Der Mini Olivenbaum
Ein Mini-Olivenbäumchen bringt ein kleines Stück Mittelmeer auf den Balkon oder die Terrasse. Obwohl die Pflanze so klein ist, handelt es sich botanisch um eine „richtige“ Olive, die bereits alt genug ist, um Früchte tragen zu können. Gerade diese Kombination aus Charakterbaum und kompakter Größe macht sie besonders reizvoll.
Wer ihr viel Licht, einen luftigen Platz und etwas Aufmerksamkeit beim Schnitt schenkt, bekommt eine langlebige Pflanze, die mit den Jahren immer schöner wird.
Der immergrüne Olivenbaum (Olea europea) gehört zur Pflanzenfamilie der Ölbaumgewächse. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Asien, mittlerweile verbinden wir die Olive aber vor allem mit dem Mittelmeerraum. Der Baum zeichnet sich durch seinen knorrigen Stamm und die silbergrauen Blätter aus.
Die Mini Olive ist keine junge Pflanze, die erst noch groß werden würde, sondern ein bereits älteres Exemplar, das gezielt klein gehalten wurde und auch klein bleibt. Solche Pflanzen entstehen durch langsames Wachstum und regelmäßige Formpflege.
Ein Olivenbaum ist auch ein tolles Geschenk, zum Beispiel zur Hochzeit oder zum Geburtstag. Wie alle Pflanzen steht er symbolisch für Wachstum und Vitalität. Die Olive ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und hat daher viele Bedeutungen. Der Baum steht unter anderem für Frieden und Wohlstand.
Hast du Lust auf einen eigenen Olivenbaum in deinem Garten oder auf deinem Balkon? Hier findest du alle Infos, die du zum Kauf eines Olivenbaums brauchst.
Die Olive im Jahresverlauf
Olivenbäume können sehr alt werden, man hat also viele Jahre Freude daran. Im Frühling treibt der Olivenbaum nach seiner Winterruhe neu aus.
Olivenbäume blühen von April bis Juni. Anschließend bilden sich aus den Blüten kleine Früchte.
Mini Olive: Standort und Boden
Standort: sonnig, warm
Boden: locker, sandig-steinig, nährstoffarm und trocken
Der Olivenbaum kann hierzulande in den meisten Regionen nur in einem Topf wachsen, da er sehr kalte Winter im Freiland nicht übersteht. Nur in sehr milden Regionen kann er auch ins Freiland gepflanzt werden. Da das Bäumchen so klein ist, kommt er im Freiland aber kaum zur Geltung und steht meistens zu schattig. Daher empfehlen wir die Pflanzung in einen Topf. Er braucht einen sonnigen, warmen und leicht geschützten Standort. Ein laues Lüftchen kann aber gerne durch seine Zweige wehen.
Welche Erde für den Olivenbaum?
In ihrer mediterranen Heimat wächst der Olivenbaum meist auf kargen Untergründen. Daher kannst du dir vielleicht schon denken, welche Erde er auch hierzulande bevorzugt: eine eher nährstoffarme Erde, gerne mit sandig-steinigen Anteilen. Ideal ist eine spezielle Erde für mediterrane Pflanzen.
Ein Olivenbaum als Zimmerpflanze?
Als reine Zimmerpflanzen werden Olivenbäume auf Dauer in den meisten Fällen leider nicht glücklich. Sie brauchen viel Licht und am besten die direkte Sonne. Wintergärten mit großen Fenstern sind noch am ehesten geeignet. In vielen Wohnungen ist die Lichtsituation jedoch nicht ideal. Das schwächt und stresst die Pflanzen, die als Reaktion darauf ihre Blätter abwerfen und anfällig für Schädlinge werden.
Perfekt ist es, wenn an einem Standort drinnen für Durchzug gesorgt werden kann, denn der Olivenbaum ist ein Selbstbefruchter. Die Bestäubung der Blüten erfolgt dabei durch den Wind.
Olivenbaum pflanzen
Du kannst deinen Olivenbaum rund ums Jahr kaufen und in einen Topf pflanzen. Olivenbäume stehen beim Kauf oft in lehmiger Erde. Das liegt daran, dass sie zum Beispiel in Italien aufgewachsen sind und dann erst zu uns nach Deutschland transportiert werden. Es handelt sich also um einen Erdboden, der für unser Klima nicht typisch ist, was einige Nachteile mit sich bringt. Lehmboden kann Wasser sehr gut speichern, was gut ist, wenn es nur selten regnet. Bei uns regnet es hingegen viel öfter und die Gefahr von Staunässe steigt. Außerdem ist lehmige Erde im Winter oft sehr kalt und das darin gespeicherte Wasser kann bei Frost gefrieren.
Das heißt, dass du einen Olivenbaum am besten direkt nach dem Kauf in eine andere Erde umpflanzen solltest.
Einen Olivenbaum pflanzen - Das brauchst du:
- einen Topf (etwas größer als der vorherige)
- eine kleine Gartenschaufel
- lockere Erde (mehr Infos unter "Standort und Boden")
- Drainagematerial
- etwas Dünger
1. Das passende Pflanzgefäß für deinen Olivenbaum
Als Daumenregel kannst du dir merken, dass ein neuer Topf für die Mini Olive immer ungefähr um 4 cm im Durchmesser wachsen sollte. Das entspricht zwar lediglich 2 cm rund um den Wurzelballen und klingt erstmal wenig, ist für den Olivenbaum aber vollkommen ausreichend.
Der Kübel braucht unbedingt Abzugslöcher für überschüssiges Gieß- und Regenwasser. Warum das so wichtig ist, erklären wir unter "Pflege, Gießen und Düngen" genauer. Falls dein absoluter Lieblingstopf keine Abflusslöcher hat, kannst du die Olive in einen zusätzlichen, inneren Topf pflanzen und zum Gießen aus dem Übertopf herausnehmen. Stelle den Baum erst wieder in den Übertopf, wenn das gesamte Wasser abgelaufen ist. Das ist aber nur an einem vor Regen geschützten Standort zu empfehlen!
Der Olivenbaum ist ein Flachwurzler. Das heißt, dass seine Wurzeln nicht tief in die Erde wachsen. Ein passender Topf muss daher nicht so hoch sein, aber ausreichend breit.
2. Die Drainageschicht - Für trockene Füße
Zunächst kannst du dein Pflanzgefäß vorbereiten, indem du eine etwa handbreite Drainage-Schicht anlegst. Das bedeutet, dass grober Kies oder Blähtonkugeln auf dem Topfboden verteilt werden, anstatt sofort Pflanzerde einzufüllen. Das Ziel der Drainage ist, dass die Abflusslöcher des Topfes nicht verstopfen, damit das Wasser gut abfließen kann. Würdest du den Topf direkt mit Erde füllen, können sich die Löcher damit zusetzen und die Gefahr von Staunässe ist hoch. Praktisch ist zudem noch eine wasserdurchlässige Trennung zwischen Drainagematerial und Erde, zum Beispiel mit einer Lage Gartenvlies oder speziellem Drainagevlies. So ist es später beim Umtopfen einfacher, das Drainagematerial wiederzuverwenden.
3. Erde einfüllen und düngen
Möchtest du einen Langzeitdünger verwenden, dann kannst du ihn praktischerweise gleich mit der Pflanzerde vermengen. Eine spätere Gabe von Langzeitdünger ist auch möglich, aber dann kann er nur oberflächlich ins Substrat eingearbeitet werden. Vermische also ggf. den Dünger mit der Erde.
Das Olivenbäumchen kannst du nun aus seinem bisherigen Topf heben und ein wenig von der alten Erde entfernen. Die Wurzeln sollten dabei nicht beschädigt werden. Ist die Erde zu hart, kannst du den ganzen Wurzelballen auch für einige Stunden in einen Eimer mit Wasser stellen.
Setze den Baum mittig in den Topf und halte ihn mit einer Hand fest, während du die Pflanzerde rund um den Wurzelballen verteilst. Der Olivenbaum muss genauso tief gepflanzt werden, wie er zuvor in der Erde stand. Drücke die Erde zwischendurch etwas fest, aber nicht zu stark.
Als Abschluss wird dein Olivenbaum angegossen. Dazu kannst du ihm eine ordentliche Portion Wasser gönnen.
Noch mehr detaillierte Infos zur Pflanzung und zum Umtopfen des Olivenbaums findest du hier.
Olivenbaum pflegen, gießen und düngen
Olivenbaum Pflege
Ein junger Mini Olivenbaum sollte in den ersten Jahren etwa alle 2 - 3 Jahre in einen etwas größeren Topf umziehen. Es kommt darauf an, wie schnell dein Bäumchen wächst und das Substrat durchwurzelt. Es kann also sein, dass der Topf nicht jedes Mal größer werden muss. Bei älteren Bäumen reicht ein Umtopfen dann etwa alle 5 Jahre. Ein Umtopfen im Frühling, etwa im März oder April, ist sinnvoll, da der Baum dann direkt auf frische Nährstoffe zugreifen kann, wenn seine Wachstumsphase beginnt.
Den Olivenbaum gießen
Wie viel Durst dein Olivenbaum hat, hängt von der Jahreszeit ab. Im Winterquartier wird er kaum noch gegossen. Im Sommer braucht er vor allem bei hohen Temperaturen und viel Sonne regelmäßig Wasser, da viel Feuchtigkeit über die Blätter verdunstet. Allerdings sollte erst wieder gegossen werden, wenn die Erde bereits angetrocknet ist, und zwar nicht nur oberflächlich, sondern auch in einigen Zentimetern Tiefe. Als Faustregel gilt, dass vor dem nächsten Gießen die obersten 4 - 5 cm der Erde getrocknet sein sollten. Da man dies nicht auf den ersten Blick sehen kann, ist es hilfreich, einfach mal einen Finger in die Erde zu stecken und nachzuprüfen.
Ideal ist es, kräftige Regenschauer nachzuahmen: Gieße selten, aber dann kräftig und durchdringend.
Achtung, Staunässe!
Dauerhaft nasse Erde führt zu Schäden an den Wurzeln, die als Folge keine Nährstoffe, aber paradoxerweise auch kein Wasser mehr aufnehmen können. Staunässe erkennst du beim Olivenbaum an folgenden Symptomen:
- Die Blätter am Olivenbaum rollen sich ein
- Der Wassermangel führt dazu, dass sich die Blätter der Olive einrollen. Das kann natürlich auch ohne Staunässe passieren, zum Beispiel durch zu wenig Gießen oder überhitzte Kübel.
- Der Olivenbaum bekommt gelbe Blätter
- Eine Gelbfärbung der Blätter am Olivenbaum deutet auf einen Nährstoffmangel hin, meistens ist fehlender Stickstoff die Ursache. Das kann durch zu wenig Dünger passieren, aber eben auch durch Staunässe. Liegt keine Staunässe vor, solltest du deinen Baum umtopfen oder ggf. mit einem Direktdünger versorgen.
- Gelbe Blätter im Winter treten oft bei Lichtmangel auf. Stelle deinen Baum an einen helleren Standort.
- Falls sich nur einige Blätter gelb färben, kann es auch einfach sein, dass es sich um ältere Blätter handelt. Die Färbung und auch der Abwurf ist dann ganz normal.
Den Olivenbaum düngen
Der Olivenbaum benötigt zwar nicht so viele Nährstoffe wie andere Pflanzen, aber alleine von Luft und Liebe (und etwas Wasser) kann er leider auch nicht leben.
Es gibt zwei Hauptarten von Düngern, die du für die Versorgung der Olive verwenden kannst: organische und mineralische Dünger.
Mineralische Dünger werden industriell hergestellt und die Nährstoffe können von den Pflanzen direkt und schnell aufgenommen werden. Die Gefahr einer Überdüngung ist jedoch recht groß, wenn du die Angaben auf den Packungen nicht genau beachtest. Leidet dein Olivenbaum also bereits an einem Nährstoffmangel, können Mineraldünger helfen. Damit es aber gar nicht erst so weit kommt, ist eine ausgewogene Düngung mit organischen Düngemitteln zu empfehlen.
Es gibt flüssige organische Dünger, zum Beispiel unseren Bloomify Dünger für mediterrane Pflanzen.
Organische Dünger gibt es auch in Pelletform, wie unseren Bloomify Universaldünger. Dieser ist rein pflanzlich. Es gibt aber auch Pelletdünger auf Basis von Schafwolle oder auch Pferdemist. Auch Hornspäne und Kompost zählen zu den organischen Düngern. Sie alle geben ihre Nährstoffe nur langsam ab und versorgen die Pflanzen langfristig.
Praktisch ist es, direkt bei der Pflanzung oder beim Umtopfen einen Langzeitdünger unter die Erde zu mischen. Somit ist der Olivenbaum über die Wachstumsperiode schon mal grundlegend versorgt und kann zusätzlich noch ab und an mit einer extra Portion Dünger verwöhnt werden.
Wenn du noch mehr über das Düngen des Olivenbaums wissen möchtest, kannst du hier weiterlesen.
Olivenbaum schneiden
Der Schnitt spielt bei einem Mini-Olivenbäumchen eine zentrale Rolle, weil er die kompakte Form erhält und gleichzeitig für eine gleichmäßige, lichtdurchflutete Krone sorgt. Der beste Zeitpunkt ist das zeitige Frühjahr, kurz bevor der neue Austrieb richtig beginnt.
Dabei werden zu lange, dünne oder ungleichmäßig wachsende Triebe leicht eingekürzt. Äste, die nach innen wachsen oder sich gegenseitig reiben, können herausgenommen werden, damit Luft und Licht besser durch die Krone gelangen. Es ist sinnvoller, regelmäßig kleine Korrekturen vorzunehmen, statt selten radikal zu schneiden.
Da Oliven auch aus älterem Holz wieder gut austreiben, ist ein moderater Schnitt in der Regel unproblematisch. Ziel ist keine starre Form, sondern eine natürliche, harmonische Krone.
Oliven ernten, lagern und verarbeiten
Blütezeit der Olive
Unter sehr hellen Bedingungen kann das Mini-Olivenbäumchen im Frühsommer kleine, cremeweiße Blütenrispen bilden. Wenn diese bestäubt werden, entwickeln sich daraus kleine grüne, später dunklere Oliven. Die Bestäubung erfolgt dabei über den Wind und ein Bäumchen reicht aus, um Früchte ernten zu können. Bei zwei Pflanzen funktioniert die Bestäubung noch besser. Natürlich können sich unsere Bloomify Oliven auch gegenseitig bestäuben, da es sich beim großen Olivenbaum Olivia und auch beim kleinen, verzweigt wachsenden Olaf um die gleiche Art handelt.
Der Olivenbaum blüht nicht?
Es kann passieren, dass der Olivenbaum nicht blüht. Die Blütenbildung kostet die Pflanze viel Energie. Zeigen sich keine Blüten, kann es sein, dass der Olivenbaum nicht mit ausreichend Nährstoffen versorgt ist. Es kann außerdem sein, dass der Standort nicht ideal ist. Der Olivenbaum braucht so viel Sonne und Wärme wie möglich.
Ein weiterer Grund für ausbleibende Blüten ist eine ungünstige Überwinterung. Litt der Olivenbaum im Winter unter Stress, einem Schädlingsbefall oder kam es zu einem erheblichen Blattverlust, muss sich die Pflanze erstmal wieder regenerieren, bevor sie Blüten ausbilden kann.
Oliven ernten
Bei kleinen Pflanzen ist die Fruchtmenge meist gering, daher sind die Oliven eher ein dekoratives Extra. Trotzdem sind es echte, essbare Früchte.
Über den Herbst hinweg reifen die Früchte, so dass sie ab Mitte November schließlich geerntet werden können. Ob du schwarze oder grüne Oliven erntest, hat übrigens nichts mit der Sorte des Baumes zu tun. Die Farbe der Olive beschreibt lediglich ihren Reifegrad. Oliven sind zunächst grün, verfärben sich dann violett bis bräunlich und werden immer dunkler. Sind die Oliven ganz ausgereift, sind sie schwarz. Wann du sie erntest, hängt von deinem Geschmack ab: Grüne Oliven sind knackiger und schmecken fruchtig, schwarze Oliven sind weicher und haben ein würziges Aroma.
Schwarze Oliven, die man im Supermarkt findet, sind leider nicht immer voll ausgereift. Es ist gängige Praxis, unreife grüne Oliven einfach schwarz zu färben. Achte auf entsprechende Hinweise auf der Packung oder auf E-Nummern in der Zutatenliste.
Wann der optimale Erntezeitpunkt ist, hängt also ganz von deinem Geschmack ab. Die grünen Oliven, also die eigentlich noch unreifen, haben einen geringen Ölgehalt und sind dementsprechend kalorienärmer. Sie haben außerdem ein festeres Fruchtfleisch. Die schwarzen Oliven schmecken deutlich herber, sind dafür aber reicher an ungesättigten Fettsäuren.
Oliven verarbeiten
Oliven können leider nicht einfach so gegessen werden, da sie viele Bitterstoffe enthalten. Sie sind nicht giftig, aber extrem bitter und daher ungenießbar. Den Früchten müssen also erstmal die Bitterstoffe entzogen werden. Das klappt, indem sie in Salzwasser eingelegt werden.
Eine Salzlake enthält etwa 8 - 10 % Salz. Das heißt, dass 1 Liter Wasser mit 80 - 100 g Salz vermischt werden. Darin müssen die Oliven baden. Da die Bitterstoffe an das Wasser abgegeben werden, muss es regelmäßig erneuert werden.
Nach etwa 4 - 6 Wochen sind die Oliven entbittert. Wenn du die Oliven vor dem Einlegen an den Enden einritzt, geht der Prozess zwar schneller, die Früchte werden aber auch weicher. Du kannst sie zwischendurch immer mal wieder probieren, ob sie dir schon schmecken. Aber nicht wundern: Die Oliven schmecken in diesem Zustand noch nicht so richtig köstlich, denn sie werden danach noch mit Olivenöl, Knoblauch und verschiedenen Kräutern verfeinert, je nach Geschmack.
Du kannst entbitterte Oliven auch für längere Zeit in schwächerer Salzlake oder Öl lagern. Die Lagerung in Öl ist jedoch nicht ganz so einfach und birgt gesundheitliche Risiken, sodass offizielle Stellen davon abraten (zum Beispiel das Bundesinstitut für Risikobewertung und verschiedene Verbraucherzentralen). Eingelegt in Öl, solltest du die Oliven maximal eine Woche im Kühlschrank aufbewahren.
Bewahrst du die Oliven in Salzlake auf, müssen sie immer vollständig davon bedeckt sein. Dabei reichen etwa 30 bis 80 g Salz auf 1 Liter Wasser. Sie sind dann deutlich länger haltbar als in Öl eingelegt, sollten aber besser auch zeitnah verzehrt werden, da sie dann einfach besser schmecken.
Olivenbaum überwintern
Du kannst deinen Olivenbaum draußen oder drinnen überwintern.
Wir empfehlen die Überwinterung draußen, da die Pflanze dann einfach mehr Licht abbekommt und die Gefahr von einem Schädlingsbefall geringer ist. Kübelpflanzen brauchen draußen im Winter jedoch einen Frostschutz im Wurzelbereich, da die Erde schnell durchfrieren kann. Das schädigt die Wurzeln. Da das Wasser nicht mehr in flüssiger Form vorliegt, kann der Olivenbaum außerdem keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen.
Drinnen sollte das Winterquartier sehr kühl und sehr hell sein, ideal sind Temperaturen zwischen 3 und 10 Grad.
Alle detaillierten Infos zur Überwinterung des Olivenbaums findest du hier.
Übrigens: Den Winter nutzt das Bäumchen als Erholungspause und fährt seine Stoffwechselprozesse herunter. Auf Düngung sollte dementsprechend verzichtet werden und auch das Gießen wird zu einer seltenen Angelegenheit.
Dein Olivenbaum verliert Blätter?
Eine Überwinterung unter ungünstigen Bedingungen kann zu Unwohlsein bei der Olive führen: Um die nötige Winterpause einzulegen, braucht der Olivenbaum einen kühlen, hellen Standort und die Luft darf nicht zu trocken sein. Ist der Baum durch zu warme Temperaturen oder zu wenig Licht gestresst, kann es passieren, dass er alle Blätter abwirft. Keine Sorge: Auch ein kahles Bäumchen erholt sich meist wieder und treibt neu aus.
Ganz wichtig: Hat dein Olivenbaum im Winter viele Blätter verloren, musst du das Gießen stark reduzieren. Es findet ja keine Verdunstung über die Blätter mehr statt. Gieße nur noch wenig und entferne im Frühling abgestorbene Äste. Beginne erst wieder mit dem Düngen, wenn sich ein neuer Austrieb zeigt.
Auch Staunässe kann dazu führen, dass der Olivenbaum Blätter verliert. Kontrolliere also immer auch die Erde und ergreife ggf. Maßnahmen, um dein Bäumchen zu retten.
Krankheiten und Schädlinge am Olivenbaum
Der Olivenbaum ist zwar robust, aber auch er kann von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Das hat oft gar nichts mit falscher Pflege zu tun, sondern passiert häufig während der Überwinterung oder in feucht-warmen Sommern. Behalte deinen Olivenbaum also immer gut im Auge, um schnell zu handeln, falls ein Schädlingsbefall vorliegt.
Besonders Woll- bzw. Schmierläuse haben es auf das Laub der Olive abgesehen. In unserem Magazin findest du einen eigenen Artikel über die schonende Bekämpfung der Wollläuse.
Ameisen auf dem Olivenbaum deuten auf einen Befall von Wollläusen, aber auch von Schildläusen hin. Diese sondern den sogenannten Honigtau ab, der eine klebrige Schicht auf den Blättern bildet. Ameisen ernähren sich davon und sind selbst keine Schädlinge. Um sie zu vertreiben, müssen die Läuse bekämpft werden. Auch den Honigtau solltest du von den Blättern entfernen, da er ein guter Nährboden für einen Pilzbefall ist.
Spinnmilben hingegen sind nicht an Honigtau zu erkennen, sondern an ganz feinen Gespinsten an den Blättern der Olive. Schaust du genau hin, kannst du die winzigen Spinnentierchen in ihren Netzen herumkrabbeln sehen. Spinnmilben lieben trockene Luft und treten daher meist drinnen im Winterquartier auf. Besprühe deinen Olivenbaum regelmäßig mit Wasser und wische die Gespinste ab. Meistens hilft das schon, sodass kein Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln nötig ist.
Oliven: Inhaltsstoffe und Nährwerte
Oliven haben einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, vor allem die richtig reifen, schwarzen Oliven. Diese Fettsäuren sind sehr gesund - das macht auch das Olivenöl so wertvoll.
Oliven sind außerdem reich an Vitamin A, Folsäure, Kalzium und Eisen. Auch hier punkten die reifen Früchte wieder mit einem höheren Gehalt an diesen Stoffen.
Nährwerte je 100 g
| Kalorien | 115 kcal |
|---|---|
| Fett | 11 g |
| Kohlenhydrate | 6 g |
| Eiweiß | 0,8 g |
Freunde von Olivio
Fragen & Antworten zu unserer Mini Olive
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