Der Blumenkohl

Blumenkohl ist eine vielseitige Gemüsepflanze, die viele aus der Küche kennen, aber seltener bewusst im Garten betrachten. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick: Aus einer unscheinbaren Jungpflanze entwickelt sich Schritt für Schritt der typische feste Kopf, den man ernten und frisch zubereiten kann. Wer versteht, wie Blumenkohl wächst und was er braucht, kann ihn auch als Gartenanfänger super anbauen.

Wir schauen uns gemeinsam an, was die Pflanze ausmacht und worauf du bei der Pflege achten solltest.

Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis) gehört zur Pflanzenfamilie der Kreuzblütler und ist eng mit Brokkoli, Kohlrabi und Weißkohl verwandt. Gegessen wird beim Blumenkohl, genau wie beim Brokkoli, der noch nicht vollständig entwickelte Blütenstand, der beim Blumenkohl jedoch deutlich fester und kompakter ist.

Die Pflanze bildet große, blaugrüne Blätter, die den Kopf teilweise umschließen und ihn vor Licht schützen. Je nach Sorte ist der Kopf weiß, cremefarben oder leicht gelblich. Es gibt auch violette oder grüne Sorten, die im Hausgarten zunehmend beliebter werden.

Die Bezeichnung „botrytis“ stammt übrigens aus dem Griechischen, von botrys, was „Traube“ oder „Traubenrispe“ bedeutet. In der Botanik wird der Begriff verwendet, um eine traubenförmige Anordnung zu beschreiben. Beim Blumenkohl passt das sehr gut: Der Kopf besteht aus vielen dicht gedrängten, unverzweigten Blütenständen, die wie eine kompakte Traube zusammengewachsen sind.

Warum heißt Blumenkohl Blumenkohl?

Der Name Blumenkohl beschreibt sehr treffend, was wir ernten: keine Frucht und kein Blatt, sondern einen stark verdichteten Blütenstand. Der weiße „Kopf“ besteht aus vielen kleinen, noch nicht entwickelten Blütenknospen, die eng zusammengewachsen sind. Weil dieser Blütenstand wie eine große Blume wirkt, hat sich der Name Blumenkohl eingebürgert.

Warum ist Blumenkohl weiß?

Blumenkohl bleibt weiß, weil der Blütenstand vor Licht geschützt ist. Die umgebenden Blätter schirmen den Kopf ab, sodass sich kein grüner Farbstoff (Chlorophyll) bildet. Bekommt der Blumenkohl zu viel Sonne, kann er sich leicht gelblich verfärben oder kleine grüne Stellen entwickeln. Geschmacklich ist das meist kein Problem, optisch aber weniger typisch.

Blumenkohl: Standort und Boden

Standort: sonnig bis halbschattig, warm
Boden: locker, nährstoffreich, nicht zu nass

Blumenkohl bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, der gleichmäßig warm ist. Große Hitze oder starke Temperaturschwankungen können dazu führen, dass sich keine festen Köpfe bilden oder die Pflanze frühzeitig schießt.

Der Boden sollte nährstoffreich, locker und tiefgründig, humos und gleichmäßig feucht, aber gut durchlässig sein.

Ideal ist ein gut vorbereiteter Gartenboden mit reifem Kompost. Spezielle Gemüseerde ist nicht zwingend nötig, kann aber bei schweren oder sehr sandigen Böden sinnvoll sein.

Ein Standort ohne extreme Hitze oder Trockenphasen ist beim Blumenkohl besonders wichtig.

Blumenkohl lässt sich auch im Topf anbauen, benötigt dafür aber ausreichend Platz. Der Topf sollte mindestens 25 – 30 Liter Volumen haben und eine Tiefe von etwa 30 – 40 cm aufweisen, damit sich Wurzeln und Kopf gut entwickeln können. Wichtig sind eine nährstoffreiche Erde, gleichmäßige Wasserversorgung und ein sonniger bis halbschattiger Standort.

Blumenkohl aussäen

Blumenkohl wird hierzulande meist vorgezogen und erst dann ins Beet gesetzt, wenn die Pflanzen schon etwas größer sind, da die Keimlinge empfindlich auf Kälte und Stress reagieren. Eine Direktsaat ins Beet ist ab Mai möglich, aber deutlich riskanter und weniger verbreitet als beim Brokkoli.

Die Voranzucht erfolgt je nach Sorte ab Februar bis April in Töpfen oder Anzuchtschalen.

So gehst du vor:

  • Anzuchterde verwenden
  • Samen etwa 1 cm tief aussäen
  • hell und kühl (ca. 15–18 °C) stellen
  • gleichmäßig feucht halten

Nach dem Keimen sollten die Pflanzen möglichst hell und nicht zu warm stehen, damit sie kräftig wachsen.

Zu hohe Temperaturen in der Anzucht führen oft zu schwachen Pflanzen und später zu kleinen Köpfen.

Schnellüberblick

Aussaat im Haus: Februar bis April
Aussaat im Freiland: ab Mai
Standort: sonnig bis halbschattig
Aussaattiefe: 1 cm
Pflanzabstand: 50 x 50 cm
Dauer Keimung: 7 - 14 Tage
Monate Ernte: Juli bis August

Blumenkohl pflanzen

Sobald die Jungpflanzen 4 – 5 kräftige Blätter gebildet haben und keine starken Fröste mehr zu erwarten sind, können sie ins Beet oder in einen Topf gepflanzt werden.

Das brauchst du:

  • Jungpflanzen
  • gut vorbereiteten Boden
  • Gießkanne
  • evtl. Pflanzgefäß (25 - 30 Liter Volumen)

So wird gepflanzt:

  • Pflanzabstand im Freiland: ca. 50 × 50 cm
  • Pflanzloch großzügig ausheben
  • Pflanze so tief setzen, dass der Wurzelballen gut bedeckt ist
  • gut angießen
Zu eng gepflanzter Blumenkohl bildet oft kleine oder lockere Köpfe.

Blumenkohl pflegen, gießen und düngen

Blumenkohl mag keine Konkurrenz beim Wachstum. Halte das Beet unkrautfrei und lockere den Boden regelmäßig vorsichtig auf. Viele Gärtner knicken später einige äußere Blätter über den Kopf, um ihn vor Sonnenlicht zu schützen und schön hell zu halten.

Blumenkohl gießen

Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist entscheidend, denn Trockenstress führt schnell zu Qualitätsverlusten. Besonders in der Kopfbildung muss auf ausreichende Feuchtigkeit geachtet werden.

Blumenkohl düngen

Blumenkohl ist ein Starkzehrer und braucht daher besonders viele Nährstoffe, um gut zu wachsen. Vor dem Pflanzen kannst du Komposterde in den Boden oder deine Pflanzerde einarbeiten. Während des Wachstums muss regelmäßig nachgedüngt werden (z. B. mit organischem Gemüsedünger).

Blumenkohl ernten, lagern und verarbeiten

Die Erntezeit hängt vom Aussaat- oder Pflanztermin ab, liegt aber meist zwischen Juni und Oktober. Früh gepflanzter Blumenkohl kann bereits im Frühsommer geerntet werden, spätere Sorten eher im Spätsommer oder Herbst. Geerntet wird, sobald der Kopf fest, geschlossen und gut ausgebildet ist und bevor sich einzelne Blüten öffnen.

Frischer Blumenkohl hält sich im Kühlschrank etwa eine Woche. Er lässt sich roh, gekocht, gedünstet oder gebacken verwenden und auch gut einfrieren.

Roh ist Blumenkohl knackig, mild und leicht nussig im Geschmack und eignet sich gut für Salate, Rohkostplatten oder als Snack. Menschen mit empfindlichem Magen vertragen rohen Blumenkohl allerdings manchmal schlechter. In diesem Fall ist gegarter Blumenkohl bekömmlicher.

Beliebte Gerichte sind zum Beispiel:

  • Blumenkohlauflauf
  • Blumenkohl aus dem Ofen
  • Blumenkohlsuppe
  • Blumenkohl-Curry

Auch die Blätter des Blumenkohls sind essbar und sogar sehr nährstoffreich. Sie schmecken mild-kohlartig und können ähnlich wie Grünkohl, Mangold oder Wirsing zubereitet werden. Besonders junge, zarte Blätter eignen sich gut zum Dünsten, Braten oder für Gemüsepfannen.

Blumenkohl: Inhaltsstoffe und Nährwerte

Blumenkohl ist kalorienarm und enthält viele Ballaststoffe, verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe und viel Vitamin C und Vitamin K. Durch eine schonende Zubereitung wie Dünsten bleiben viele Inhaltsstoffe erhalten.

Nährwerte je 100g

Kalorien 36 kcal
Fett 0,2 g
Kohlenhydrate 2,7 g
Eiweiß 3,8 g

Krankheiten und Schädlinge am Blumenkohl

Typische Probleme an Kohlpflanzen sind:

Ein häufiger Fruchtwechsel, ein luftiger Standort und ein gesundes Bodenleben helfen, Probleme zu vermeiden.

Ein Gemüseschutznetz schützt zuverlässig vor Kohlweißlingen und erspart viel Ärger.

Fragen & Antworten zu unserem Blumenkohl

Blumenkohl kann auch wunderbar im Topf angebaut werden. Wichtig sind eine gute Drainage am Topfboden und ausreichend Platz. Optimal ist ein Topf mit 25 bis 30 Litern Fassungsvermögen.

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