Die Frühlingszwiebel
Die Frühlingszwiebel zählt zu den beliebtesten Gemüse- und Kräuterpflanzen in unseren Gärten. Kein Wunder, denn sie begeistert uns nicht nur mit ihrem feinen Aroma, sondern lässt sich darüber hinaus auch kinderleicht im eigenen Garten anbauen.
In diesem Wissenstext erfährst du alles, was du über den Anbau und die Pflege der Frühlingszwiebel wissen musst.
Wissenswert
Die Frühlingszwiebel (Allium Cepa) stammt vermutlich aus dem Orient und hat die ganze Welt mit ihren tollen Eigenschaften erobert. Sie findet in fast jeder internationalen Küche Verwendung und verfügt darüber hinaus über gesundheitsfördernde Eigenschaften. Dank ihres aromatischen und würzigen Aromas passt die Frühlingszwiebel hervorragend zu Dressings, Dips, Suppen, Eintöpfen und auf den Grill. Zudem ist sie besonders pflegeleicht und lässt sich super einfach und schnell kultivieren - ihren Platz in unseren Gärten hat sie sich wirklich verdient!
Die Frühlingszwiebel ist eng mit Knoblauch und Zwiebeln verwandt, bildet jedoch keine große Speicherknolle aus. Sowohl das röhrenförmige Laub als auch die Wurzeln sind essbar und haben ein mildes Aroma. Der Wurzelansatz und die Zwiebeln sind eher klein, haben eine längliche Form und sind von weiß-grüner Farbe. Das röhrenförmige, saftig grüne Laub wächst bis zu 30 cm aufrecht in die Höhe und etwa 15 cm in die Breite. Ihr wird eine keimabtötende Wirkung nachgesagt und sie soll für einen gesunden Verdauungstrakt sorgen.
Wenn du sie stehen lässt und nicht vollständig abschneidest, bildet die Frühlingszwiebel ab Mai bis Mitte oder Ende Juli ihre hübschen Blüten. Sie sitzen auf einem dicken Stängel, der Mittig aus der Pflanze herauswächst und aufrecht steht. Die kleinen, cremeweißen Blüten sind in einer sehr dekorativen, kleinen Kugel angeordnet. Damit die Pflanze mehr Energie in die Bildung ihrer aromatischen Stängel steckt, solltest du die Blütenknospen regelmäßig entfernen. Wenn du es auf eigenes Saatgut abgesehen hast und den Bienen etwas Gutes tun möchtest, kannst du die Blütenstände aber auch teilweise stehen lassen. Aus den einzelnen Blüten entwickeln sich später die dunkelbraunen bis schwarzen Samen.
Ist die Frühlingszwiebel winterhart?
Nein, unsere Bloomfy Frühlingszwiebel ist nicht winterhart und muss jährlich erneut ausgesät werden. Wie genau das geht, erklären wir dir weiter unten im Text.
Standort & Boden
Standort: sonnig bis halbschattig
Boden: Locker, nährstoffarm, tiefgründig und frisch
Unsere Bloomify Frühlingszwiebel mag einen Platz in voller Sonne oder im Halbschatten. Sie verträgt keine Staunässe, sollte aber auch nicht über längere Zeit austrocknen. Aus diesem Grund sollte der Boden durchlässig, locker, tiefgründig und humos sein. Bei leichten Böden solltest du eine großzügige Portion Kompost in den Boden einarbeiten. Wenn du einen sehr schweren Gartenboden hast, kannst du zusätzlich noch eine Portion Sand beimengen.
Unsicher, welchen Gartenboden du hast? Hier findest du die Antwort.
Am besten gedeihen sie im Beet, eine Kübelkultur ist jedoch auch möglich. Wähle dafür ein möglichst großes und tiefes Gefäß und platziere es nicht zu sonnig, damit die Erde nicht zu stark austrocknet. Frühlingszwiebeln reagieren besonders zu Beginn sensibel auf Wurzelkonkurrenz, weshalb du das Beet regelmäßig jäten solltest. Als Schwachzehrerin ist die Frühlingszwiebel bestens für eine Mischkultur geeignet.
Gute Nachbarn: Gurke, Tomate, Möhre, Rote Bete, Salate, Erdbeeren, Oregano, Dill, Sellerie, Kohlrabi
Schlechte Nachbarn: Erbsen, Kohlpflanzen, Lauch, Bohnen, Kartoffeln
Aussaat
| Aussaat im Freiland: | März, April |
| Standort: | Sonnig, halbschattig |
| Aussaattiefe: | 1 bis 3 cm |
| Reihenabstand: | 25 bis 30 cm |
| Dauer Keimung: | 2 bis 3 Wochen |
| Monate Ernte: | Mai bis Juli |
Die beste Zeit, um die Frühlingszwiebel auszusäen, ist im März und April. Ein Vorziehen im Haus ist nicht notwendig, du kannst sie also direkt ins Freiland säen.
Dafür brauchst du:
- dein Saatgut
- eine kleine Harke
- Handschuhe
- evtl. ein Stäbchen oder Stöckchen
- ggf. Kompost und/oder Sand bei schwierigem Boden
Harke die Erde im Vorfeld gut durch und entferne jegliches Unkraut und Steine. Wir empfehlen, die Frühlingszwiebel in Reihe zu säen. Die Abstände zwischen den Reihen und zwischen den Pflanzen sollten jeweils 25 bis 30 cm betragen, außerdem pflanzt du pro Stelle am besten gleich 2 bis 3 Samen. So bilden sich später stabilere kleine Gruppen. Für die Pflanzlöcher nimmst du ein kleines Stöckchen oder deine Hände zur Hilfe und setzt die Samen etwa 1 bis 3 cm tief in die Erde. Bedecke sie anschließend mit Substrat, drücke die Erde leicht an und wässere die Aussaat vorsichtig. Bei Temperaturen zwischen 15 und 20°C dauert es etwa 2 Wochen, bis die ersten Frühlingszwiebeln keimen.
Die Frühlingszwiebel gießen
Die Frühlingszwiebel hat einen eher mittleren Wasserbedarf. Sobald die kleinen Sämlinge gewachsen und kräftiger geworden sind, kannst du die Erde zwischen den einzelnen Wassergaben für 2 bis 3 Tage antrocknen lassen. Staunässe bekommt ihr dagegen gar nicht gut, weshalb der durchlässige Boden so wichtig ist. Gieße nach Möglichkeit immer von unten und vorzugsweise morgens. So vermeidest du Sonnenbrand auf den Stängeln und die Pflanzen können schneller abtrocknen.
Die Frühlingszwiebel düngen
Was das Düngen betrifft, hast du nach der Aussaat keine Arbeit mehr. Da die Frühlingszwiebel nur einen mäßigen Nährstoffbedarf hat und der Kompost im Beet diese nach und nach an den Boden abgibt, wird die Pflanze über einen langen Zeitraum gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt. Zu viel Dünger kann zudem das Aroma der Frühlingszwiebel negativ beeinflussen.
Frühlingszwiebeln ernten, lagern & verarbeiten
Bei einer Aussaat im März kannst du bereits ab April und dann bis in den Juli hinein deine Frühlingszwiebeln ernten. Wenn du die Lauchblätter kurz über dem Boden abschneidest, treibt die Frühlingszwiebel schnell wieder aus. Auf diese Weise kannst du mehrmals von einer Pflanze ernten.
Du kannst aber auch die gesamte Pflanze mitsamt der besonders aromatischen Zwiebeln aus der Erde ziehen und verwenden. Möchtest du die komplette Pflanze ernten, so solltest du dies tun, bevor die Zwiebeln ausgeprägte Knollen bilden und noch schmal sind. Alles, was du zum Ernten brauchst, sind eine scharfe Schere und ein Gefäß für die Lauchzwiebeln.
Am besten schmeckt die frisch geerntete Frühlingszwiebel. Du kannst sie etwa eine Woche lang im Kühlschrank lagern. Die Zubereitung ist super einfach: Du brauchst die Lauchzwiebel nicht zu schälen oder sonstiges. Entferne nur welke Pflanzenteile und die Wurzeln, das übrige Laub und die Knolle kannst du dann beliebig verwerten. Besonders gut - sowohl geschmacklich als auch optisch - passt die Frühlingszwiebel als Garnitur auf herzhafte Gerichte und Suppen. Auch frisch auf Flammkuchen, in Salaten, Dressings und Dips sind Frühlingszwiebeln ein Muss. Garen solltest du sie grundsätzlich nur bei geringer Hitze, um die Vitamine, Mineralstoffe und Aromen zu bewahren.
Nährwerte & Inhaltsstoffe
Unsere Bloomify Frühlingszwiebel ist vollgestopft mit Vitaminen und Mineralstoffen, was sie besonders wertvoll macht! Hier ein kleiner Überblick:
Nährwerte je 100g
| Kcal: | 35 |
| Eiweiß: | 2 g |
| Kohlenhydrate: | 3 g |
| Fett: | 0,5 g |
Krankheiten und Schädlinge
Generell sind Frühlingszwiebeln robust und werden nur selten von Schädlingen und Krankheiten heimgesucht.
Stehen die Pflanzen zu eng und zu feucht, kann es zu einem Mehltau-Befall kommen. Dies ist ein Pilz, welcher die befallenen Pflanzenteile mit einer weißlichen bis gräulichen, krümeligen Schicht überzieht. Als Gegenmaßnahme müssen alle befallenen Pflanzenteile entfernt und über den Hausmüll oder den Kompost entsorgt werden. Zudem macht ein Ausdünnen/Auslichten der restlichen Pflanzen Sinn.
Bei der Rotte entwickelt sich ausreichend Wärme im Kompost, um die Pilzsporen des Mehltaus abzutöten.
Auch Gemüsefliegen, allen voran die Zwiebelfliege, können dem Lauchgewächs gefährlich werden. Deren weißen bis bräunlichen kleinen Maden fressen Löcher in die Zwiebeln, was sich durch verwelkende und absterbende Pflanzenteile bemerkbar macht. Abhilfe schaffen hier präventiv ein Insektenschutznetz und die Beipflanzung von Ringelblumen, da diese Zwiebelfliegen fernhalten.
Mischkultur und Anbaupausen für gesunde Frühlingszwiebeln
Zwar kein “Muss”, aber um Krankheiten und Schädlingen vorzubeugen und außerdem den Boden zu schonen, durchaus sinnvoll: Kultur-Pausen einlegen! Warte am besten 3 bis 4 Jahre, bis du deine Frühlingszwiebeln erneut an derselben Stelle anbaust. Die Maden verschiedener Gemüsefliegen-Arten haben eine Lebensdauer von 1 bis 2 Jahren im Boden, wo sie jederzeit Schaden anrichten können. Durch die Kulturpause wird ihnen also die Nahrung entzogen und der Garaus gemacht.
Hier findest du weitere spannende Infos und Tipps zum Thema "Mischkultur und Kulturfolge im Garten".
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Fragen & Antworten zu unserer Frühlingszwiebel
Ja, Frühlingszwiebeln lassen sich super einfach aus Samen ziehen. Du kannst sie ab März oder April direkt ins Beet säen und etwa 6 bis 8 Wochen später schon die ersten frischen Stängel ernten oder die ganze Pflanze samt Knolle aus der Erde ziehen.
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