Die rote Drachenfrucht

Eigene rote Drachenfrüchte anbauen und ernten? Klingt erstmal verrückt, aber es funktioniert! Die exotischen Kaktusgewächse sind super pflegeleicht, bilden wunderschöne, riesige Blüten und ab Juli kannst du leckere, leuchtend rote oder pinke Drachenfrüchte ernten und genießen. Hast du keinen Platz im Garten, ist das gar kein Problem: Die Drachenfrucht lässt sich auch super indoor kultivieren.

In diesem Text erfährst du alles, was du zur Pflege und Pflanzung der gelben Drachenfrucht wissen musst.

Wissenswert

Unsere rote Bloomify Drachenfrucht (Hylocereus megalanthus) gehört zu den leckersten und süßesten Drachenfrucht-Sorten. Es gibt von dieser Sorte mehrere Varianten, zum Beispiel die Drachenfrucht Hylocereus monacanthus, deren Fruchtfleisch eine dunkelrote Farbe hat. Die exotische Frucht wird auch als “Pitaya” oder “Pitahaya” bezeichnet und es gibt verschiedene Sorten. Dazu zählt zum Beispiel auch die gelbe Drachenfrucht, deren Früchte eine leuchtend gelbe Schale haben. Drachenfrüchte gehören zu den Kaktusgewächsen und stammen ursprünglich aus den tropischen und subtropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas. Dort stellen sie eine wichtige Nutzpflanze dar und werden inzwischen auch in anderen Teilen der Welt, zum Beispiel in Asien und Australien, angebaut.

Drachenfrüchte sind nicht winterhart, weshalb sie hierzulande nur im Topf kultiviert werden können. Das tolle an der Drachenfrucht ist, dass die Pflanze sehr pflegeleicht ist und sich sowohl drinnen in der Wohnung als auch draußen kultivieren lässt. Zudem kannst du sie super einfach selbst vermehren, was großen Spaß macht.

Es handelt sich um eine selbstbefruchtende Pflanze, weshalb ein einziges Exemplar schon ausreicht, um Früchte zu ernten. Die Bestäubung muss allerdings von Hand mit einem Pinsel erfolgen. Wir erklären dir weiter unten ausführlich, wie das geht. Zwischen Juli und November ist es soweit und du kannst die leckeren, süßen Früchte ernten. Sie sind eiförmig und zwischen 5 und 10 cm groß. Die Schale ist grob, dick und entwickelt eine leuchtend pinke bis rote Farbe. Das Fruchtfleisch ist entweder milchig weiß und oder intensiv rot, die winzigen Kerne schwarz.

Die Schale der Drachenfrucht ist mit ledrigen schuppenförmigen Fortsätzen bestückt, wodurch die Früchte ihren Namen erhalten haben.

Die rote Drachenfrucht: Tropischer Himmelsstürmer

Die Pflanze bildet viele längliche und fleischige Triebe, in denen sie das Wasser speichert. Die Triebe sind dreikantig und bestehen wiederum aus mehreren langen Gliedern, die miteinander verbunden sind. An den Kanten der Triebe sitzen etwa 0,5 cm lange Dornen. Keine Sorge - sie sind recht weich und mit ein klein wenig Fingerspitzengefühl ist die Handhabung der Pflanze kein Problem. Drachenfrüchte wachsen in ihrer Heimat epiphytisch. Das bedeutet, dass der Kaktus an Bäumen entlang in die Höhe kriecht und sich mit seinen Luftwurzeln an ihnen festhält.

Blütentraum für eine Nacht

Die Blüten der pinken Drachenfrucht sind ein wahres Spektakel: Sie können bis zu 38 cm lang werden und haben eine weiß-gelbe Farbe. Die trichterförmigen Blüten verströmen einen sehr  intensiven Duft. Das Besondere: Sie öffnen sich abends und dann nur für eine Nacht.

Wie lange dauert es, bis die rote Drachenfrucht Früchte trägt?

Drachenfrüchte brauchen etwa 2 bis 7 Jahre, bis sie zum ersten Mal Früchte tragen. Das hängt natürlich auch davon ab, wie die Gegebenheiten an ihrem Standort sind: Je wärmer und sonniger es die Pflanze im Sommer hat, desto besser und kräftiger kann sie sich entwickeln. Auch unsere rote Bloomify Drachenfrucht ist alt genug, um leckere Früchte zu produzieren, wenn sie bei dir einzieht. Um zu blühen und Früchte zu bilden, ist zudem eine Winterruhe notwendig. Mehr dazu im Abschnitt “rote Drachenfrucht überwintern”.

Standort und Boden

Drachenfrüchte sind recht anpassungsfähig und gedeihen sowohl an Standorten in der vollen Sonne als auch im Halbschatten. An einem sonnigen und warmen Standort wachsen die Pflanzen jedoch kräftiger und sind deutlich robuster. Auch die Ernte fällt an einem sonnigen Plätzchen üppiger aus. Zudem sollte der Standort auf jeden Fall windgeschützt sein, damit die langen Triebe nicht abknicken. Ein Standort vor einer nach Süden ausgerichteten Hauswand, die die Sonnenwärme speichert, ist optimal für die Drachenfrucht.

Die richtige Erde für die rote Drachenfrucht

Drachenfrüchte haben nur einen sehr mäßigen Nährstoffbedarf und mögen dementsprechend keine zu nährstoffhaltige Erde. Zudem brauchen sie ein Substrat, das sehr durchlässig ist und einen hohen Sandanteil hat, damit sich kein Wasser im Boden stauen kann. Auf Staunässe reagieren die Kaktusgewächse äußerst empfindlich. Wichtig: Die Pflanze mag weder Torf noch Kompost! Du kannst zu spezieller Kakteenerde aus dem Handel oder gewöhnlicher Pflanzerde greifen und sie zur Hälfte oder zu zwei Dritteln mit Sand mischen. Fertig ist die perfekte Drachenfrucht-Erde.

Kann man eine rote Drachenfrucht im Wohnzimmer kultivieren?

Drachenfrüchte können sowohl draußen als auch drinnen kultiviert werden. Die Voraussetzung dafür ist ein möglichst sonniger Standort, am besten an einem nach Süden ausgerichteten Fenster. Indoor kannst du die rote oder pinke Drachenfrucht auch als große Ampelpflanze kultivieren und die Triebe hängend herunter wachsen lassen.

Achtung: Ist es gleichzeitig zu dunkel und zu warm für den Kaktus, vergeilen die Triebe. Das bedeutet, dass sie ganz lang und spargelig werden - auf der Suche nach mehr Licht wächst die Pflanze dünn und schwach in die Länge oder Höhe. Die Triebe sind dabei deutlich zu hell und blass. Mehr Licht, ggf. durch eine Lampe, kann das Problem beheben.

Die rote Drachenfrucht pflanzen

Da die Drachenfrucht nicht winterhart ist, musst du sie in jedem Fall in einem Kübel oder Topf kultivieren. Wähle ein Gefäß, in dem der Wurzelballen bequem Platz findet und noch ein paar Zentimeter Platz nach außen hat. Achte darauf, dass der Topf auch ausreichend tief und schwer ist. Die langen Triebe der Drachenfrucht können recht schwer werden und zu leichte Gefäße bei Wind oder Sturm umkippen. Achte unbedingt darauf, dass der neue Topf Ablauflöcher im Boden hat, damit sich keine Staunässe bilden kann.

Die Pflanze kann entweder flach am Boden umherkriechen oder an einer Rankhilfe wachsen. Du kannst dabei ruhig kreativ sein: Es muss nicht unbedingt das klassische Rankgitter sein, die Drachenfrucht kann auch z.B. über Zäune hängend wachsen oder an Bäumen oder großen Ästen emporklettern oder aufgebunden werden.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Drachenfrucht zu pflanzen?

Grundsätzlich kannst du die Drachenfrucht jederzeit pflanzen und umtopfen. Die beste Zeit dafür ist jedoch im Frühling nach der Winterpause, wenn die Pflanze wieder ins Wachstum geht. Ältere Pflanzen musst du umtopfen, sobald der Wurzelballen den gesamten Topf durchwurzelt hat und unten durch die Löcher wächst. Dafür ist im Frühling ebenfalls der beste Zeitpunkt und der Kaktus kann direkt in frische, nährstoffreiche Erde wachsen.

Hast du deine Drachenfrucht umgetopft oder eingepflanzt und mit neuer Erde versorgt, solltest du sie für 6 bis 8 Wochen nicht düngen. Die Erde enthält bereits Nährstoffe, die völlig ausreichend sind. Zusätzlicher Dünger würde zu einer Überdüngung führen.

Rote Drachenfrucht pflanzen: Das brauchst du

  • Ausreichend großes Pflanzgefäß
  • Mischung aus Pflanzerde und Sand (Verhältnis 1:1 oder 2:3)
  • Tonscherben oder Blähton für die Drainage
  • ggf. ein Rankgerüst
  • ggf. ein Vlies

 

So wird’s gemacht

Da die Triebe der Drachenfrucht recht lang sind, klappt das Einpflanzen am besten zu zweit.

Bereite zuerst das neue Pflanzgefäß vor: Gebe zuerst Tonscherben oder Blähtonkugel für die Drainage auf den Topfboden. Fülle das Material etwa 3 bis 5 cm hoch in den Topf. Um zu verhindern, dass die Pflanzerde mit der Zeit durch die Drainageschicht nach draußen gespült wird, kannst du ein Unkrautvlies über die Drainage legen, bevor du die Erde auffüllst.

Nun kommt eine Schicht der vorbereiteten Erde-Sand-Mischung über die Drainageschicht in den Topf. Hebe dann die Drachenfrucht vorsichtig aus ihrem alten Topf und schüttele so viel wie möglich von der alten Erde ab. Gehe dabei behutsam vor und versuche, die Wurzeln nicht zu beschädigen. Setze nun die Pflanze in den neuen Topf. Kontrolliere, ob die Füllmenge stimmt; die Drachenfrucht sollte so tief in der Erde sitzen, dass die Wurzeln und die unteren Zentimeter der Pflanze mit Erde bedeckt sind und stabil stehen. Korrigiere bei Bedarf die Füllmenge. Wenn alles passt, kannst du den Topf nun rundherum mit dem restlichen Substrat füllen. Einfacher geht es, wenn eine Person den Kaktus dabei festhält und die andere Person die Erde in den Topf gibt. Zum Schluss einmal ordentlich gießen und falls Erde absackt, noch welche nachfüllen. Du kannst noch eine Schicht Quarzsand oder Kies als Mulch auf die Erdoberfläche geben. Das hilft im Sommer, die Wärme im Boden zu speichern und verhindert gleichzeitig eine zu schnelle Austrocknung der Erde.

Rote Drachenfrucht pflegen, gießen und düngen

Drachenfrüchte sind recht pflegeleicht und machen dir kaum Arbeit, dafür aber umso mehr Freude. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehört das jährliche Umtopfen in einen größeren Topf und frische Erde. Ist deine Drachenfrucht schon älter, muss der Topf nicht mehr mitwachsen, die Erde aber trotzdem ausgetauscht werden. Zudem muss sie regelmäßig gegossen und ab und zu gedüngt werden.

Rote Drachenfrucht Gießen

Rote und pinke Drachenfrüchte sind Sukkulenten, was bedeutet, dass sie für längere Zeit Wasser in ihrem Stamm und den Trieben speichern können. Sie sind zwar in tropischen und subtropischen Gebieten heimisch, in denen es eigentlich recht häufig regnet. Allerdings bekommen sie neben den großen Waldbäumen nicht viel Wasser und auch nicht sehr viele Nährstoffe ab. Daran haben sie sich angepasst und kommen mit relativ wenig Wasser zurecht. Trotzdem sollten lange Trockenperioden kein Dauerzustand sein und die Devise lautet deshalb mäßig, aber regelmäßig zu gießen.

Staunässe vermeiden

Um Drachenfrüchte erfolgreich zu kultivieren, musst du unbedingt darauf achten, dass keine Staunässe entstehen kann. Die Pflanzen reagieren schnell mit Wurzelfäule auf zu nasses Substrat und zu viel Wasser. Mit Ablauflöchern im Boden und einer Drainageschicht am Topfboden kannst du Staunässe sehr gut vorbeugen. Kontrolliere nach starken Regengüssen, ob sich Wasser im Untersetzer gesammelt hat und schütte es möglichst zeitnah heraus.

Gieße deine Drachenfrucht immer morgens und immer von unten. Achte darauf, die Triebe möglichst nicht nass zu machen, denn das kann Fäulnis und Sonnenbrand begünstigen. Gießt du morgens, kann die Pflanze das Wasser aufnehmen, bevor es von der Sonne verdunstet wird. Eventuell nass gewordene Stellen können außerdem tagsüber schneller abtrocknen.

Mit welchem Wasser die Drachenfrucht gießen?

Drachenfrüchte mögen kein kalkhaltiges Leitungswasser. Es ist am besten, wenn du sie mit Regenwasser gießt. Hast du nur Leitungswasser zur Verfügung, kannst du das Wasser in die Kanne füllen und einen Tag lang stehen lassen. So kann sich der Kalk am Kannenboden absetzen. Im Frühling oder auch im Hochsommer tut es der Pflanze gut, wenn du den Staub und die Pollen zwischendurch vorsichtig mit dem Gartenschlauch abduscht.

Düngen

Drachenfrüchte haben allgemein nur einen mäßigen bis geringen Nährstoffbedarf. Dünge im Zweifel lieber zu wenig als zu viel. Am besten eignet sich spezieller Kakteendünger, den du über das Gießwasser zwischen April und September ausbringst. Dabei reicht eine Düngergabe alle 8 Wochen vollkommen aus. Hast du deine Drachenfrucht im Frühling in frische Erde gepflanzt, solltest du mit der ersten Düngergabe  6 bis 8 Wochen warten. Zwischen November und März solltest du deine Drachenfrucht nicht mehr düngen, damit die Pflanze in die Wachstumspause gehen kann.

Rote Drachenfrucht schneiden

Drachenfrüchte tragen ihre Blüten und Früchte an den älteren Trieben. Deshalb solltest du die alten Triebe stehen lassen und hast kaum Schnittarbeiten. Ist dir der Kaktus zu lang geworden, kannst du die einzelnen Glieder der Triebe an der Basis mit einem scharfen Messer abtrennen oder einfach abdrehen. Das Schnittgut eignet sich prima, um daraus Stecklinge zu ziehen.

Rote Drachenfrucht vermehren

Rote Drachenfrüchte lassen sich super einfach durch Stecklinge vermehren. Trenne dazu einfach einzelne Glieder der Triebe mit einem scharfen Messer oder durch Drehen ab und lasse sie für ein paar Tage trocknen. Sind die Schnittstellen trocken, steckst du den Trieb aufrecht mit der Basis nach unten in Anzuchterde. Im Anschluss regelmäßig wässern, aber nicht übertreiben, damit keine Fäulnis entstehen kann. Bei 20 Grad dauert es nicht lange, bis sich die ersten Wurzeln gebildet haben und der Kaktus zu wachsen beginnt.

Häufig bilden sich bereits neue Wurzeln, während die einzelnen Glieder noch an der Pflanze sitzen. Wenn das der Fall ist, kannst du die Triebe vorsichtig abdrehen und direkt in Anzuchterde stecken. Ein Trocknen lassen im Vorfeld ist dann nicht nötig.

Rote Drachenfrucht bestäuben

Damit Drachenfrüchte Blüten bilden und du Früchte ernten kannst, müssen sie bestäubt werden. In ihrer tropischen Heimat übernehmen Fledermäuse und bestimmte Falter diesen Job, die es hier zu Lande leider nicht gibt. Also musst du selbst anlegen. Doch keine Sorge, das ist super einfach und im Handumdrehen gemacht.

Drachenfrucht bestäuben: So wird’s gemacht

Alles, was du dafür brauchst, ist ein weicher kleiner Pinsel. Warte, bis sich die Blüte abends geöffnet hat. Streiche nun mit dem Pinsel über die Staubgefäße und drehe ihn leicht hin und her. Sammle mit den Pinselhaaren dabei so viele Pollen auf wie möglich. Wenn genügend Pollen am Pinsel hängen, streichst du damit über die Narbe auf dem Stempel. Du kannst den Pinsel auch leicht hin und her drehen. Den Stempel erkennst du ganz einfach: Er sitzt genau in der Mitte der Blüte zwischen den Pollen und hängt an einem dünnen Stiel weit nach vorne. Er ist sternförmig und der Bereich in der Mitte dieses “Sterns” ist die Narbe. Genau dort müssen die Pollen landen. War die Befruchtung erfolgreich, entwickelt sich bald aus der Blüte eine rote oder pinke Drachenfrucht.

Rote Drachenfrucht ernten, lagern und verarbeiten

Wann ist die rote Drachenfrucht reif?

Die Erntezeit der Drachenfrucht beginnt im Juli und dauert bis November. Die reife Frucht erkennst du daran, dass die Schale eine leuchtend rote oder pinke Farbe hat. Reife Drachenfrüchte geben zudem bei Druck leicht nach. Ist sie noch ganz hart, solltest du die Frucht noch einige Tage weiter reifen lassen. Eine reife Frucht kannst du mit einem scharfen Messer von der Pflanze trennen.

Wie schmeckt die rote Drachenfrucht?

Schneiden wir die Drachenfrucht in der Mitte in zwei Hälften, kommt das weiße, leicht milchige Fruchtfleisch zum Vorschein. Es kann je nach Sorten-Variante auch tiefrot gefärbt sein. Darin befinden sich viele kleine, glänzende schwarze Kerne. Sie können bedenkenlos verzehrt werden. Das Fruchtfleisch hat eine weiche, melonenartige Konsistenz ohne Fasern und schmeckt erfrischend süß. Geschmacklich erinnert die rote Drachenfrucht an einen aromatischen Mix aus Kiwi und Birne.

Rote Drachenfrucht zubereiten

Ganz klar: Am besten schmeckt die Drachenfrucht frisch geerntet. Am einfachsten geht das, wenn du sie in zwei Hälften teilst und auslöffelst. Bei sehr reifen Früchten lässt sich die Schale auch abziehen. Durch ihre interessante Optik ist die Drachenfrucht eine tolle Dekoration auf allen möglichen Platten und Tellern. Auch in Obstsalaten, Sorbets, Eis, Smoothies und Cocktails schmecken gelbe Drachenfrüchte hervorragend.

Rote Drachenfrucht lagern

Drachenfrüchte sind nicht sehr lange haltbar und sollten nach der Ernte möglichst bald verzehrt werden. Ungekühlt und an einem trockenen, dunklen Ort gelagert, halten Drachenfrüchte etwa eine Woche. Im Kühlschrank lassen sie sich etwas länger lagern. Spätestens, wenn sich braune Flecken auf der Schale bilden, sollte die Frucht verzehrt werden.

Rote Drachenfrucht: Nährwerte und Inhaltsstoffe

Ist die rote Drachenfrucht gesund?

Die exotische Frucht schmeckt nicht nur super lecker, sondern steckt auch voller Vitamine und Mineralstoffe. Sie ist reich an den Vitaminen C und E und enthält viel Kalzium und Phosphor.

Nährwerte je 100g

Kalorien 50 kcal
Eiweiß 1 g
Fett 0,7 g
Kohlenhydrate 7,1 g

Schädlinge und Krankheiten an der roten Drachenfrucht

Drachenfrüchte sind recht robuste Pflanzen, ein Schädlingsbefall ist jedoch nie ganz auszuschließen. Vor allem im Gewächshaus kann es dazu kommen, dass sich Spinnmilben oder Trauermücken einschleichen. Spinnmilben lassen sich gut mit einer Mischung aus Spüli und Öl bekämpfen. Hier kommst du zum Rezept. Trauermücken lassen sich mit Gelbtafeln, die du in die Erde steckst, eindämmen. Auch Nematoden, die über das Gießwasser verabreicht werden, sind eine effektive und vollkommen natürliche Bekämpfungsmethode. Eine Schicht aus Quarzsand über der Erde sorgt dafür, dass Trauermücken daran gehindert werden, ihre Eier in die Erde abzulegen und beugt einem Befall gut vor.

Der größte “Feind” der Drachenfrucht ist jedoch die Staunässe. Hier gilt: Vorbeugen ist die beste Behandlung. Achte auf ein Ablaufloch im Boden und eine gute Drainage und kontrolliere regelmäßig, ob sich Wasser im Übertopf sammelt. Vor allem nach Regenschauern ist dies oft der Fall. Ist es doch einmal zu Wurzelfäule gekommen, kannst du deine Drachenfrucht retten, indem du die verfaulten Teile entfernst und die verbliebenen Triebe neu bewurzelst und einpflanzt.

Rote Drachenfrucht überwintern

Die Drachenfrucht benötigt eine Winterpause, um die Anlagen für die Blüten und Früchte im kommenden Jahr zu bilden. Da sie nicht winterhart ist, muss sie im Winter also an einen passenden Ort dafür gebracht werden. Geeignet sind helle, kühle und unbeheizte Treppenhäuser oder beheizte Wintergärten oder Gewächshäuser, in denen es im Winter nicht unter 10, aber auch nicht über 15 Grad warm wird. Orte, an denen die optimalen Temperaturen herrschen, die aber eigentlich zu dunkel sind, kannst du durch eine Pflanzenlampe Drachenfrucht-gerecht einrichten. Auch viele Zitrusbäume und andere Exoten kannst du auf diese Weise prima überwintern.

Wird es draußen nicht mehr kälter als 10 Grad, kann die Drachenfrucht wieder ins Freie. Dies ist meistens zuverlässig ab Mitte Mai der Fall. Gewöhne sie dafür anfangs behutsam an die veränderten Bedingungen, indem du sie zuerst ein paar Mal nur stundenweise nach draußen stellst. Wähle für die ersten Tage einen halbschattigen Standort, um Sonnenbrand zu vermeiden, denn die Pflanze ist nach der Winterpause noch nicht an das intensive Sonnenlicht gewöhnt. Danach kann die Drachenfrucht an ein vollsonniges Plätzchen ziehen.

Pflege im Winterquartier

Im Winter werden die Wassergaben stark gedrosselt und du solltest nur so viel gießen, dass die Wurzeln nicht vollständig austrocknen. Merke: Je kühler und dunkler es im Winterquartier ist, desto weniger musst du gießen. ”Dunkel” muss aber trotzdem immer noch hell genug sein, denn in völliger Dunkelheit würde die Drachenfrucht eingehen. Eine Wassergabe alle 2 Wochen ist ein guter Richtwert. Der Standort sollte zudem geschützt vor Zugluft und nicht direkt an einer laufenden Heizung sein.

Drachenfrucht überwintern in der Wohnung

Grundsätzlich ist es auch möglich, die Drachenfrucht in der warmen Wohnung zu überwintern. In diesem Fall musst du allerdings auf die Blüten und Früchte verzichten. Wenn du es gar nicht darauf abgesehen hast und die Pflanze an sich einfach toll findest, kannst du es also probieren.

Oberstes Gebot ist vor allem das Licht: Da es in der Wohnung in der Regel mollig warm ist und in allen Räumen wärmer als 15 Grad, bleibt die Drachenfrucht im Wachstum und braucht dementsprechend viel Licht. Wähle den hellsten Raum aus, den du zur Verfügung hast. Optimal ist ein Platz an einem nach Süden, Süd-Osten oder Süd-Westen ausgerichteten Fenster ohne Gardine oder sonstiges zwischen Glas und Pflanze. Alternativ funktioniert auch ein verhältnismäßig kühler, aber etwas dunklerer Raum. Auch hier kannst du mit einer Pflanzenlampe nachhelfen. Bis zum Frühling solltest du auf Düngergaben verzichten. Gieße die Pflanze regelmäßig, aber grundsätzlich etwas weniger, als im Frühling und Sommer.

Fragen & Antworten zu unserer roten Drachenfrucht

Die rote Drachenfrucht ist ab Juli erntereif und hat eine leuchtend pinke oder rote Schale, die bei Druck leicht nachgibt.

Die rote Drachenfrucht gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten. Je sonniger und wärmer der Standort, desto besser entwickelt sich die Pflanze. Zudem sollte der Standort windgeschützt sein, damit die langen Triebe nicht abknicken.

Die rote Drachenfrucht ist sehr gesund und enthält viele Vitamine und Mineralstoffe, beispielsweise die Vitamine C und E, sowie Kalzium und Phosphor.

Drachenfrüchte mögen es ganzjährig hell und warm. An einem geeigneten Standort kannst du deine rote Drachenfrucht also auch wunderbar drinnen in der Wohnung kultivieren.

Drachenfrüchte sind nicht winterhart, deshalb solltest du sie in einen großen Topf pflanzen. Wenn es nachts unter 10 Grad kalt wird, muss die Drachenfrucht an einen wärmeren und frostfreien Ort gestellt werden.

Nein, die rote Drachenfrucht ist nicht winterhart. Wenn du deine rote Drachenfrucht draußen kultivierst, musst du sie in der kalten Jahreszeit in ein geeignetes Winterquartier stellen, in dem es nicht unter 10 und über 15 Grad warm ist.

In ihrer tropischen Heimat klettert die Drachenfrucht auf Bäume. Deshalb kannst du sie auf ein Gitter wachsen lassen oder z.B. neben einen Zaun stellen, den sie erklimmen kann. Durch ihre Wuchsform kannst du die Drachenfrucht aber auch auf dem Boden umherkriechen lassen oder hängend als schicke Ampelpflanze kultivieren.

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