Die Rispenhortensie als Hochstamm
Die Rispenhortensie als Hochstamm sollte in keinem Garten fehlen! Ihre prachtvollen Blütenrispen thronen hoch oben über den anderen Pflanzen und verwandeln deinen Garten, Balkon oder deine Terrasse in ein echtes Blütenparadies. Durch die erhöhte Wuchsform ist das Gärtnern nicht nur super rückenfreundlich, sondern auch platzsparend und du kannst viele Pflanzen auf kleiner Fläche mit der Hortensie kombinieren.
Hier bekommst du alle wichtigen Infos rund um den Anbau und die Pflege deiner Rispenhortensie als Hochstamm.
Wissenswert
Die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) stammt ursprünglich aus den gemäßigten Regionen Chinas, Russlands und Japans. Dort wächst sie in Wäldern und Auenlandschaften, meist am lichten Gehölzrand. Als Hochstamm veredelt zeigt sie sich von ihrer schönsten Seite: Mit einer runden Krone voller üppiger Blütenrispen, die auf einem kräftigen, geraden Stamm sitzen, wirkt sie wie ein kleines Zierbäumchen und bringt Struktur und Höhe in jeden Garten.
Unsere Bloomify Rispenhortensie als Hochstamm erreicht eine Gesamthöhe von etwa 1,5 bis 2 Metern und eignet sich hervorragend für den Kübel oder das Beet. Hat es ausreichend Platz, kann das Stämmchen eine ausladende und breite Krone entwickeln. Du kannst sie aber problemlos durch einen Rückschnitt im Zaum halten. Im Topf bleibt die Hortensie zeitlebens schön kompakt und macht sich besonders gut auf der Terrasse, dem Balkon oder als Blickfang am Hauseingang. Im Beet gepflanzt kommt sie als Solitärpflanze wunderbar zur Geltung und lässt sich hervorragend mit niedrigeren Sträuchern, Stauden und Zwiebelblumen kombinieren. Die Blütezeit reicht – je nach Witterung – von Juli bis Oktober oder November und erfreut mit einem zauberhaften Farbspiel von Weiß über Creme bis zart Rosa.
Welche Hortensie ist die schönste?
Unsere Rispenhortensie als Hochstamm beeindruckt mit einer dichten, rund aufgebauten Krone und intensiv grünem Laub. Ihr besonderes Highlight sind die großen, kegelförmigen Blütenrispen, die zu Beginn der Blütezeit weißlich-grün erscheinen, später rahmweiß leuchten und im Spätsommer einen zarten Rosaton annehmen. Das Beste: Durch die erhöhte Wuchsform hast du praktisch endlose Gestaltungsmöglichkeiten und kannst sehr platzsparend Gärtnern. Im unteren Stammbereich finden Stauden und niedrigere Sträucher einen wunderbaren Platz und du kannst mehrere Ebenen nutzen.
Die bis zu 30 cm langen Blütenrispen eignen sich hervorragend als Schnittblumen oder Trockenblumen für Kränze und Gestecke. Wenn du sie im Winter stehen lässt, werden die vertrockneten Rispen von Raureif und Schnee verzaubert: ein wunderschöner Anblick auch in der kalten Jahreszeit.
Was ist der Unterschied zwischen einer Bauernhortensie und einer Rispenhortensie als Hochstamm?
Beide Arten gehören zur Familie der Hortensiengewächse, unterscheiden sich aber deutlich in Wuchsform und Blüte. Die Bauernhortensie bildet rundliche Blütenköpfe und bevorzugt halbschattige bis schattige, geschützte Lagen. Die Blüten sitzen an den Trieben aus dem Vorjahr, was beim Schnitt berücksichtigt werden muss. Die Rispenhortensie, egal ob als Hochstamm oder Strauch, liebt es etwas sonniger und blüht an den neuen Trieben – sie ist daher deutlich schnittverträglicher.

Die Blüten der Bauernhortensie sind in flachen Bällen angeordnet und auch verblüht wunderschön.
Ist die Rispenhortensie als Hochstamm winterhart?
Ja, unsere Bloomify Rispenhortensie als Hochstamm ist sehr winterhart und übersteht auch tiefe Temperaturen problemlos. Junge Pflanzen oder Exemplare im Kübel sollten in den ersten Wintern dennoch einen leichten Frostschutz erhalten, vor allem rund um den Wurzelbereich und den Stamm. Wie das genau funktioniert, erfährst du weiter unten. Mit zunehmendem Alter wird das Gewächs immer robuster.
Standort und Boden
Standort: sonnig oder halbschattig, windgeschützt
Boden: frisch bis leicht feucht, durchlässig, nährstoffreich
Welchen Standort braucht die Rispenhortensie als Hochstamm?
Auch die Hochstamm-Form der Rispenhortensie liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je mehr Sonne, desto reicher fällt die Blüte in der Regel aus. Gleichzeitig sollte sie vor der heißen Mittagssonne und starkem Wind geschützt stehen. Da der Stamm etwas empfindlicher auf Wind reagiert als ein normaler Strauch, empfiehlt sich bei Kübelpflanzen neben einem vor Wind und Regen geschützter Standort ein Pfahl oder Ähnliches zur Stabilisierung.
Besonders im Hochsommer kann es passieren, dass Sonnenbrand an den zarten Blüten entsteht. Deshalb ist ein Platz perfekt, der vormittags und nachmittags von der Sonne beschienen wird und während der Mittagsstunden leicht beschattet ist.
Die Hortensie ist eine Flachwurzlerin was bedeutet, dass ihre Wurzeln nicht in die Tiefe wachsen, sondern sich flach unter der Erde ausbreiten. Möchtest du mehrere Rispenhortensien nebeneinander setzen, genügt ein Abstand von 80 bis 100 cm zwischen den Pflanzen. Die Bereiche unter der Krone, rings um den Stamm, kannst du ruhig mit niedrigeren Sträuchern oder Stauden unterpflanzen, sodass ein harmonisches Gesamtbild entsteht. Wenn du das Hochstämmchen in einen Kübel pflanzt, sollte dieser eher breit als tief und ebenfalls ausreichend groß sein
Kann die Rispenhortensie im Schatten stehen?
An sehr schattigen Standorten bilden Rispenhortensien weniger Blüten und wachsen insgesamt weniger üppig. Deshalb solltest du sie an einen Ort pflanzen, an dem es wenigstens halbschattig ist und die Sonne mindestens für 3 bis 4 Stunden scheint.
Welchen Boden braucht die Rispenhortensie als Hochstamm?
Der Boden sollte gleichmäßig feucht, locker und nährstoffreich sein, Staunässe gilt es unbedingt zu vermeiden. Ein leicht saurer bis neutraler pH-Wert ist ideal. Bei Pflanzung im Kübel verwendest du am besten eine hochwertige, torffreie Universalerde, gemischt mit etwas Sand oder Kies zur Drainage und einer Portion reifem Kompost. Dadurch ist das Substrat schön locker und durchlässig.
Welche Pflanzen passen zur Rispenhortensie?
Mit ihren imposanten Blütenrispen sind Rispenhortensien, vor allem als Hochstamm, ein richtiger Blickfang im Garten. Sie lassen sich sehr gut mit anderen Pflanzen kombinieren und passen wunderbar zu blühenden Sträuchern und Stauden, die den Stamm umspielen. Du kannst sie aber auch wunderbar in deinen Nutzgarten integrieren. Wähle Begleitpflanzen aus, die ähnliche Ansprüche an den Standort und Boden haben wie die Rispenhortensie.
Stauden, die Rosa, Blau oder Violett blühen, passen besonders gut: Beispielsweise Rittersporn, Blaurauten, Herbstanemonen, Sonnenhut, Indianernesseln, Storchschnabel oder Fingerhut. Heidepflanzen benötigen ebenfalls ein leicht saures Substrat und sind für den Herbst und Winter die beste Wahl als Begleitung deiner Hochstamm-Hortensie. Zudem sind sie klein und kompakt, sodass sie auch problemlos im Kübel mit der Hortensie kombiniert werden können.
Möchtest du deine Rispenhortensie in deinen Nutzgarten integrieren, kannst du sie prima mit Stachelbeeren, Blaubeeren oder Himbeeren kombinieren. Alle genannten Beerensträucher mögen sonnige bis halbschattige Lagen und freuen sich ebenfalls über einen frischen, nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Minze, Melisse, Estragon, Walderdbeeren und Lavendel sind perfekt geeignet zur Unterpflanzung der Rispenhortensie.
Die Hochstamm-Hortensie kann auch sehr gut im lichten Schatten großer Obst- oder Nussbäume gedeihen, sollte dort aber so gepflanzt werden, dass sie genügend Platz hat, um sich zu entfalten.
Welche Erde für die Rispenhortensie als Hochstamm?
Rispenhortensien sind grundsätzlich recht anspruchslos und kommen mit fast jedem normalen Gartenboden zurecht. Mit einer guten Portion Kompost oder Langzeitdünger und grobem Sand oder Kies gemischt, hast du schon die perfekte Pflanzerde für deine Rispenhortensie. Möchtest du deine Rispenhortensie in einen Kübel pflanzen, kannst du eine handelsübliche, torffreie Universalerde nehmen und diese mit Sand oder Kies und etwas Langzeitdünger oder Kompost mischen. Optional kannst du auch spezielle Blaubeer- oder Hortensienerde verwenden. Diese verfügt über einen etwas niedrigeren pH-Wert und ist optimal auf die Bedürfnisse der Hortensie abgestimmt.
Sehr schwere und lehmige Böden können mit einer ordentlichen Portion grobem Sand oder Kies und Kompost aufgelockert werden. Sehr leichte und sandige Böden kannst du ebenfalls mit reifem Kompost aufwerten. Du bist nicht sicher, welchen Boden du in deinem Garten hast? Hier haben wir einen tollen Überblick über die Bodenarten und wie du sie im Handumdrehen erkennst.
Rispenhortensie als Hochstamm pflanzen
Rispenhortensie pflanzen
Die Rispenhortensie als Hochstamm ist vielseitig und kann ins Freiland, aber auch in einen schicken Kübel gepflanzt werden.
Wann kann man eine Rispenhortensie pflanzen?
Da es sich bei unserem Hortensien-Stämmchen um sogenannte Containerware handelt, kann es fast ganzjährig zwischen März und September gepflanzt werden. Es darf dabei nur nicht frieren und im Sommer sollte die Sonne nicht zu erbarmungslos vom Himmel brennen.
Was bedeutet “Containerware”?
"Containerware" bedeutet, dass die Pflanzen in Töpfen (oder “Containern”) angebaut und kultiviert werden. Sie werden in speziellen Behältern gezüchtet, die es ermöglichen, sie mit einem intakten Wurzelballen zu verkaufen und einzupflanzen. Dadurch können sich die Pflanzen deutlich schneller und besser an ihrem neuen Standort etablieren.
Bei Pflanzen, die im Freiland gezogen wurden und dann verkauft werden sollen, können die Wurzeln beim Ausgraben aus dem Boden beschädigt werden und die Pflanze muss sich erst einmal an den engen Topf gewöhnen, was natürlich auch etwas stressig für sie ist.
Eine Rispenhortensie pflanzen - Das brauchst du:
- eine kleine Gartenschaufel
- Erde (mehr Infos unter "Standort und Boden")
- etwas Dünger, am besten organischen Langzeitdünger oder Kompost
- ggf. einen geeigneten Topf und Drainagematerial
- Einen stabilen Stab oder Pfahl zum festbinden
Ist der Wurzelballen sehr verhärtet und um der Pflanze das Anwachsen zu erleichtern, kannst du den Wurzelballen aus dem Topf nehmen und für mehrere Stunden in einen Eimer mit Regenwasser stellen, damit sich die Wurzeln ordentlich vollsaugen können.
Die Rispenhortensie als Hochstamm ins Freiland pflanzen
Hebe mit dem Spaten ein großes Loch aus, sodass der Wurzelballen der Hortensie bequem darin Platz findet. Mische eine gute Portion Kompost oder etwas Langzeitdünger und Sand oder Kies in den Erdaushub. Lockere die Erde im Pflanzloch mit der Schaufel oder einer kleinen Harke etwas auf.
Nehme nun die Pflanze aus ihrem Topf und entferne vorsichtig möglichst viel von der alten Erde. Setze die Pflanze mittig in das Pflanzloch und achte darauf, dass sie genauso hoch in der Erde steht wie zuvor. Halte die Rispenhortensie nun mit einer Hand fest und fülle die Hohlräume wieder mit dem Erdaushub auf. Befestige nun einen stabilen Stab oder Pfahl und binde die Hortensie als Hochstamm fest, damit sie bei Wind nicht umknicken kann. Zum Schluss die Erde rings um die Pflanze gut andrücken und anschließend ordentlich angießen. Wenn Erde absackt, kannst du sie hinterher noch auffüllen. Zum Abschluss kommt noch eine dicke Mulchschicht auf die Erde - fertig!
Die Rispenhortensie als Hochstamm in einen Kübel pflanzen
Das passende Pflanzgefäß für deine Rispenhortensie
Wähle für die Rispenhortensie einen Topf oder Kübel, der ausreichend breit ist. Das ist wichtig, damit sich die Wurzeln der Pflanze gut ausbreiten und entwickeln können. Für den Start ist ein Topf mit 30 bis 35 cm Durchmesser optimal. Mit den Jahren sollte dieser mit der Pflanze “mitwachsen” und jährlich im Durchmesser um ein paar Zentimeter größer werden. Ältere Rispenhortensien als Hochstamm brauchen dann irgendwann kein größeres Pflanzgefäß mehr, du solltest jedoch alle 1 bis 2 Jahre das Substrat auswechseln und deine Rispenhortensie mit frischer und nährstoffreicher Erde versorgen.
Mithilfe von praktischen Online-Rechnern kannst du schon vorab bestimmen, wie viel Liter Erde du für deinen Topf benötigst.
Der Kübel braucht unbedingt Abzugslöcher für überschüssiges Gieß- und Regenwasser. Warum das so wichtig ist, erklären wir unter "Pflege, Gießen und Düngen" genauer. Falls dein absoluter Lieblingstopf keine Abflusslöcher hat, kannst du die Rispenhortensie in einen zusätzlichen, inneren Topf pflanzen und zum Gießen aus dem Übertopf herausnehmen. Stelle den Strauch erst wieder in den Übertopf, wenn das gesamte Wasser abgelaufen ist. Das ist aber nur an einem vor Regen geschützten Standort zu empfehlen!
Der Stamm hat bereits seine Endhöhe erreicht und das Wachstum konzentriert sich hauptsächlich auf die Krone. Du musst dir also keine Sorgen machen, dass das Stämmchen dir mit der Zeit über den Kopf wächst.
Die Drainageschicht - Für trockene Füße
Zunächst kannst du dein Pflanzgefäß vorbereiten, indem du eine etwa handbreite Drainage-Schicht anlegst. Das bedeutet, dass grober Kies oder Blähtonkugeln auf dem Topfboden verteilt werden, anstatt sofort Pflanzerde einzufüllen. Wasser kann so viel schneller ablaufen und die Gefahr von Staunässe ist sehr gering. Praktisch ist zudem noch eine wasserdurchlässige Trennung zwischen Drainagematerial und Erde, zum Beispiel mit einer Lage Gartenvlies oder speziellem Drainagevlies. So ist es später beim Umtopfen einfacher, das Drainagematerial wiederzuverwenden.
Erde einfüllen und düngen
Möchtest du einen Langzeitdünger oder Kompost verwenden, dann kannst du ihn praktischerweise gleich mit der Pflanzerde vermengen. Eine spätere Gabe von Langzeitdünger ist auch möglich, aber dann kann er nur oberflächlich ins Substrat eingearbeitet werden. Vermische also ggf. den Dünger mit der Erde.
Die Rispenhortensie kannst du nun aus ihrem bisherigen Topf heben und ein wenig von der alten Erde entfernen. Setze den Strauch mittig in den Topf und halte ihn mit einer Hand fest, während du die Pflanzerde rund um den Wurzelballen verteilst. Die Hortensie muss auch jetzt wieder so tief gepflanzt werden, wie sie vorher auch in der Erde stand. Drücke die Erde zwischendurch etwas fest, aber nicht zu stark. Zum Abschluss wird deine Rispenhortensie kräftig angegossen und mit einem Stab oder Pfahl gestützt.
Rispenhortensie als Hochstamm pflegen, gießen und düngen
Allgemeine Pflege
Alle Rispenhortensien sind super pflegeleicht und fühlen sich an vielen Standorten wohl. Wächst dein Strauch im Freiland, hast du nur sehr wenig Arbeit mit ihm. Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört das Gießen, denn auf Trockenheit und Wassermangel reagieren alle Hortensien sensibel, das ist vor allem bei Hochstämmen wichtig zu berücksichtigen. Auch das Düngen und ein jährlicher Schnitt sind wichtig, damit sich die Pflanze wohl fühlt.
Mulchen für ein besseres Bodenklima
Um Arbeit und Wasser zu sparen, ist es sinnvoll, die Erde rund um deinen Hortensien-Stamm mit einer Mulchschicht zu bedecken. Das gilt sowohl für Pflanzen, die im Freiland wachsen, als auch für diejenigen, die im Topf wachsen. Mulch hat viele Vorteile: Feuchtigkeit wird im Boden länger gespeichert und unter der Mulchschicht kann sich ein aktives Bodenleben entwickeln. Zudem wird die Erde vor Erosion geschützt und wird im Sommer nicht so hart und trocken.
Zum Mulchen kommen unterschiedliche Materialien in Frage. Du kannst beispielsweise getrockneten Rasenschnitt, Stroh, gesundes Laub, halbreifen oder reifen Kompost, Hornspäne oder Schafwolle verwenden. Hier findest du viele weitere nützliche Infos und Tipps zum Thema “Mulchen”.
Eichenlaub enthält besonders viel Gerbsäure und ist besonders gut als Mulchmaterial für Pflanzen geeignet, die leicht saure Erde mögen. Dazu zählen unter anderem alle Hortensiensorten und Blaubeeren.
Die Rispenhortensie als Hochstamm gießen
Rispenhortensien sind recht durstige Gewächse und müssen besonders bei anhaltender Trockenheit regelmäßig gewässert werden. Hat die Pflanze Durst, zeigt sie es dir ziemlich schnell, indem sie die Triebspitzen herabhängen lässt. Bei Hochstämmen kann es schneller passieren, dass die Pflanze trocken wird. Das liegt daran, dass das Wasser einen weiteren Weg von der Wurzel zur Krone zurücklegen muss. Zudem ist die Krone durch die erhöhte Lage exponierter und bekommt mehr Sonne ab.
Wächst deine Hortensie im Freiland, solltest du sie bei längerer Trockenheit oder wenn du sie gerade erst eingepflanzt hast, alle 1 bis 2 Tage gießen. Im Kübel oder Topf kann das besonders im Hochsommer sogar 1 bis 2 Mal täglich der Fall sein. Da Hortensien keinen Kalk vertragen, solltest du sie mit Regenwasser gießen. Steht dir keines zur Verfügung, kannst du Leitungswasser in eine Kanne gießen und über Nacht stehen lassen, damit der Kalk zu Boden sinkt.
Gieße immer morgens oder alternativ in den frühen Abendstunden und immer von unten. Achte darauf, dass das Laub und der Stamm nicht mit Wasser benetzt werden. Dadurch kann Sonnenbrand auf den schönen Blättern und Blüten begünstigt werden.

Überschüssiges Gieß- und Regenwasser sammelt sich im Untersetzer und sollte zeitnah weggeschüttet werden, um Staunässe zu vermeiden.
Die Rispenhortensie als Hochstamm düngen: Womit?
Da die Rispenhortensie schnell wächst und Energie braucht, um ihre prächtigen Blütenrispen auszubilden, musst du sie dementsprechend düngen.
Du kannst einen Langzeitdünger oder einen Flüssigdünger verwenden. Langzeitdünger haben den Vorteil, dass du sie gleich bei der Pflanzung in die Erde mischen kannst und danach so gut wie keine Arbeit mehr hast. Die Nährstoffe werden nach und nach freigesetzt und eine Überdüngung ist praktisch ausgeschlossen. Du kannst zu einem organischen Universal Langzeitdünger oder reifem Kompost greifen.
Flüssigdünger wird über das Gießwasser verabreicht und wirkt hingegen sofort. Er kann sehr gezielt verabreicht werden, muss aber auch häufiger gegossen werden. Hast du dein Hortensien-Stämmchen in einen Kübel gepflanzt, solltest du mit der Düngergabe 8-12 Wochen warten, da Pflanzerden aus dem Handel in der Regel vorgedüngt sind.
Wann und wie oft muss ich meine Hochstamm-Hortensie düngen?
Gedüngt wird ab März zu Beginn der Wachstumsphase, bis September. Danach sollten keine Dünger mehr verabreicht werden, damit sich die Hortensie auf die Winterruhe einstellen kann.
Verwendest du einen Langzeitdünger, kannst du ihn bei einer Pflanzung im Frühling in die Erde mischen und im Juni oder Juli ein weiteres Mal düngen. Arbeite dafür den Dünger oberflächlich in das Substrat ein. Flüssigdünger wird im Abstand von 2 bis 3 Wochen über das Gießwasser verabreicht.
Kann ich meine Hochstamm-Hortensie mit Kaffee düngen?
Kaffeesatz senkt den pH-Wert im Boden, was alle Hortensien gerne mögen. Als alleiniger Dünger reicht er zwar nicht aus, ist aber eine sehr gute Ergänzung und kann zwischen Frühling und Herbst im Abstand mehrerer Wochen ausgebracht werden. Lasse den Kaffeesatz gut trocknen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Verteile ihn anschließend im Wurzelbereich und arbeite ihn oberflächlich in die Erde ein.

Organischer Langzeitdünger ist eine gute Wahl. Gebe ihn entweder bei der Pflanzung ins Substrat oder arbeite ihn oberflächlich in die Erde ein.
Rispenhortensie als Hochstamm schneiden
Damit deine Rispenhortensie als Hochstamm eine schön buschige und verzweigte Krone entwickelt und ihre herrlichen, großen Blütenrispen ausbilden kann, muss sie richtig zurückgeschnitten werden. Verwende für den Rückschnitt immer sauberes und scharfes Werkzeug.
Wichtig: Auch wenn die Bauernhortensie eng mit der Rispenhortensie verwandt ist, wird sie völlig anders geschnitten. Ein falscher Schnitt führt im schlimmsten Fall dazu, dass die Blüte ausfällt. Hier kannst du nachlesen, wie die Bauernhortensie richtig geschnitten wird.
Wann und wie schneide ich die Rispenhortensie als Hochstamm zurück?
Alle Rispenhortensien sind sehr schnittverträglich und müssen kräftig zurückgeschnitten werden. Da sie am neuen Holz blühen, ist es wichtig, sie möglichst zeitig im Frühjahr zurückzuschneiden. Wähle dafür einen frostfreien und trockenen Tag im Februar oder Anfang März.
Die Triebe der Krone können radikal gekürzt werden. Dies regt einen besonders kräftigen Neuaustrieb bei der Pflanze an. Schneide die äußeren Triebe so weit zurück, dass 2 bis 3 Augen stehen bleiben. In der Mitte kannst du die Triebe etwas länger stehen lassen und dadurch eine gleichmäßig runde und verzweigte Wuchsform erzielen. Wenn die Hortensie am Stamm oder an der Wurzelbasis austreibt, solltest du die Triebe direkt an der Basis entfernen, damit die Pflanze ihre Kraft weiterhin in die Krone lenkt und der Stamm schön gerade weiter wächst.
Der Erhaltungsschnitt an der Rispenhortensie als Hochstamm
Damit das Hortensien-Stämmchen eine schöne Form behält und mit der Zeit nicht zu dicht wird, musst du sie regelmäßig auslichten. Entferne kranke, tote oder beschädigte Äste, indem du sie direkt an der Basis entfernst. Auch schwache Triebe und solche, die quer ins Kroneninnere wachsen, sollten herausgeschnitten werden. So stellst du sicher, dass die Krone immer gut durchlüftet wird und Krankheiten und Schädlinge sich nicht einschleichen.
Da sich immer zwei Knospen gegenüberliegen, verdoppelt sich die Anzahl der neuen Austriebe mit jedem Schnitt. Wird die Krone zu dicht, dann entferne immer den schwächeren oder nach innen wachsenden Trieb einer Astgabel.
Rispenhortensie als Hochstamm überwintern
Rispenhortensien-Stämmchen sind winterhart und kommen problemlos mit Schnee, Eis und tiefen Temperaturen zurecht. Wächst deine Hortensie im Topf oder Kübel, braucht sie jedoch einen Winterschutz. Frost kann bei Pflanzen, die im Kübel wachsen, von allen Seiten in die Wurzeln eindringen und diese schädigen. Bei Rispenhortensien als Hochstamm, die im Freiland wachsen, ist in den ersten 1 bis 2 Standjahren ebenfalls ein leichter Schutz empfehlenswert. Wenn die Pflanzen später älter und gut etabliert sind, kommen sie ganz ohne Frostanzug zurecht.
Rispenhortensie als Hochstamm im Kübel überwintern
Ein Frostschutz für die Rispenhortensie ist im Nu angebracht. Dazu brauchst du nur ein Vlies, z.B. aus Jute, Material zum Festbinden und etwas Füllmaterial. Bringe die Rispenhortensie zum Überwintern am besten an einen Ort, wo sie vor zu viel Regen geschützt ist, um Staunässe zu vermeiden.
Umwickele zuerst den Topf locker mit dem Vlies. Alternativ geht auch Luftpolsterfolie. Fülle anschließend die Hohlräume locker mit dem Füllmaterial auf. Dazu eignen sich beispielsweise trockenes Laub oder Stroh gut. Achte darauf, das Material ganz locker aufzuschichten, damit sich kein Schimmel bilden kann. Die Luft in den Hohlräumen sorgt zudem für die Isolierung. Fixiere das Ganze am Ende mit einer Schnur oder Wäscheklammern. Um der Rispenhortensie einen warmen Fuß zu geben, kannst du eine Holz- oder Styroporplatte unter den Topf legen. Zum Abschluss kannst du den Wurzelbereich der Pflanze noch mit etwas Reisig oder Tannenzweigen abdecken.
Rispenhortensie als Hochstamm im Freiland überwintern
Wächst deine Rispenhortensie im Freiland und ist noch jung, braucht sie nur einen leichten Schutz. Decke dafür den Wurzelbereich der Pflanze und die Basis der Triebe locker mit etwas Laub, Reisig oder Stroh. Decke diese Schicht mit einem Jutevlies oder Tannenzweigen ab, damit der Wind das Isoliermaterial nicht wegwehen kann - fertig. Wenn im Frühling keine super strengen Fröste mehr drohen, kannst du den Frostschutz entfernen.
In sehr rauen Lagen solltest du den Stamm und die Krone ebenfalls mit einem Vlies abdecken, sobald sich sehr niedrige Temperaturen ankündigen. An milden und trockenen Tagen kannst du das Vlies temporär entfernen, damit die Pflanze gut durchlüftet wird.
Krankheiten und Schädlinge an der Rispenhortensie als Hochstamm
Grundsätzlich sind alle Rispenhortensien robust gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Bei ungünstiger Witterung können sowohl der Echte als auch der Falsche Mehltau auftreten. Hier findest du eine detaillierte Anleitung, wie du die Pilze schnell und einfach wieder in den Griff bekommst.
Schnecken und Blattläuse laben sich gerne an dem saftigen grünen Laub der Rispenhortensie. Wenn es viel regnet, solltest du also ein Auge nach den Schleimern offen halten und sie regelmäßig absammeln. Auch Schneckenzäune, ein Ring aus Kaffeesatz oder Schafwolle sollen Schnecken abhalten, in der Praxis haben sich diese Methoden jedoch leider nicht bewährt. Der große Vorteil eines Hochstämmchens: Schnecken und Co. haben eine weiteren Weg und erreichen das Laub nicht so schnell.
Blattläuse kannst du ganz einfach entfernen, indem du sie mit dem Gartenschlauch abspülst. Hier findest du noch weitere Tipps und Tricks, wie du die kleinen Krabbler los wirst.
Freunde von Hedwig
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