Die Bodendecker-Hortensie
Eine Rispenhortensie, die prächtig blüht, aber schön kompakt und niedrig bleibt? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein! Mit unserer Bodendecker-Hortensie Henry lassen wir Träume wahr werden und Gärtner-Herzen höher schlagen. Er findet auch auf kleinsten Flächen Platz, blüht aber mindestens genauso prächtig wie seine großen Verwandten.
Hier bekommst du alle wichtigen Infos rund um den Anbau und die Pflege deiner Bodendecker-Hortensie.
Wissenswert
Bei unserer Bodendecker-Hortensie handelt es sich um eine besondere Züchtung. Es handelt sich um eine Rispenhortensie (Hydrangea paniculata), welche jedoch klein bleibt und somit deutlich weniger Platz in Anspruch nimmt, als die normalen Rispenhortensien. Die Rispenhortensie wiederum stammt ursprünglich aus den gemäßigten Regionen Chinas, Russlands und Japans. Dort wächst sie in Wäldern, an Flussufern und in Auenlandschaften, bevorzugt am lichten Gehölzrand. Rispenhortensien gehören zur Familie der Hortensiengewächse und sind eng mit den Bauernhortensien verwandt.
Unsere Bloomify Bodendecker-Hortensie erreicht eine Höhe von nur 50 bis 70 cm und kann sowohl im Topf als auch im Freiland prima gedeihen. Sie eignet sich bestens für kleine Balkone und Terrassen sowie Hauseingänge, die nicht so viel Platz haben. Im Freiland kann sie wunderbar in vordere Beetbereiche gepflanzt werden und ist ein hervorragender Lückenfüller. Sie kann in kleinen Beeten auch solitär gepflanzt werden und so alle Blicke auf sich ziehen. Ihre lange Blütezeit erstreckt sich je nach Witterung von Juli oder August bis Oktober und manchmal sogar bis in den November hinein.
Welche Hortensie ist die schönste?
Es gibt eine große Zahl wunderschöner Hortensien-Arten und -Sorten. Deshalb ist es unmöglich zu sagen, welche davon die Schönste ist. Orientiere dich bei der Wahl der richtigen Hortensie am besten an den Gegebenheiten in deinem Garten. Hast du viel Platz und möchtest einen Strauch, der groß wird und Sichtschutz spendet, sind größere Sorten wie die Rispenhortensie oder Bauernhortensie die richtige Wahl. Je schattiger der Standort ist, desto eher solltest du zur Bauernhortensie greifen. Hast du jedoch nur einen kleinen Balkon zur Verfügung oder eine enge Beetlücke, dann ist die Bodendecker-Hortensie die beste Wahl. Sie wächst nicht so schnell und bleibt schön klein. So musst du auch bei Platzmangel nicht auf die wunderschöne Hortensien-Pracht verzichten. Zudem verdrängt sie weniger starkwüchsige Pflanzen nicht.
Die Blütenrispen können eine Länge von 15 bis 20 cm erreichen und eignen sich wunderbar als Schnittblumen für die Vase oder getrocknet für Kränze und Trockensträuße. Sie sind zu Beginn der Blütezeit weiß-grün und entwickeln im Laufe der Saison eine wunderschöne rosa Mitte. Du kannst sie auch bis zum Frühling an der Pflanze stehen lassen und mit dem Schnitt warten, denn die vertrockneten Blütenstände zeichnen bei Frost und Schnee wunderschöne Gartenbilder.
Was ist der Unterschied zwischen einer Bauernhortensie und einer Rispenhortensie?
Wie der Name uns schon verrät, sind beide Hortensien eng miteinander verwandt und zählen zur Familie der Hortensiengewächse. Es handelt sich dabei jedoch um zwei unterschiedliche Arten, die beide in den Waldgebieten und Auenlandschaften der gemäßigten Klimazonen Ostasiens beheimatet sind. Rispenhortensien bevorzugen dabei einen etwas sonnigeren und wärmeren Standort, Bauernhortensien sind jedoch besser im Halbschatten aufgehoben und fangen sich in der prallen Sonne schnell mal einen Sonnenbrand ein.
Die Blüten der Bauernhortensie sind eher breit und tellerförmig angeordnet und es existieren inzwischen Züchtungen mit allen möglichen Blütenfarben. Die Farbpalette reicht von weiß über rosa, blau, pink und violett. Hier findest du weitere Tipps und Infos zur Pflege der Bauernhortensie.
Ist die Bodendecker-Hortensie winterhart?
Ja, bei unserer Bloomify Bodendecker-Hortensie handelt es sich um eine besonders winterharte Sorte. Trotzdem sollten junge und frisch gepflanzte Hortensien sowie Pflanzen im Kübel in den ersten 1 bis 2 Standjahren einen Frostschutz bekommen. Wie genau das geht, erklären wir dir weiter unten im Text.
Standort und Boden
Standort: sonnig oder halbschattig, windgeschützt
Boden: frisch bis leicht feucht, durchlässig, nährstoffreich
Welchen Standort braucht die Bodendecker-Hortensie?
Der ideale Standort für die Bodendecker-Hortensie ist sonnig bis halbschattig, warm und windgeschützt, sollte jedoch nicht zu heiß werden. Soll deine Bodendecker-Hortensie im Freiland wachsen, solltest du ausreichend Platz für sie einplanen. Sie erreicht dort eine Höhe von 2 m und wird bis zu 1,80 m breit. Sie ist eine Flachwurzlerin was bedeutet, dass ihre Wurzeln nicht in die Tiefe wachsen, sondern sich flach unter der Erde ausbreiten. Möchtest du mehrere Bodendecker-Hortensie als niedrige Hecke setzen, genügt ein Abstand von etwa 40 bis 50 cm zwischen den Pflanzen. Wenn du sie in einen Kübel pflanzt, sollte dieser eher breit als tief und ebenfalls ausreichend groß sein. Mehr dazu unter “Bodendecker-Hortensie pflanzen”.
Welchen Boden braucht die Bodendecker-Hortensie?
Was den Boden betrifft, ist die Bodendecker-Hortensie relativ anspruchslos. Wichtig ist, dass der Boden frisch bis leicht feucht, gut durchlässig und nährstoffreich ist. Der optimale pH-Wert liegt im leicht sauren bis neutralen Bereich. Zudem mag die Bodendecker-Hortensie einen gewissen Anteil an grobem Sand oder Kies im Boden.
Die Bodendecker-Hortensie verträgt es nicht, über längere Zeit auszutrocknen, reagiert aber auch sehr sensibel auf Staunässe. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Erde in jedem Fall gut durchlässig ist.
Kann die Bodendecker-Hortensie im Schatten stehen?
An sehr schattigen Standorten bilden Bodendecker-Hortensien weniger Blüten und wachsen insgesamt weniger üppig. Deshalb solltest du sie an einen Ort pflanzen, an dem es wenigstens halbschattig ist und die Sonne mindestens für 3 bis 4 Stunden scheint.
Welche Pflanzen passen zur Bodendecker-Hortensie?
Mit ihren herrlichen Blütenrispen sind Bodendecker-Hortensien ein richtiger Blickfang im Garten. Sie lassen sich sehr gut mit anderen Pflanzen kombinieren und passen wunderbar zu blühenden Sträuchern und Stauden. Du kannst sie aber auch in deinen Nutzgarten integrieren. Wähle Begleitpflanzen aus, die ähnliche Ansprüche an den Standort und Boden haben wie die Bodendecker-Hortensie. Stauden, die Rosa, Blau oder Violett blühen, passen besonders gut: Beispielsweise Rittersporn, Blaurauten, Herbstanemonen, Sonnenhut, Indianernesseln, Storchschnabel oder Fingerhut.
Möchtest du deine Bodendecker-Hortensie in deinen Nutzgarten integrieren, kannst du sie prima mit Stachelbeeren, Blaubeeren oder Himbeeren kombinieren. Alle genannten Beerensträucher mögen sonnige bis halbschattige Lagen und freuen sich ebenfalls über einen frischen, nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Minze, Melisse, Estragon, Walderdbeeren und Lavendel sind perfekt geeignet als Beet-Nachbarn der Bodendecker-Hortensie. Sie kann auch sehr gut im lichten Schatten großer Obst- oder Nussbäume gedeihen, beispielsweise unter Kirschen, Äpfeln, Birnen oder Walnüssen.
Welche Erde für die Bodendecker-Hortensie?
Bodendecker-Hortensien sind grundsätzlich recht anspruchslos und kommen mit fast jedem normalen Gartenboden zurecht. Mit einer guten Portion Kompost oder Langzeitdünger und grobem Sand oder Kies gemischt, hast du schon die perfekte Pflanzerde für deine Bodendecker-Hortensie. Möchtest du deine Bodendecker-Hortensie in einen Kübel pflanzen, kannst du eine handelsübliche, torffreie Universalerde nehmen und diese mit Sand oder Kies und etwas Langzeitdünger oder Kompost mischen. Optional kannst du auch spezielle Rhododendron- oder Hortensienerde verwenden.
Sehr schwere und lehmige Böden können mit einer ordentlichen Portion grobem Sand oder Kies und Kompost aufgelockert werden. Sehr leichte und sandige Böden kannst du ebenfalls mit reifem Kompost aufwerten. Du bist nicht sicher, welchen Boden du in deinem Garten hast? Hier haben wir einen tollen Überblick über die Bodenarten und wie du sie im Handumdrehen erkennst.
Bodendecker-Hortensie pflanzen
Die Bodendecker-Hortensie ist vielseitig und kann ins Freiland, aber auch in einen schicken Kübel gepflanzt werden.
Wann kann man eine Bodendecker-Hortensie pflanzen?
Da es sich bei unserer Bodendecker-Hortensie um sogenannte Containerware handelt, kann sie fast ganzjährig zwischen März und September gepflanzt werden. Es darf dabei nur nicht frieren und im Sommer sollte die Sonne nicht zu erbarmungslos vom Himmel brennen.
Was bedeutet “Containerware”?
"Containerware" bedeutet, dass die Pflanzen in Töpfen (oder “Containern”) angebaut und kultiviert werden. Sie werden in speziellen Behältern gezüchtet, die es ermöglichen, sie mit einem intakten Wurzelballen zu verkaufen und einzupflanzen. Dadurch können sich die Pflanzen deutlich schneller und besser an ihrem neuen Standort etablieren.
Bei Pflanzen, die im Freiland gezogen wurden und dann verkauft werden sollen, können die Wurzeln beim Ausgraben aus dem Boden beschädigt werden und die Pflanze muss sich erst einmal an den engen Topf gewöhnen, was natürlich auch etwas stressig für sie ist.
Eine Bodendecker-Hortensie pflanzen - Das brauchst du:
- eine kleine Gartenschaufel
- Erde (mehr Infos unter "Standort und Boden")
- etwas Dünger, am besten organischen Langzeitdünger oder Kompost
- ggf. einen geeigneten Topf und Drainagematerial
Ist der Wurzelballen sehr verhärtet und um der Pflanze das Anwachsen zu erleichtern, kannst du den Wurzelballen aus dem Topf nehmen und für mehrere Stunden in einen Eimer mit Regenwasser stellen, damit sich die Wurzeln ordentlich vollsaugen können.
Die Bodendecker-Hortensie ins Freiland pflanzen
Hebe mit dem Spaten ein großes Loch aus, sodass der Wurzelballen der Bodendecker-Hortensie bequem darin Platz findet. Mische eine gute Portion Kompost oder etwas Langzeitdünger und Sand oder Kies in den Erdaushub. Lockere die Erde im Pflanzloch mit der Schaufel oder einer kleinen Harke etwas auf.
Nehme nun die Bodendecker-Hortensie aus ihrem Topf und entferne vorsichtig möglichst viel von der alten Erde. Setze die Pflanze mittig in das Pflanzloch und achte darauf, dass die Pflanze genauso hoch in der Erde steht wie zuvor. Halte die Bodendecker-Hortensie nun mit einer Hand fest und fülle die Hohlräume wieder mit dem Erdaushub auf. Zum Schluss die Erde rings um die Pflanze gut andrücken und anschließend ordentlich angießen. Wenn Erde absackt, kannst du sie hinterher noch auffüllen. Zum Abschluss kommt noch eine dicke Mulchschicht auf die Erde - fertig!
Die Bodendecker-Hortensie in einen Kübel pflanzen
Das passende Pflanzgefäß für deine Bodendecker-Hortensie
Wähle für die Bodendecker-Hortensie einen Topf oder Kübel, der ausreichend breit ist. Das ist wichtig, damit sich die Wurzeln der Pflanze gut ausbreiten und entwickeln können. Für den Start ist ein Topf mit 25 bis 30 cm Durchmesser optimal. Mit den Jahren sollte dieser mit der Pflanze “mitwachsen” und jährlich im Durchmesser um ein paar Zentimeter größer werden. Ältere Bodendecker-Hortensie brauchen dann irgendwann kein größeres Pflanzgefäß mehr, du solltest jedoch alle 1 bis 2 Jahre das Substrat auswechseln und deine Bodendecker-Hortensie mit frischer und nährstoffreicher Erde versorgen.
Mithilfe von praktischen Online-Rechnern kannst du schon vorab bestimmen, wie viel Liter Erde du für deinen Topf benötigst.
Der Kübel braucht unbedingt Abzugslöcher für überschüssiges Gieß- und Regenwasser. Warum das so wichtig ist, erklären wir unter "Pflege, Gießen und Düngen" genauer. Falls dein absoluter Lieblingstopf keine Abflusslöcher hat, kannst du die Bodendecker-Hortensie in einen zusätzlichen, inneren Topf pflanzen und zum Gießen aus dem Übertopf herausnehmen. Stelle den Strauch erst wieder in den Übertopf, wenn das gesamte Wasser abgelaufen ist. Das ist aber nur an einem vor Regen geschützten Standort zu empfehlen!
Die Drainageschicht - Für trockene Füße
Zunächst kannst du dein Pflanzgefäß vorbereiten, indem du eine etwa handbreite Drainage-Schicht anlegst. Das bedeutet, dass grober Kies oder Blähtonkugeln auf dem Topfboden verteilt werden, anstatt sofort Pflanzerde einzufüllen. Wasser kann so viel schneller ablaufen und die Gefahr von Staunässe ist sehr gering. Praktisch ist zudem noch eine wasserdurchlässige Trennung zwischen Drainagematerial und Erde, zum Beispiel mit einer Lage Gartenvlies oder speziellem Drainagevlies. So ist es später beim Umtopfen einfacher, das Drainagematerial wiederzuverwenden.
Erde einfüllen und düngen
Möchtest du einen Langzeitdünger oder Kompost verwenden, dann kannst du ihn praktischerweise gleich mit der Pflanzerde vermengen. Eine spätere Gabe von Langzeitdünger ist auch möglich, aber dann kann er nur oberflächlich ins Substrat eingearbeitet werden. Vermische also ggf. den Dünger mit der Erde.
Die Bodendecker-Hortensie kannst du nun aus ihrem bisherigen Topf heben und ein wenig von der alten Erde entfernen. Setze den Strauch mittig in den Topf und halte ihn mit einer Hand fest, während du die Pflanzerde rund um den Wurzelballen verteilst. Die Bodendecker-Hortensie muss auch jetzt wieder so tief gepflanzt werden, wie sie vorher auch in der Erde stand. Drücke die Erde zwischendurch etwas fest, aber nicht zu stark. Zum Abschluss wird deine Bodendecker-Hortensie kräftig angegossen.
Bodendecker-Hortensie pflegen, gießen und düngen
Allgemeine Pflege der Bodendecker-Hortensie
Bodendecker-Hortensien sind super pflegeleicht und fühlen sich an vielen Standorten wohl. Wächst dein Strauch im Freiland, hast du nur sehr wenig Arbeit mit ihm. Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört das Gießen, denn auf Trockenheit und Wassermangel reagiert die Bodendecker-Hortensie sensibel. Auch das Düngen und ein jährlicher Schnitt sind wichtig, damit sich die Pflanze wohl fühlt.
Bodendecker-Hortensie mulchen für ein besseres Bodenklima
Um Arbeit und Wasser zu sparen, ist es sinnvoll, die Erde rund um deine Bodendecker-Hortensie mit einer Mulchschicht zu bedecken. Das gilt sowohl für Pflanzen, die im Freiland wachsen, als auch für diejenigen, die im Topf wachsen. Mulch hat viele Vorteile: Feuchtigkeit wird im Boden länger gespeichert und unter der Mulchschicht kann sich ein aktives Bodenleben entwickeln. Zudem wird die Erde vor Erosion geschützt und wird im Sommer nicht so hart und trocken.
Zum Mulchen kommen unterschiedliche Materialien in Frage. Du kannst beispielsweise getrockneten Rasenschnitt, Stroh, gesundes Laub, halbreifen oder reifen Kompost, Hornspäne oder Schafwolle verwenden. Hier findest du viele weitere nützliche Infos und Tipps zum Thema “Mulchen”.
Eichenlaub enthält besonders viel Gerbsäure und ist besonders gut als Mulchmaterial für Pflanzen geeignet, die leicht saure Erde mögen. Dazu zählen unter anderem alle Hortensiensorten und Blaubeeren.
Die Bodendecker-Hortensie gießen
Bodendecker-Hortensien sind recht durstige Gewächse und müssen besonders bei anhaltender Trockenheit regelmäßig gewässert werden. Hat die Pflanze Durst, zeigt sie es dir ziemlich schnell, indem sie die Triebspitzen herabhängen lässt.
Wächst deine Bodendecker-Hortensie im Freiland, solltest du sie bei längerer Trockenheit oder wenn du sie gerade erst eingepflanzt hast, alle 1 bis 2 Tage gießen. Im Kübel oder Topf kann das besonders im Hochsommer sogar 1 bis 2 Mal täglich der Fall sein. Da die Bodendecker-Hortensie keinen Kalk verträgt, solltest du sie mit Regenwasser gießen. Steht dir keines zur Verfügung, kannst du Leitungswasser in eine Kanne gießen und über Nacht stehen lassen, damit der Kalk zu Boden sinkt.
Gieße immer morgens oder alternativ in den frühen Abendstunden und immer von unten. Achte darauf, dass das Laub nicht mit Wasser benetzt wird. Dadurch kann Sonnenbrand auf den schönen Blättern und Blüten begünstigt werden.
Die Bodendecker-Hortensie düngen: Womit?
Da die Bodendecker-Hortensie schnell wächst und Energie braucht, um ihre prächtigen Blütenrispen auszubilden, musst du sie dementsprechend düngen.
Du kannst einen Langzeitdünger oder einen Flüssigdünger verwenden. Langzeitdünger haben den Vorteil, dass du sie gleich bei der Pflanzung in die Erde mischen kannst und danach so gut wie keine Arbeit mehr hast. Die Nährstoffe werden nach und nach freigesetzt und eine Überdüngung ist praktisch ausgeschlossen. Du kannst zu einem organischen Universal Langzeitdünger oder reifem Kompost greifen.
Flüssigdünger wird über das Gießwasser verabreicht und wirkt hingegen sofort. Er kann sehr gezielt verabreicht werden, muss aber auch häufiger gegossen werden. Hast du deine Bodendecker-Hortensie in einen Kübel gepflanzt, solltest du mit der Düngergabe 8-12 Wochen warten, da Pflanzerden aus dem Handel in der Regel vorgedüngt sind.
Wann und wie oft muss ich meine Bodendecker-Hortensie düngen?
Gedüngt wird ab März zu Beginn der Wachstumsphase, bis September. Danach sollten keine Dünger mehr verabreicht werden, damit sich die Bodendecker-Hortensie auf die Winterruhe einstellen kann.
Verwendest du einen Langzeitdünger, kannst du ihn bei einer Pflanzung im Frühling in die Erde mischen und im Juni oder Juli ein weiteres Mal düngen. Arbeite dafür den Dünger oberflächlich in das Substrat ein. Flüssigdünger wird im Abstand von 2 bis 3 Wochen über das Gießwasser verabreicht.
Kann ich meine Bodendecker-Hortensie mit Kaffee düngen?
Kaffeesatz senkt den pH-Wert im Boden, was alle Hortensien gerne mögen. Als alleiniger Dünger reicht er zwar nicht aus, ist aber eine sehr gute Ergänzung und kann zwischen Frühling und Herbst im Abstand mehrerer Wochen ausgebracht werden. Lasse den Kaffeesatz gut trocknen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Verteile ihn anschließend im Wurzelbereich und arbeite ihn oberflächlich in die Erde ein.
Bodendecker-Hortensie schneiden
Damit deine Bodendecker-Hortensie schön buschig und verzweigt wächst und ihre wunderschönen, großen Blütenrispen ausbilden kann, muss sie richtig zurückgeschnitten werden. Verwende für den Rückschnitt immer sauberes und scharfes Werkzeug. Da es sich bei der Bodendecker-Hortensie um eine Rispenhortensien-Sorte handelt, ist der Schnitt nahezu identisch.
Wichtig: Auch wenn die Bauernhortensie eng mit der Rispenhortensie verwandt ist, wird sie völlig anders geschnitten. Ein falscher Schnitt führt im schlimmsten Fall dazu, dass die Blüte ausfällt. Hier kannst du nachlesen, wie die Bauernhortensie richtig geschnitten wird.
Wann und wie schneide ich die Bodendecker-Hortensie zurück?
Bodendecker-Hortensien sind sehr schnittverträglich und müssen jährlich zurückgeschnitten werden. Da sie am neuen Holz blühen, ist es wichtig, sie möglichst zeitig im Frühjahr zurückzuschneiden. Wähle dafür einen frostfreien und trockenen Tag im Februar oder Anfang März.
Die Triebe können radikal gekürzt werden. Dies regt einen besonders kräftigen Neuaustrieb bei der Pflanze an. Schneide die äußeren Triebe so weit zurück, dass 2 bis 3 Augen stehen bleiben. In der Mitte kannst du die Triebe etwas länger stehen lassen und dadurch eine gleichmäßig runde und verzweigte Wuchsform erzielen.
Der Erhaltungsschnitt an der Bodendecker-Hortensie
Damit die Bodendecker-Hortensie eine schöne Form behält und mit der Zeit nicht zu dicht wird, kannst du sie regelmäßig auslichten. Entferne kranke, tote oder beschädigte Äste, indem du sie direkt an der Basis entfernst. Auch schwache Triebe und solche, die quer ins Kroneninnere wachsen, sollten herausgeschnitten werden. So stellst du sicher, dass die Krone immer gut durchlüftet wird und Krankheiten und Schädlinge sich nicht einschleichen.
Da sich immer zwei Knospen gegenüberliegen, verdoppelt sich die Anzahl der neuen Austriebe mit jedem Schnitt. Wird die Krone zu dicht, dann entferne immer den schwächeren oder nach innen wachsenden Trieb einer Astgabel.
Bodendecker-Hortensie überwintern
Bodendecker-Hortensien sind winterhart und kommen problemlos mit Schnee, Eis und tiefen Temperaturen zurecht. Wächst deine Bodendecker-Hortensie im Topf oder Kübel, braucht sie jedoch einen Winterschutz. Frost kann bei Pflanzen, die im Kübel wachsen, von allen Seiten in die Wurzeln eindringen und diese schädigen. Bei Bodendecker-Hortensien, die im Freiland wachsen, ist in den ersten 1 bis 2 Standjahren ebenfalls ein leichter Schutz empfehlenswert. Wenn die Pflanzen später älter und gut etabliert sind, kommen sie ganz ohne Frostanzug zurecht.
Bodendecker-Hortensie im Kübel überwintern
Ein Frostschutz für die Bodendecker-Hortensie ist im Nu angebracht. Dazu brauchst du nur ein Vlies, z.B. aus Jute, Material zum Festbinden und etwas Füllmaterial. Bringe die Bodendecker-Hortensie zum Überwintern am besten an einen Ort, wo sie vor zu viel Regen geschützt ist, um Staunässe zu vermeiden.
Umwickele zuerst den Topf locker mit dem Vlies. Alternativ geht auch Luftpolsterfolie. Fülle anschließend die Hohlräume locker mit dem Füllmaterial auf. Dazu eignen sich beispielsweise trockenes Laub oder Stroh gut. Achte jedoch darauf, das Material ganz locker aufzuschichten, damit sich kein Schimmel bilden kann. Die Luft in den Hohlräumen sorgt zudem für die Isolierung. Fixiere das Ganze am Ende mit einer Schnur oder Wäscheklammern. Um der Bodendecker-Hortensie einen warmen Fuß zu geben, kannst du eine Holz- oder Styroporplatte unter den Topf legen. Zum Abschluss kannst du den Wurzelbereich der Pflanze noch mit etwas Reisig oder Tannenzweigen abdecken.
Bodendecker-Hortensie im Freiland überwintern
Wächst deine Bodendecker-Hortensie im Freiland und ist noch jung, braucht sie nur einen leichten Schutz. Decke dafür den Wurzelbereich der Pflanze und die Basis der Triebe locker mit etwas Laub, Reisig oder Stroh. Decke diese Schicht mit einem Jutevlies oder Tannenzweigen ab, damit der Wind das Isoliermaterial nicht wegwehen kann - fertig. Wenn im Frühling keine super strengen Fröste mehr drohen, kannst du den Frostschutz entfernen.
Krankheiten und Schädlinge an der Bodendecker-Hortensie
Grundsätzlich sind alle Rispenhortensien robust gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Bei ungünstiger Witterung können sowohl der Echte als auch der Falsche Mehltau auftreten. Hier findest du eine detaillierte Anleitung, wie du die Pilze schnell und einfach wieder in den Griff bekommst.
Schnecken und Blattläuse laben sich gerne an dem saftigen grünen Laub der Bodendecker-Hortensie. Wenn es viel regnet, solltest du also ein Auge nach den Schleimern offen halten und sie regelmäßig absammeln. Auch Schneckenzäune, ein Ring aus Kaffeesatz oder Schafwolle sollen Schnecken abhalten, in der Praxis haben sich diese Methoden jedoch leider nicht bewährt.
Blattläuse kannst du ganz einfach entfernen, indem du sie mit dem Gartenschlauch abspülst. Hier findest du noch weitere Tipps und Tricks, wie du die kleinen Krabbler los wirst.
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