Der Granatapfelbaum

Kann man einen Granatapfelbaum in Deutschland pflanzen? Wenn du dir diese Frage schon einmal gestellt hast und einen eigenen Granatapfel kultivieren möchtest, dann bist du hier genau richtig. Ja, du kannst im heimischen Garten tatsächlich Granatäpfel anbauen! Mit der richtigen Pflege und einem geeigneten Standort kannst du dich über zauberhafte rote Blüten freuen und im Herbst die großen, saftigen Granatäpfel ernten.

Wissenswert

Der Granatapfel (Punica granatum) gehört zur Familie der Weiderichgewächse und hat einen dicht verzweigten, kompakten Wuchs. Es handelt sich dabei um einen Großstrauch oder Kleinbaum, der im Freiland bis zu 3 Meter hoch werden kann. Im Topf bleibt das exotische Gewächs deutlich kleiner. Insgesamt sind Granatapfelbäume eher schwachwüchsig und eignen sich dadurch besonders gut für die Pflanzung im Topf oder kleine, geschützte Gärten. Die Zweige sind mit langen Dornen bewehrt und die Blüten sitzen in kleinen Büscheln an den Triebenden. Aus ihnen entwickeln sich die Früchte, die im reifen Zustand 10 bis 15 cm Durchmesser haben.

Woher stammt der Granatapfelbaum?

Der Granatapfel stammt ursprünglich aus einem Gebiet, welches sich über Iran bis nach Nordindien erstreckte. Die leckeren roten Kerne aus dem Inneren der Frucht sind besonders in der orientalischen Küche fest verankert und kommen sehr vielseitig zum Einsatz. Neben der Olive und dem Wein zählt auch der Granatapfel zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheitsgeschichte und wird seit der Antike auch im Mittelmeerraum angebaut. Inzwischen findet man Granatapfelbäume auch in den Gärten unserer Breitengrade. Granatäpfel sind nur bedingt winterhart, doch inzwischen gibt es auch etwas robustere Sorten, die kurzzeitig bis zu -10 Grad standhalten. So ein Granatapfelbaum ist auch unser Bloomify Granatapfel und kann super einfach im heimischen Garten kultiviert werden.

Kaum eine andere Frucht birgt so viel Kulturgeschichte und Tradition wie der Granatapfel. In der griechischen Mythologie wurde der Granatapfel Gottheiten der Unterwelt zugeordnet. Aphrodite gewann den Streit um den Titel die Schönste zu sein gegen Hera und Athene, als Paris ihr einen Granatapfel überreichte. Auch in den Schriften vieler Religionen wird der Granatapfel vielfach erwähnt und ist in zahlreichen Kulturen ein Symbol für Fruchtbarkeit und Leben sowie für Macht, Blut und Tod.

Wie sieht die Blüte vom Granatapfel aus?

Granatäpfel sind vor allem wegen ihrer leckeren, saftigen Früchte berühmt, deren Inneres aussieht, als würden sie voller roter Rubine stecken. Die glockenförmigen Blüten des Granatapfels sind jedoch ein mindestens genauso schöner Augenschmaus und sehr beliebt bei Bienen und anderen Bestäubern. Zwischen Mai und August öffnen sich die großen, leuchtend roten oder orangen, ungefüllten Blüten. In der Mitte sitzen gelbe Staubgefäße, die voller Pollen sind. Sie sitzen in kleinen Büscheln an den Triebenden und strahlen mit der Sonne um die Wette. Es gibt auch Züchtungen mit gefüllten Blüten, diese entwickeln jedoch meistens keine essbaren Früchte und werden nur wegen der Blüte kultiviert.

Da der Granatapfel selbstbefruchtend ist, reicht bereits eine einzige Pflanze vollkommen aus, um viele leckere Früchte zu ernten.

Wie lange dauert es, bis ein Granatapfelbaum Früchte trägt?

Gut Ding will Weile haben - dies trifft auch auf den Granatapfelbaum zu. Es handelt sich grundsätzlich um eine sehr langlebige Pflanze, die dir bei guter Pflege viele Jahrzehnte leckere Früchte schenkt. Es dauert in der Regel 3 bis 4 Jahre, bis der Granatapfel das erste Mal blüht und einige Früchte bildet. Je älter der Granatapfelbaum wird, desto höher wird mit den Jahren auch der Ertrag. Wenn du deinen Bloomify Granatapfel bekommst, ist dieser bereits alt genug, um Früchte zu tragen. Spätestens ab dem zweiten Jahr bei dir zuhause kannst du also mit der ersten Granatapfelernte rechnen.

Granatapfelbaum kaufen: Darauf musst du achten

Möchtest du einen Granatapfelbaum kaufen, wirst du in gut sortierten Gärtnereien oder Baumschulen online und offline fündig. Achte dabei auf gesundes, grünes Laub und halte die Augen nach abgestorbenen Zweigen und Schädlingen offen. Ist die Pflanze gesund, darf sie mit in den Einkaufswagen. Auch bei uns findest du tolle und sehr hochwertige Granatapfelbäume. Dabei achten wir sorgfältig darauf, nur die besten Pflanzen zu versenden und verpacken jedes Bäumchen sorgsam von Hand, bevor es sich zu dir auf den Weg macht.

Standort und Boden

Standort: sonnig, warm, windgeschützt
Boden: humos, locker, durchlässig

Sonne, Sonne, Sonne: Die wichtigste Voraussetzung, damit dein Granatapfelbaum viele große Früchte trägt und sich gut entwickelt, ist ein sonniger und warmer Platz. Je mehr Sonne die exotische Pflanze bekommt, desto besser! Besonders gut geeignet ist ein windgeschützter Standort, zum Beispiel vor einer Hauswand, die in südlicher Richtung ausgerichtet ist und zusätzlich die Wärme speichert. Ansonsten ist der Granatapfelbaum recht anspruchslos, was den Boden angeht.

Viel wichtiger ist es, dass der Boden schön durchlässig und locker ist, damit keine Staunässe entstehen kann. Wächst dein Granatapfelbaum im Topf, ist eine gute Drainage Pflicht, damit überschüssiges Gieß- und Regenwasser schnell ablaufen können.

Ist ein Granatapfelbaum winterhart?

Granatapfelbäume lieben die Wärme und sind aus ihrer warmen Heimat dementsprechend ein wenig empfindlich gegenüber Frost. Der Granatapfel ist bedingt winterhart und kann Temperaturen bis zu -5 Grad Stand halten. Kurzzeitig verkraftet er auch tiefere Temperaturen bis -10 Grad. Aus diesem Grund solltest du deinen Granatapfel nur ins Freiland pflanzen, wenn du in einer sehr wintermilden Gegend wohnst, zum Beispiel in den Weinbaugebieten. Ansonsten empfehlen wir, den Granatapfelbaum lieber in einen Kübel zu pflanzen und ihn im Winter an einen frostfreien Ort zu bringen. Dazu weiter unten mehr.

Welche Erde für den Granatapfel?

Was die Erde betrifft, ist der Granatapfelbaum recht genügsam. Wichtig ist, dass sie gut durchlässig ist und viele Mineralien enthält. Hast du einen sehr schweren und lehmigen Gartenboden, kannst du diesen durch eine Kompostgabe, etwas Sand und/oder Kies auflockern. Bei sehr sandigen Böden ist es sinnvoll, diese gut mit Kompost anzureichern.

Für eine Kübelpflanzung kannst du handelsübliche Pflanzerde mit einem Teil Sand und etwas Humus (z.B. Kompost) vermischen. Alternativ funktioniert auch spezielle Erde für mediterrane Pflanzen oder Zitruspflanzen sehr gut.

Ein Granatapfel als Zimmerpflanze?

Grundsätzlich kannst du deinen Granatapfelbaum auch drinnen kultivieren, allerdings musst du damit rechnen, dass er drinnen kleiner bleibt und die Früchte möglicherweise nicht ausreifen. Durch das Fensterglas wird das Sonnenlicht gefiltert und trifft somit deutlich schwächer auf die Pflanze, als unter freiem Himmel. Platziere den Granatapfel also vor einem nach Süden ausgerichteten Fenster, ohne Gardinen oder andere Stoffe zwischen Pflanze und Fenster.

Hast du einen sonnigen Wintergarten, egal ob unbeheizt oder beheizt, so ist dieser prädestiniert für einen Granatapfelbaum. Dort herrschen optimale Bedingungen: Es ist super sonnig, warm und geschützt. Im Winter fallen die Temperaturen nicht ganz so tief wie im Freiland und der Granatapfel kann auch die kalte Jahreszeit über dort stehen bleiben.

Granatapfel pflanzen

Hast du den perfekten Standort für deinen Granatapfelbaum gefunden, kannst du dich ans Einpflanzen machen. Bei guter Pflege trägt dein Granatapfelbaum schon ab dem zweiten Standjahr bei dir Früchte.

 

Wann kann man einen Granatapfelbaum pflanzen?

Grundsätzlich kannst du deinen Granatapfelbaum von März bis Oktober pflanzen. Die beste Zeit zum Einpflanzen ist im Frühling, kurz vor dem Neuaustrieb. Dann kann der Granatapfel direkt in frische Erde wurzeln und du kannst die Gelegenheit nutzen, direkt Langzeitdünger ins Substrat zu geben. Wähle zum Einpflanzen ein frostfreies Zeitfenster und einen trockenen, bedeckten Tag aus. Solltest du deinen Granatapfel im Sommer pflanzen, dann am besten an einem Tag, an dem es nicht zu heiß und sonnig ist.

Einen Granatapfelbaum pflanzen - Das brauchst du:

  • einen Topf (etwas größer als der vorherige)
  • eine kleine Gartenschaufel
  • lockere Erde (mehr Infos unter "Standort und Boden")
  • Drainagematerial
  • etwas Dünger, am besten organischen Langzeitdünger

Das passende Pflanzgefäß für deinen Granatapfelbaum

Da es sich beim Granatapfel um ein Bäumchen handelt, braucht er auch einen entsprechend großen Topf.  Als Daumenregel kannst du dir merken, dass ein neuer Topf für den Granatapfel immer ungefähr um 2 bis 5 cm im Durchmesser wachsen sollte. Das entspricht zwar lediglich 1 bis 2,5 cm rund um den Wurzelballen und klingt erstmal wenig, ist für den Granatapfel aber vollkommen ausreichend.

Unser Bloomify Granatapfel kommt in einem Topf mit etwa 22 cm Durchmesser bei dir an. Das heißt, dass der Durchmesser eines neuen Topfs etwa 24 bis 27 cm betragen sollte. Der Granatapfel bildet eine Pfahlwurzel aus und benötigt daher Pflanzgefäße, die eher hoch als breit sind. Achte hierbei aber auf ausreichende Kippfestigkeit. Mithilfe von praktischen Online-Rechnern kannst du schon vorab bestimmen, wie viel Liter Erde du für deinen Topf benötigst.

Der Kübel braucht unbedingt Abzugslöcher für überschüssiges Gieß- und Regenwasser. Warum das so wichtig ist, erklären wir unter "Pflege, Gießen und Düngen" genauer. Falls dein absoluter Lieblingstopf keine Abflusslöcher hat, kannst du den Granatapfelbaum in einen zusätzlichen, inneren Topf pflanzen und zum Gießen aus dem Übertopf herausnehmen. Stelle den Granatapfel erst wieder in den Übertopf, wenn das gesamte Wasser abgelaufen ist. Das ist aber nur an einem vor Regen geschützten Standort zu empfehlen!

Die Drainageschicht - Für trockene Füße

Zunächst kannst du dein Pflanzgefäß vorbereiten, indem du eine etwa handbreite Drainage-Schicht anlegst. Das bedeutet, dass grober Kies oder Blähtonkugeln auf dem Topfboden verteilt werden, anstatt sofort Pflanzerde einzufüllen. Wasser kann so viel schneller ablaufen und die Gefahr von Staunässe ist sehr gering. Praktisch ist zudem noch eine wasserdurchlässige Trennung zwischen Drainagematerial und Erde, zum Beispiel mit einer Lage Gartenvlies oder speziellem Drainagevlies. So ist es später beim Umtopfen einfacher, das Drainagematerial wiederzuverwenden.

Erde einfüllen und düngen

Möchtest du einen Langzeitdünger verwenden, dann kannst du ihn praktischerweise gleich mit der Pflanzerde vermengen. Eine spätere Gabe von Langzeitdünger ist auch möglich, aber dann kann er nur oberflächlich ins Substrat eingearbeitet werden. Vermische also ggf. den Dünger mit der Erde.

Den Granatapfelbaum kannst du nun aus seinem bisherigen Topf heben und ein wenig von der alten Erde entfernen. Die Wurzeln sollten dabei nicht beschädigt werden. Ist die Erde zu hart, kannst du den ganzen Wurzelballen auch für einige Stunden in einen Eimer mit Wasser stellen.

Setze den Baum mittig in den Topf und halte ihn mit einer Hand fest, während du die Pflanzerde rund um den Wurzelballen verteilst. Zu zweit geht es noch einfacher. Der Granatapfel muss genauso tief gepflanzt werden, wie er zuvor in der Erde stand. Drücke die Erde zwischendurch etwas fest, aber nicht zu stark.

Als Abschluss wird dein Granatapfelbaum angegossen. Dazu kannst du ihm eine ordentliche Portion Wasser gönnen.

Granatapfelbaum pflegen, gießen und düngen

Hat dein Granatapfelbaum einen sonnigen und geschützten Standort, ist er allgemein sehr pflegeleicht. Wichtig ist es, regelmäßig zu gießen, in der Hauptwachstumszeit etwas zu düngen und hin und wieder nach dem Rechten zu sehen.

Den Granatapfelbaum gießen

Granatapfelbäume haben einen moderaten Wasserbedarf. Das bedeutet, dass sie nie über lange Zeit austrocknen, aber auch nicht dauerhaft nass stehen sollten. Kurze Trockenperioden sind aber kein Problem für den Granatapfel. Staunässe hingegen ist der größte Feind und den solltest du unbedingt vermeiden. Achte bei der Pflanzung auf eine gute Drainage, egal, ob dein Granatapfel im Kübel oder im Freiland wächst. Dazu kannst du eine Schicht Schotter, Kies, Blähton oder Tongranulat auf den Topfboden oder unten in das Pflanzloch geben.

Wächst dein Granatapfel im Kübel, musst du überschüssiges Gieß- und Regenwasser ausschütten, damit es nicht zu Staunässe kommt. Gieße deinen Granatapfelbaum, sobald die oberen Zentimeter der Erde ausgetrocknet sind. Bist du dir unsicher, kannst du einfach einen Finger in die Erde stecken und schauen, wie sie sich anfühlt. Dem Gewächs tut es gut, wenn du natürliche Regenschauer simulierst: Gieße etwas seltener, aber dafür durchdringend. Schütte nach dem ersten Guß das Wasser aus dem Untersetzer und wiederhole den Vorgang, damit das Wasser von der Erde gespeichert werden kann und nicht einfach hindurch rauscht.

Gieße deinen Granatapfel immer von unten, um Krankheiten und Sonnenbrand an den Blättern zu vermeiden. Wenn du morgens gießt, kann eventuell nass gewordenes Laub schneller abtrocknen und das Bäumchen nimmt das Wasser auf, bevor die Sonne es verdunsten kann. Wichtig: Pflanzen im Kübel oder Topf müssen grundsätzlich häufiger gegossen werden als Pflanzen, die im Freiland wachsen. Auch ganz wichtig: Ab August solltest du die Wassergaben reduzieren, damit das Holz gut ausreifen kann und die Gefahr von Kälteschäden sinkt.

Den Granatapfelbaum düngen

Damit dein Granatapfelbaum viele Blüten und Früchte bilden kann, braucht er natürlich ausreichend Nährstoffe. Wichtig ist, dass es sich beim Granatapfel nicht um einen Starkzehrer handelt! Er hat nur einen moderaten Nährstoffbedarf, was bedeutet, dass er zwar ein gewisses Maß an Nährstoffen braucht, zu viele Nährstoffe aber wiederum schädlich für die Pflanze sein können. Dünge im Zweifel lieber etwas weniger als zu viel.

Düngen kannst du deinen Granatapfel mit reifem Kompost, einem organischen Volldünger oder speziellen organisch-mineralischen Beerendünger. Lasse lieber die Finger von mineralischen Volldüngern, die es als Blaukorn oder in flüssiger Form gibt. Einerseits belasten sie Boden und Grundwasser mit Nitrat, andererseits sind sie viel zu scharf für die Wurzeln des Granatapfels und können zu Verbrennungen führen.

Den Granatapfelbaum düngen: wann und wie oft?

Wenn der Granatapfel austreibt, also ab März, wird es Zeit für die erste Düngergabe. Wenn du einen organischen Dünger oder Kompost verwendest, kannst du ihn direkt bei der Pflanzung mit ins Substrat geben. Danach kannst du eine weitere Düngergabe im Sommer verabreichen und dazu einfach etwas Dünger auf der Erde rund um die Pflanze verteilen und leicht einarbeiten.

Organisch-mineralische Flüssigdünger solltest du nur sparsam dosieren und alle 2 Wochen mit dem Gießwasser ausbringen. Dabei sollte die letzte Düngergabe im August erfolgen, damit die Pflanze zum Winter hin das Wachstum herunterfährt und die Früchte besser reifen.

Den Granatapfel mit Kaffee düngen?

Kaffeesatz oder auch die Blätter von schwarzem oder grünem Tee sind super geeignet, um den Granatapfelbaum mit Nährstoffen zu versorgen. Beachte jedoch, dass Kaffee alleine als Volldünger nicht ausreicht und eher ergänzend eingesetzt werden sollte. Lasse den Kaffeesatz vorher auf einem flachen Teller trocknen, denn feuchter Kaffeesatz beginnt super schnell zu schimmeln. Verteile das getrocknete Pulver rund um die Pflanze und arbeite es leicht in die Erde ein.

Den Granatapfel schneiden

Granatapfelbäume wachsen grundsätzlich eher langsam und nicht sehr stark. Dafür ist die Krone in der Regel schön buschig und dicht verzweigt. Grundsätzlich musst du den Granatapfel nicht schneiden und auch ein aufwändiger Erziehungsschnitt ist nicht nötig. Du kannst im Herbst oder Frühjahr vor dem Austrieb die vertrockneten, dünnen und quer nach innen wachsenden Triebe auslichten und die anderen Triebe etwas kürzen, sollte dein Granatapfelbaum zu groß geworden sein. Benutze für alle Schnittarbeiten eine scharfe und saubere Schere und wähle einen frost- und regenfreien Tag dafür aus.

Granatapfel ernten, lagern und verarbeiten

Der Granatapfel ist die Power-Frucht schlechthin. Kein Wunder: das süßlich-herbe Aroma ist extrem vielseitig und kommt perfekt sowohl in süßen, erfrischenden Dessert, als auch herzhaften Gerichten und Soßen zur Geltung. Auch pur ist die Power-Frucht ein unschlagbarer Genuss!

Granatapfel: 400 Kammern voller Power

Ausgereift haben Granatäpfel eine Größe von etwa 10 bis 15 cm. Dabei handelt es sich bei den Früchten genau genommen um eine sogenannte “Scheinfrucht”. Das Innere des Granatapfels ist von vielen dünnhäutigen Wänden durchzogen und in den Kammern sitzen bis zu 400 kleine Kerne. Sie sind jeweils von einem glasigen, leicht transparenten, kantigen und tiefroten Samenmantel umgeben. Genau auf die haben wir es abgesehen. Jede einzelne saftige Mini-Frucht ist vollgestopft mit Vitaminen und Mineralstoffen. Schneidest du den Granatapfel in 2 Hälften, sitzen die kantigen Früchtchen im Inneren und leuchten wie tiefrote Rubine im Licht. Nur voll ausgereifte Früchte sind so intensiv gefärbt, unreife Früchte sind von innen noch blass.

Wann ist ein Granatapfel reif?

Der Granatapfel wird im September und Oktober erntereif. Da die Früchte nicht nachreifen, solltest du sie dann ernten, wenn sie so reif wie möglich sind. Ob der Granatapfel reif ist, erkennst du daran, dass die Schale gelblich-rot, rau und der Blütenansatz getrocknet ist. Ist der Granatapfel reif, kannst du ihn vom Baum pflücken. Die Außenhaut der Frucht sollte ledrig sein, doch keine weichen Stellen haben. Weiche Stellen deuten darauf hin, dass der Granatapfel von innen schimmelt.

Wie öffne ich einen Granatapfel?

Wer kennt es nicht: Um an den leckeren Inhalt der Früchte zu kommen, ist etwas Anstrengung gefragt. Am einfachsten sind folgende zwei Methoden:

1.Entferne den Blütenansatz oben am Granatapfel und schneide die Schale dann mit einem scharfen Messer so ein, dass Viertel entstehen. Anschließend kannst du den Granatapfel auseinanderbrechen und die roten Kerne mit den Fingern, einem Löffel o.ä. aus der Schale lösen.

2.Alternativ kannst du den Granatapfel auch quer in 2 Hälften teilen und mit der geöffneten Seite nach unten über eine Schale halten. Klopfe mit einem (Holz-)Löffel ordentlich auf die Oberseite der Frucht, sodass die Kerne herausfallen und in der Schale landen.

Ist Granatapfel gesund?

Der Granatapfel ist prall gefüllt mit Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien und wurde schon  früher als Heilpflanze eingesetzt. Das Fruchtfleisch enthält darüber hinaus sehr viel Kalium  und Polyphenole. Es ist bestätigt, dass der Granatapfel eine vorbeugende Wirkung bei Prostatakrebs hat und den Blutdruck senkt, sich stärkend auf das Herz auswirkt und gut für Organe und Immunsystem ist.

Besonders gesund ist der Granatapfel Muttersaft. “Muttersaft” bedeutet, dass es sich um den puren Direktsaft aus der ersten Pressung des Granatapfels handelt. Bei solchen Säften werden Trübstoffe nur kaum oder gar nicht entfernt, wodurch besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe erhalten bleiben.

Granatapfel Rezepte: Das alles kannst du mit der Superfrucht anstellen

Die leckeren Granatapfelkerne können sehr vielfältig genossen werden. Neben Saft lassen sich aus Granatapfel auch wunderbar Sirup, Gelee und Marmelade herstellen. Doch auch in Salaten, Soßen und Dressings herzhafter Speisen sind Granatäpfel ein wahrer Gaumenschmaus und verfeinern die Gerichte mit ihrem feinen, herb-süßlichen Geschmack. In Joghurt, Dessert und Kuchen sorgen sie für eine fruchtige und erfrischende Note und auch in erfrischenden Getränken kommen Granatäpfel wunderbar zur Geltung.

Nährwert je 100 g

Energie: 78 kcal
Fett: 0,6 g
Kohlenhydrate: 16 g
Eiweiß: 0,7 g

Den Granatapfelbaum überwintern

Granatapfelbaum überwintern im Freiland

Da der Granatapfelbaum nur bedingt winterhart ist, kannst du ihn nur ins Freiland pflanzen, wenn du in einer Region mit sehr milden Wintern lebst. Temperaturen unter -10 Grad würde das wärmeliebende Gewächs leider nicht verkraften. Deshalb solltest du bei einer Pflanzung im Freiland ab November auf jeden Fall eine dicke, schützende Schicht aus Reisig, Laub und Tannenzweigen rund um den Wurzelbereich und Stamm verteilen.

Kündigen sich kurzzeitig tiefere Temperaturen an, kannst du temporär zusätzlich mit einem Heizkabel nachhelfen, dass du rund um den Wurzelbereich, Stamm und die Krone legst. Da der Baum nicht wintergrün ist und sein Laub im Herbst abwirft, kannst du die Krone mit einem Schutzvlies oder Jute einwickeln. Hier findest du weitere Tipps und Infos zum Überwintern von bedingt winterharten Pflanzen am Beispiel des Feigenbaums.

Granatapfel überwintern im Topf

Wenn die Temperaturen fallen und sich der Winter ankündigt, kannst du deinen Granatapfelbaum an einen frostsicheren Ort bringen. Wächst dein Granatapfelbaum im Topf, so ist die Überwinterung wirklich ein Kinderspiel. Du brauchst dafür nur einen Platz, der kühl, aber frostfrei und nicht dauerhaft kälter als -5 Grad wird. Unbeheizte Gewächshäuser oder Wintergärten kommen dafür ebenso in Frage, wie kühle Schuppen, Treppenhäuser, Garagen oder Hauswirtschaftsräume. Der Granatapfelbaum wirft sein Laub ab und braucht deshalb auch keine Sonne für die Photosynthese.

Wichtig: Damit der Baum in der Winterruhe bleibt und nicht ins Wachstum geht, darf es im Winterquartier nicht wärmer als 10 Grad werden. Hast du keinen geeigneten Ort zur Verfügung, kannst du den Granatapfelbaum draußen lassen und nur bei starken Frösten in einen möglichst kühlen Raum stellen.

Im Winterquartier musst du deinen Granatapfel nur sehr selten und moderat gießen. Wichtig ist, dass die Wurzeln nicht über Wochen vollständig austrocknen. Staunässe und zu viel Wasser sind hingegen genauso schädlich und sollten vermieden werden.

Krankheiten und Schädlinge am Granatapfelbaum

Grundsätzlich treten recht selten am Granatapfelbaum Krankheiten und Schädlinge auf. Das Gewächs ist robust, doch ein Befall ist niemals ganz auszuschließen. Die besten Maßnahmen, um Krankheiten und Schädlingen am Granatapfel vorzubeugen, sind die richtige Pflege und ein optimaler Standort: Reduzierte Wassergaben und ein kühler Standort im Winter (Gießen ab August herunterfahren!), Düngen nur in Maßen und nur zwischen März und Oktober sowie ein vollsonniger Standort während der Hauptwachstumszeit.

Granatapfelbaum Schädlinge

Schädlinge am Granatapfel treten recht selten auf. Schildläuse und Spinnmilben können vor allem dann auftreten, wenn der Granatapfel im Haus wächst und die Luft dort zu trocken ist. Regelmäßiges Einsprühen der Blätter und Lüften können einem Befall vorbeugen. Auch eine Mischung aus Öl, Wasser und etwas Spüli ist schnell und einfach gemacht und eine schonende Variante der Schädlingsbekämpfung.  Im Frühjahr können auch Blattläuse auftreten, die sich gerne über das frische, zarte Laub hermachen. Blattläuse kannst du einfach mit den Fingern zerquetschen oder mit dem Gartenschlauch abspülen - das geht definitiv am schnellsten und wirkt sofort.

Fragen & Antworten zu unserem Granatapfelbaum

Granatäpfel mögen einen sonnigen und gerne windgeschützten Standort. Sie eignen sich als Zimmerpflanze an einem sehr hellen Standort, verbringen den Sommer aber auch sehr gerne draußen.

Granatapfelbäume stammen zwar aus wärmeren Gefilden, wachsen aber auch bei uns. Sie sind recht pflegeleicht und anpassungsfähig. Das heißt, dass sie auch mit kühleren Temperaturen gut zurechtkommen. Der Granatapfel ist hierzulande aber nicht winterhart und muss drinnen überwintern. Da er im Herbst seine Blätter verliert, kann er im Winterquartier auch etwas dunkler stehen.

Ja, das ist sehr gut möglich. Der Granatapfelbaum blüht im Sommer und die Blüten werden durch Insekten befruchtet. Steht der Granatapfel als Zimmerpflanze ganzjährig drinnen, muss man mit einem Pinsel bei der Bestäubung nachhelfen, damit er Früchte ansetzt.

In seiner warmen Heimat wird der Granatapfelbaum bis zu 3 Meter hoch. Hierzulande kann er nur im Topf kultiviert werden, wo er zeitlebens kleiner bleibt. Mit dem Granatapfelbaum wirst du deshalb keine Platzprobleme bekommen und viele Jahre Freude an ihm haben.

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