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Die Japanische Stechpalme

Bei unserem Boris handelt es sich in Wirklichkeit gar nicht um den klassischen Buchsbaum, sondern um die Japanische Stechpalme. Sie wird im Gegensatz zum Buchsbaum nicht vom Buchsbaumzünsler befallen und bildet hübsche, weiße Blüten und schwarze Früchte aus. Der immergrüne Strauch lässt sich wunderbar in Form schneiden und macht als Hecke oder Formgehölz eine umwerfende Figur. Das macht ihn zur perfekten Buchsbaum-Alternative!

Hier bekommst du alle wichtigen Infos zur Pflanzung und Pflege deiner Japanischen Stechpalme.

Wenn es einen Preis für den perfekten immergrünen Strauch gäbe, würde dieser ganz sicher an die Japanische Stechpalme gehen. Sie lässt sich mindestens genauso gut wie der Buchsbaum in Form schneiden und macht als immergrüne, blickdichte Hecke, Solitärgehölz oder Beeteinfassung in jedem Garten eine hervorragende Figur. Ihre kleinen, glänzend dunkelgrünen Blätter erinnern auf den ersten Blick an den Buchsbaum, was sie zur rundum perfekten Alternative macht. Als wäre das nicht genug, zeichnet sie sich durch eine sehr hohe Winterhärte aus und ist absolut pflegeleicht.

Im Sommer trägt die Japanische Stechpalme kleine, weiß-gelbliche Blüten, die unauffällig, aber hübsch anzusehen sind. Sie werden von Insekten und auch Bienen angeflogen. Aus ihnen entwickeln sich später die schwarzen Beeren, die für uns Menschen zwar ungenießbar sind, Vögeln jedoch als Nahrung dienen.

Immergrüne Verwandlungskünstlerin aus Fernost

Die Japanische Stechpalme gehört zur Familie der Stechpalmengewächse (Aquifoliaceae) und stammt ursprünglich aus Japan, Korea und China. In unseren Gärten wächst sie als kleiner Strauch oder auch als mehrstämmiges Gehölz. Je nach Sorte kann sie zwischen 50 cm und 3 m hoch werden. Keine Sorge, unser Boris wird nur bis zu 150 cm hoch und lässt sich durch einen Schnitt problemlos auch kleiner halten.

Anders als die Europäische Stechpalme hat Ilex crenata aber keine Stacheln. Die Japanische Stechpalme hat einen langsamen und dicht verzweigten Wuchs, weshalb sie sich auch prima zur Pflanzung in einen Kübel oder großen Topf eignet. Du kannst sie nach Belieben in die Form schneiden, die dir am besten gefällt. Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt!

Egal, ob als Kugel oder schlanke Pyramide: Die Japanische Stechpalme macht immer eine gute Figur und du kannst sie nach Belieben in Form bringen.

Standort & Boden

Standort: sonnig bis halbschattig
Boden:
locker, humos, leicht sauer bis neutral

Die japanische Stechpalme liebt leicht saure Böden, ähnlich wie Hortensien, Blaubeeren und Rhododendren. Sie kommt jedoch auch problemlos mit jedem anderen Gartenboden zurecht. Der Boden sollte humos und zudem eher frisch sein und nicht zu stark austrocknen. Wenn du über einen sehr lehmigen und schweren Gartenboden verfügst, kannst du diesen mit grobem Sand, feinem Kies und/oder einer großzügigen Portion Kompost durchlässiger machen.

Da sie bis etwa -23 Grad winterhart ist, kannst du die Japanische Stechpalme problemlos direkt in den Garten pflanzen. Da sie eher langsam wächst und sich durch einen Rückschnitt problemlos klein halten lässt, ist sie auch super für den Topf geeignet.

Egal, wo deine Japanische Stechpalme wächst: Der Standort sollte nicht extrem heiß sein und der Boden über längere Zeit austrocknen. Ansonsten ist sie absolut anspruchslos und kommt mit fast jedem Standort gut zurecht.

Eine Mulchschicht sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit länger im Boden bleibt und du nicht so oft gießen musst. Das ist besonders bei Kübelpflanzen vorteilhaft.

Ein guter Nachbar für die Japanische Stechpalme ist unsere Blaubeere Bodo. Die Blaubeere mag leicht sauren “Waldboden”, den die Japanische Stechpalme auch gut verträgt. Die Pflanzen können gut mit kleinbleibender Heide kombiniert werden, die ebenfalls einen niedrigen pH-Wert der Erde bevorzugt. Aber auch Himbeeren, Hortensien oder Stachelbeeren sind sehr gut als Beetnachbarn geeignet.

Eine Japanische Stechpalme pflanzen

Zunächst ist es wichtig, den Wurzelballen genauer unter die Lupe zu nehmen, denn wenn er sehr verdichtet und hart ist, hat die Pflanze es sehr schwer, gut anzuwachsen. Hier findest du alle Infos darüber, wie du einen verdichteten Wurzelballen richtig auflockerst.

Du brauchst:

  • eine kleine Gartenschaufel oder einen Spaten
  • etwas Dünger, am besten organischer Langzeitdünger oder Kompost
  • ggf. ein Pflanzgefäß und Erde

Du kannst die Japanische Stechpalme gleich bei der Pflanzung mit Langzeitdünger oder Kompost versorgen. Dieser wird unter die Erde gemengt oder oben aufgestreut und leicht eingearbeitet.

Wann werden Japanische Stechpalmen gepflanzt?

Ilex crenata kann rund ums Jahr gepflanzt werden, wenn es nicht gerade brütend heiß oder der Boden gefroren ist. Je wärmer es ist, desto wichtiger ist eine gute Wasserversorgung für den frisch gepflanzten Strauch.

Die Japanische Stechpalme als Buchs-Ersatz ist eine tolle Idee, denn der Buchsbaumzünsler lässt sie links liegen. Zudem bildet sie schwarze Früchte, die Vögeln als Nahrung dienen können.

Eine Japanische Stechpalme einpflanzen: So wird’s gemacht

Pflanzung in einen Kübel

Aus dem Topf muss unbedingt überschüssiges Gießwasser ablaufen können. Alternativ geht auch ein Übertopf, aus dem das Wasser entfernt werden kann, wenn zu viel gegossen wurde oder es stark geregnet hat.

Um Staunässe zu vermeiden, ist es außerdem sinnvoll, unten in dein Pflanzgefäß eine Schicht Kieselsteine, Blähtonkugeln oder Tongranulat zu schichten. Darüber kommt so viel Pflanzerde, bis die richtige Höhe erreicht ist: Die Japanische Stechpalme wird genauso tief gesetzt, wie sie auch zuvor in der Erde stand. Setze die Pflanze mit einer Hand mittig in den Topf und fülle die übrigen Hohlräume mit Erde auf. Drücke diese zwischendurch immer mal wieder leicht fest.

 

Wie groß muss der Topf für die Japanische Stechpalme sein?

In den ersten Jahren kann der Topf für Ilex crenata ruhig etwas kleiner sein. Zu klein sollte er aber auch nicht sein, da der Strauch ein Flachwurzler ist und die Wurzeln daher eher in die Breite und nicht in die Tiefe wachsen. Mindestens 25 cm Topfdurchmesser sind für den Anfang gut geeignet. Wenn du mehr Platz hast, kannst du auch gleich mit Töpfen mit 30 cm Durchmesser starten.

Pflanzung ins Freiland

Im Freiland fügt sich die Japanische Stechpalme wunderbar in unterschiedliche Bereiche ein. Du kannst sie als Beeteinfassung nutzen, aber auch, um Lücken zu füllen oder Akzente zu setzen.

Lockere die Erde am gewünschten Standort gründlich auf und hebe mit einem Spaten ein Loch aus, das etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen ist. Achte darauf, dass es nicht zu tief ist. Setze die Pflanze mittig ins Pflanzloch und fülle es etwa zur Hälfte mit der ausgehobenen Erde. Drücke diese leicht an und fülle das Loch komplett auf. Ist noch Erde übrig, so kannst du daraus einen kleinen "Deich" rings um die Pflanze formen, der sorgt beim Angießen dafür, dass das Wasser nicht so schnell abläuft. Angießen bedeutet, dass du der neu gepflanzten Stechpalme erstmal eine kräftige Portion Wasser gönnst. Sackt die Erde durch das Angießen ab, fülle noch etwas neue Erde auf.

Kann ich die Japanische Stechpalme als Hecke pflanzen?

Ja, Ilex crenata als immergrüne Hecke funktioniert wunderbar. Als Hecke solltest du mehrere Pflanzen in einem Abstand von 20–30 cm setzen, je nachdem, wie schnell die Hecke dicht werden soll.

Japanische Stechpalmen können super im Topf oder Kübel wachsen. Es reicht, wenn der neue Topf etwa 2 bis 4 cm größer im Durchmesser ist, als der neue Topf. .

Eine Japanische Stechpalme pflegen, gießen & düngen

Allgemeine Pflege

Ilex crenata ist recht pflegeleicht. Am wichtigsten sind ein heller bis halbschattiger Standort und ausreichend Wasser. Ein jährlicher Schnitt hält den Buchsbaum-Ersatz in Form und sorgt dafür, dass dieser dicht verzweigt und kompakt wächst. Du kannst deiner Fantasie dabei freien Lauf lassen und den Strauch in die Form bringen, die dir am besten gefällt.

 

Wie pflege ich eine Japanische Stechpalme im Topf?

Eine Japanische Stechpalme im Topf braucht ein kleines bisschen mehr Aufmerksamkeit, da die Erde einfach schneller austrocknet als im Freiland. Sie muss jedoch nicht jährlich umgetopft werden, da sie so langsam wächst. Alle paar Jahre kannst du ihr einen etwas größeren Topf mit frischer Erde gönnen.

Die Japanische Stechpalme gießen

Japanische Stechpalmen möchten nicht über längere Zeit trocken stehen und mögen ein Substrat, das immer frisch bis leicht feucht, aber nicht nass ist. Eine Japanische Stechpalme im Topf musst du daher regelmäßig gießen, damit die Erde nicht über längere Zeit austrocknet. Achte darauf, dass keine Staunässe entsteht und das Gieß- und Regenwasser schnell aus dem Topf abfließen kann.

Auch im Freiland kann es zu Beginn nötig sein, dass du junge Japanische Stechpalmen in warmen Sommern gießen musst, wenn es längere Zeit nicht regnet.

Eine Mulchschicht sorgt dafür, dass die Erde die Feuchtigkeit besser halten kann. Daher ist Mulchen eine super Sache, zum Beispiel mit Rindenmulch. Eine Mulchschicht ist auch im Topf möglich und sehr sinnvoll.

Aber auch im Winter darfst du nicht vergessen, die immergrüne Pflanze zu gießen, wenn sie an einem regengeschützten Ort steht. Da sie ihr Wachstum zurückfährt, benötigt sie jetzt jedoch weniger Wasser als zur Hauptwachstumszeit. Es gilt im Winter: Besser etwas zu trockene Erde als zu nasse, damit sich kein Schimmel bilden kann.

Die Japanische Stechpalme düngen

Die Japanische Stechpalme hat keinen besonders hohen Nährstoffbedarf und muss nicht stark gedüngt werden. Die Versorgung mit einem organischen Langzeitdünger ist ideal, da eine Überdüngung so ausgeschlossen ist. Auch eine Düngung im Frühjahr mit Kompost eignet sich gut. Da sie ein leicht saures Substrat mag, kannst du Ilex crenata auch mit Dünger für Hortensien oder Blaubeeren düngen. Nach August sollte keine Düngung mehr erfolgen, damit sich die Pflanze auf den Winter vorbereiten kann.

 

Japanische Stechpalme mit Kaffeesatz düngen

Die Japanische Stechpalme kann in ganz normale Erde gepflanzt werden, die auch gerne etwas sauer sein darf. Sie mag einen zu hohen pH-Wert des Bodens nicht. Düngen mit Kaffeesatz ist daher eine super Sache, da Kaffee den pH-Wert auf Dauer etwas senken kann. Du kannst auch ab und an etwas Kaffee oder schwarzen Tee mit Wasser verdünnen und die Japanische Stechpalme damit gießen.

Langzeitdünger in Pellett-Form ist sehr gut geeignnet, um die Japanische Stechpalme zu düngen.

Japanische Stechpalme schneiden

Ilex crenata ist sehr schnittverträglich und eignet sich hervorragend für einen Formschnitt.

Abgestorbene Triebe kannst du das ganze Jahr über entfernen und durch diesen Erhaltungsschnitt dafür sorgen, dass sie sich gut entfaltet und der Strauch ausreichend belüftet wird. In der Zeit zwischen Mai und September kannst du zwei Formschnitte durchführen, damit sich eine dicht verzweigte und gleichmäßige Krone bilden kann. Schneide dazu das erste Mal kurz nach dem Neuaustrieb (Mai/Juni) und ein weiteres Mal vor dem Herbst (August/September).

Schneide lieber öfter kleine Mengen als einmal radikal.

Für den Schnitt kannst du eine scharfe Heckenschere mit langer Klinge oder eine elektrische Heckenschere benutzen. Schneide lieber weniger auf einmal zurück und taste dich vorsichtig an die von dir gewünschte Form heran. Nutze immer sauberes und scharfes Schneidewerkzeug. Wähle einen trockenen und leicht bedeckten Tag für den Schnitt aus.

Ilex crenata ist hervorragend für Formschnitte aller Art geeignet. Eine perfekte Kugel ist in wenigen Minuten geschnitten.

Japanische Stechpalme vermehren

Japanische Stechpalmen lassen sich super einfach durch Stecklinge vermehren. Schneide im Sommer halb verholzte Triebe ab. Sie sollten etwa 10 bis 15 cm lang sein. Entferne die unteren Blätter und stecke die Zweige in kleine Töpfe mit Anzuchterde. Halte diese gleichmäßig feucht und stelle sie an einen hellen, warmen Ort. Nach einigen Wochen haben sich die ersten Wurzeln gebildet und du kannst die Pflanzen umsetzen.

Du kannst die Stecklinge auch sofort im Freiland in die Erde stecken. Wenn du auf eine ausreichende Bewässerung achtest, sollten sie auch bei dieser Variante bald Wurzeln schlagen. Alternativ kannst du die Zweige in ein Glas mit Wasser stellen, welches nur den unteren Bereich ohne Blätter bedeckt. Wechsele das Wasser regelmäßig und pflanze die Stecklinge ein, sobald sich Wurzeln gebildet haben.

Eine Japanische Stechpalme überwintern

Japanische Stechpalmen sind winterhart und vertragen Temperaturen bis –20 °C und mehr. Junge Pflanzen solltest du im ersten Winter aber noch mit etwas Reisig und Laub schützen. Kübelpflanzen sind grundsätzlich empfindlicher: Stelle sie an einen geschützten Platz und wickle den Topf mit Jute oder Vlies ein, damit die Wurzeln nicht durchfrieren. Steht deine Japanische Stechpalme an einem regengeschützten Ort, musst du sie ab und zu leicht wässern. Gedüngt wird Ilex crenata im Winter nicht.

Die Japanische Stechpalme ist immergrün und behält ihr hübsches Laub auch im Winter.

Krankheiten und Schädlinge an der Japanischen Stechpalme

Ilex crenata ist robust und wird nur selten von Krankheiten oder Schädlingen geplagt. Es kann in seltenen Fällen zu Chlorose kommen, welche bei zu kalkhaltigem Boden entstehen kann. Abhilfe schafft Hortensien- oder Blaubeererde, die Oberflächlich ins Substrat rund um die Pflanze eingearbeitet wird. Auch ein Eisenpräparat kann helfen. Im Sommer können Spinnmilben oder Blattläuse auftreten. Sie lassen sich aber durch Abspritzen mit Wasser oder biologische Mittel einfach und schnell bekämpfen. Wurzelfäule kann auftreten, wenn Staunässe vorliegt. Diese sollte unbedingt vermieden werden. Kontrolliere bei Topfpflanzen die Untersetzer vor allem nach Starkregen und schütte bei Bedarf stehendes Wasser weg.

Hier findest du Fragen und Antworten zu unserem Boris

Bei unserem NewBux handelt es sich um Ilex crenata, auch als Japanische Stechpalme bekannt. Der Name passt nicht so richtig, denn es handelt sich weder um eine Palme, noch sticht sie. Der NewBux sieht dem Buchsbaum optisch zum Verwechseln ähnlich. Er hat die gleichen runden Blätter und lässt sich ebenso gut in Form schneiden.

Der Buchsbaum wird hierzulande leider zunehmend von einem Schädling befallen, dem Buchsbaumzünsler. Das ist ein kleiner Falter, dessen Raupen Buchsbaumsträucher kahl fressen. Der NewBux ist uninteressant für den Zünsler, da es sich um eine ganz andere Pflanze handelt.

Ja, im Frühjahr blüht die Pflanze und bieten Bienen und anderen Insekten Pollen und Nektar. Aus den Blüten entwickeln sich zudem Beeren, die für Menschen zwar unverträglich sind, aber gerne von Vögeln verspeist werden.

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