, kannst du das betroffene Bäumchen auch mit Hausmitteln oder einem ökologischen Mittel auf Basis von Niemöl behandeln. Auch Brennnesselsud hat sich als effektives und umweltfreundliches Spritzmittel bewährt.

Da die Eier von Nadelholzspinnmilben überwintern, ist eine vorbeugende Behandlung im Frühling, wenn die Temperaturen steigen, nach einem starken Befall im vorausgegangenen Herbst/Winter ebenfalls empfehlenswert.

2. Sitka-Fichtenlaus

Doch nicht nur Spinnmilben haben die Zuckerhutfichte zum Fressen gerne. Auch Blattläuse aller Art, besonders die Sitka-Fichtenlaus, saugen gerne den Saft der grünen Nadeln. Wird nichts unternommen, können die Läuse das Bäumchen vollständig zunichte machen.

Befall erkennen & Ursachen

Ebenso wie bei der Spinnmilbe führen Pflegefehler und ein falscher Standort zu einem Befall oder begünstigen diesen zumindest. Doch im Gegensatz zur Nadelholzspinnmilbe befinden sich die Läuse eher im Inneren der Baumkrone. Betroffene Bäumchen bekommen von innen heraus braune Nadeln, die sich immer weiter nach außen und zur Spitze hin ausbreiten und abfallen.

Bei einem Verdacht auf Sitka-Fichtenlaus kannst du ein weißes Blatt unter die Zweige halten und diese leicht schütteln. Die Läuse rieseln dabei herunter auf das Blatt Papier. Sie sind grün gefärbt und haben rote Augen, gewöhnliche Blattläuse können grün, rot, schwarz oder weiß sein. Mit einer Lupe oder ganz nah heran gezoomt mit deiner Handykamera kannst du die Läuse untersuchen und identifizieren.

So wirst du die Sitka-Fichtenlaus wieder los

Um die Sitka-Fichtenlaus und auch andere Blattläuse loszuwerden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bevor du mit der Behandlung beginnst, solltest du zuerst den Standort deines Bäumchen analysieren und es bei Bedarf an einen kühleren Ort bringen sowie eventuelle Pflegefehler beheben.

 

Natürliche Feinde der Sitka-Fichtenlaus einsetzen

Hält sich der Befall in Grenzen, können Nützlinge, wie zum Beispiel die Florfliege oder Schlupfwespe, für Ordnung sorgen. Auch Schwebfliegen zählen zu den Feinden der Sitka-Fichtenlaus. Nützlinge findest du online und im Handel.

 

Wasser marsch: beste Akuthilfe

Eine sehr einfache Methode, mit der du akut und schnell handeln kannst, ist, die Läuse einfach abzuspülen. Sie sitzen nicht allzu fest an den Blättern und lassen sich bei Stress auch gerne einfach fallen. Mit dem Gartenschlauch abbrausen funktioniert am besten. Achte auf ausreichend Abstand zu anderen Pflanzen, denn das Wasser spritzt in alle Richtungen, wenn es auf die Zweige auftrifft und nimmt die Blattläuse mit.

 

Brennesselsud & natürliche Hausmittel

Beides ist ebenfalls eine sehr gute Möglichkeit, um den Läusen schonend, aber effektiv an den Kragen zu gehen.

Ein Sud aus Brennnesseln ist gegen Läuse aller Art ein bewährtes Spritzmittel, das du auch prima selbst herstellen kannst. Auch eine Mischung aus warmem Wasser und Kernseife oder Mischung auf Basis von Öl, Wasser und einem Spritzer Spüli funktionieren prima. Hier findest du schnelle und einfache Rezepte zum Nachmachen.

3. Wollläuse

Zuletzt wollen wir einen Abschnitt den Wollläusen widmen. Sie sind mindestens genauso nervig wie die anderen beiden Schädlinge und haben mit ihnen gemeinsam, dass sie am liebsten ein warmes und trockenes Klima mögen, die Pflanzensäfte saugen und sich sehr schnell vermehren. Zudem sondern sie ein Gift ab, welches die Pflanze ebenfalls schädigen kann.

Befall erkennen & vorbeugen

Auch bei Wollläusen fällt ihre Anwesenheit meistens durch braune Nadeln auf. Sie sind zwar im Vergleich zu anderen Schädlingen recht groß, verstecken sich jedoch auf den Blattunterseiten, in Astgabeln und Blattachseln.

Sie sind nicht wählerisch, befallen aber mit großer Vorliebe eher hartlaubige Pflanzen, wie z.B. Zitronenbäume, Orchideen oder Sukkulenten. Auch die Zuckerhutfichte reiht sich in das bevorzugte Beuteschema der Wollläuse ein.

Zu Beginn sind sie so winzig, dass man sie kaum erkennen kann, sie legen aber rasch an Größe zu. Die Läuse sind weiß, gräulich, gelblich oder rosa gefärbt und der Körper ist mit einer schützenden, weißen Wachsschicht überzogen. Das sieht aus, als hätte man sie in einen weißen Wattebausch oder in Wolle getunkt, daher auch ihr Name. Zudem hinterlassen sie bei ihrer Saugtätigkeit hier und da weiße Wachsfäden zwischen den Nadeln.

So wirst du die Wollläuse wieder los

Auch hier ist die erste und wichtigste Maßnahme, den Standort des Bäumchen zu kontrollieren und ggf. zu korrigieren sowie den Wurzelballen auf Staunässe oder Trockenheit zu untersuchen.

Als nächstes solltest du versuchen, die Wollläuse mit einem feuchten Tuch, zum Beispiel einem Stück Küchenrolle, abzuwischen. Mit Wattestäbchen erreichst du auch Tierchen, die sich an den schwer zugänglichen Stellen verstecken. Du kannst die Pflanze auch vorsichtig abduschen.

Als nächstes ist es wichtig, eventuell noch verbliebene Tiere und auch deren Eier loszuwerden. Dazu bietet es sich an, die gesamte Pflanze mit einer schonenden und einfach selbstgemachten Mischung aus Öl, Wasser und ein paar Tropfen Spüli zu besprühen.

Das Öl bildet eine dünne Schicht, unter der die Schädlinge keine Luft mehr erreicht und sie gehen ein. Hier findest du noch weitere nützliche Infos zur Bekämpfung der Woll- oder Schmierlaus.

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