Der Spinat
Spinat wächst super schnell und ist eines der unkompliziertesten Blattgemüse im Garten. Daher ist er ein perfekter Einstieg für alle, die Lust aufs Gärtnern haben. Er braucht wenig Platz und schenkt dir schon früh im Jahr frische, zarte Blätter. Gleichzeitig ist Spinat erstaunlich vielseitig und lässt sich roh, gedünstet oder in vielen Gerichten verwenden.
Lass uns gemeinsam anschauen, worauf es beim Anbau und der Pflege von Spinat ankommt.
Der Echte Spinat (Spinacia oleracea) gehört zur Pflanzenfamilie der Fuchsschwanzgewächse und ist damit enger mit Mangold und Roter Bete verwandt als mit Salat. Die Pflanze bildet eine flache Rosette aus dunkelgrünen Blättern, die je nach Sorte glatt oder leicht gekräuselt sein können. Die Blätter sind weich bis mittelkräftig und wirken insgesamt frisch und saftig.
Spinat liebt milde Temperaturen im Frühling und Herbst und wächst dann besonders gut. Wird es dagegen zu warm, schießt er schnell in die Höhe, bildet Blüten und wird bitter. Dann ist die Ernte vorbei. Unter guten Bedingungen wächst Spinat erstaunlich schnell und kann oft schon nach sechs bis acht Wochen geerntet werden. Durch seine kompakte Wuchsform eignet er sich außerdem sehr gut für Hochbeete, Mischkulturen und sogar für Balkonkästen.
Macht Spinat stark?
Spinat gilt seit Langem als besonders „starkmachend“, vor allem wegen seines Eisengehalts. Dieser Ruf geht allerdings auf einen alten Rechenfehler zurück, bei dem der Eisengehalt von Spinat versehentlich um ein Zehnfaches überschätzt wurde. Tatsächlich enthält Spinat zwar Eisen, aber nicht außergewöhnlich viel mehr als viele andere Gemüsesorten. Trotzdem ist Spinat durchaus gesund, weil er viele wertvolle Nährstoffe wie Folsäure, Vitamin C, Beta-Carotin und Magnesium liefert. Er macht also nicht übermenschlich stark, ist aber ein sehr guter Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
Spinat: Standort und Boden
Spinat mag einen hellen bis sonnigen Standort, kommt aber auch mit leichtem Halbschatten gut zurecht. Das ist besonders im Frühjahr und Herbst hilfreich, wenn die Sonne noch nicht so stark ist. Im Hochsommer wächst Spinat dagegen schlecht, weil ihm die Hitze nicht bekommt.
Der Boden sollte locker, humos und gleichmäßig feucht sein. Am besten eignet sich eine nährstoffreiche, gut durchlässige Gemüseerde, zum Beispiel gekaufte Komposterde aus dem Sack. Staunässe solltest du vermeiden, da Spinat darauf empfindlich reagiert und die Wurzeln leicht faulen können.
Wenn dein Gartenboden sehr schwer oder lehmig ist, arbeite vor der Aussaat etwas Komposterde ein. Dadurch wird der Boden lockerer und speichert Wasser besser.
Gute Nachbarn: Erdbeeren, Möhren, Radieschen, Kohlrabi, Salat, Erbsen,Bohnen
Schlechte Nachbarn: Rote Bete, Mangold, Lauch, Knoblauch, Zwiebeln
Spinat aussäen
Direktsaat
Spinat wird in der Regel direkt ins Beet gesät. Eine Voranzucht ist zwar möglich, aber meist nicht nötig, weil Spinat zuverlässig keimt und schnell wächst.
Die Frühjahrsaussaat erfolgt von März bis April, die Herbst- beziehungsweise Spätsommeraussaat von August bis September. Du säst in Reihen mit etwa 20 - 30 cm Abstand. In der Reihe kannst du die Samen relativ dicht ausbringen und später vereinzeln. Die Saattiefe beträgt etwa 2 - 3 cm.
Spinat ist ein Dunkelkeimer, deshalb sollten die Samen gut mit Erde bedeckt sein.
Spinat vorziehen
Wenn du besonders früh ernten möchtest, kannst du Spinat in kleinen Töpfen vorziehen und später auspflanzen. In der Praxis ist die Direktsaat jedoch einfacher und funktioniert in den meisten Fällen besser.
Schnellüberblick
| Aussaat im Haus: | ab März |
|---|---|
| Aussaat im Freiland: | März - Mai oder August -September |
| Standort: | sonnig bis halbschattig |
| Aussaattiefe: | 2 - 3cm |
| Reihenabstand: | 10 - 15 cm |
| Dauer Keimung: | 1 - 2 Wochen |
| Monate Ernte: | Mai, Juni oder September, Oktober |
Spinat pflanzen
Falls du vorgezogene Pflanzen verwendest, setzt du sie mit etwa 10 - 15 cm Abstand in die Reihe. Dabei solltest du den Wurzelballen vorsichtig behandeln, denn Spinat reagiert empfindlich auf Wurzelverletzungen. Es kann gut sein, dass die Pflanzen ein bis zwei Tage nach dem Umsetzen alle Blätter schlaff hängen lassen und einige sogar ganz absterben. Trotzdem können die Pflanzen neue Wurzeln bilden und neu austreiben.
Spinat pflegen, gießen und düngen
Spinat pflegen
Spinat ist insgesamt sehr pflegeleicht. Wichtig ist vor allem, Unkraut regelmäßig zu entfernen, damit die jungen Pflanzen nicht überwuchert werden. Außerdem solltest du den Boden zwischendurch vorsichtig lockern, damit Luft an die Wurzeln gelangt. In sehr warmen Phasen ist es sinnvoll, rechtzeitig zu ernten, bevor die Pflanzen in die Blüte gehen.
Spinat gießen
Spinat braucht eine gleichmäßige Wasserversorgung. Besonders während der Keimung und in der Hauptwachstumsphase sollte der Boden nicht austrocknen. Gleichzeitig darf er aber auch nicht dauerhaft nass sein. Am besten gießt du regelmäßig in kleineren Mengen, vor allem morgens oder abends, wenn die Sonne nicht so stark scheint.
Spinat düngen
Spinat ist kein Starkzehrer. Wenn dein Boden humos ist oder du in Komposterde gesät hast, brauchst du in der Regel gar nicht zusätzlich zu düngen. Nur in sehr mageren Böden kann eine einmalige, leichte Düngung mit organischem Langzeitdünger oder Komposterde sinnvoll sein. Im Topf kannst du regelmäßig mit einem organischen Flüssigdünger nachdüngen.
Spinat ernten, lagern und verarbeiten
Je nach Sorte kannst du Spinat etwa sechs bis acht Wochen nach der Aussaat ernten. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du schneidest nur die äußeren Blätter ab, dann wächst die Pflanze weiter nach, oder du erntest die gesamte Rosette knapp über dem Boden.
Frischer Spinat hält sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage, am besten in ein leicht feuchtes Tuch gewickelt. Wenn du ihn länger haltbar machen möchtest, kannst du ihn kurz blanchieren und anschließend einfrieren.
In der Küche ist Spinat sehr vielseitig. Klassische Gerichte sind Spinat mit Ei, Rahmspinat oder Spinatlasagne. Außerdem passt er gut in Quiches, Nudelgerichte oder grüne Smoothies.
Rezept: Grüner Spinat-Smoothie
Zutaten für ein großes Glas:
- 1 große Handvoll frischer Spinat
- 1 reife Banane
- 1 Apfel (oder Birne)
- 200–250 ml Wasser oder ungesüßte Pflanzenmilch (z. B. Haferdrink)
- Zitronensaft
Zubereitung
- Spinat bei Bedarf waschen.
- Banane schälen, Apfel oder Birne entkernen und grob in Stücke schneiden.
- Alles zusammen mit Wasser oder Pflanzenmilch in den Mixer geben.
- 30 – 60 Sekunden cremig pürieren.
- Mit Zitronensaft abschmecken und bei Bedarf noch etwas Flüssigkeit hinzufügen, bis die Konsistenz für dich passt.
Variationen
- Für mehr Süße: eine Dattel oder etwas Honig hinzufügen.
- Für mehr Frische: Gurke oder Ingwer hinzufügen
- Für mehr Sättigung: 1 EL Haferflocken oder 1 TL Chiasamen ergänzen.
Spinat: Inhaltsstoffe und Nährwerte
Spinat ist kalorienarm und enthält viele wertvolle Nährstoffe. Dazu gehören unter anderem Eisen, Folsäure, Vitamin C, Beta-Carotin und Magnesium. Besonders frisch geernteter und schonend zubereiteter Spinat gilt als sehr nährstoffreich.
Nährwerte je 100 g
| Kalorien | 22 kcal |
|---|---|
| Fett | 0,3 g |
| Eiweiß | 2,8 g |
| Ballaststoffe | 1,8 g |
Spinat: Krankheiten und Schädlinge
Spinat ist insgesamt robust, kann aber von einigen Problemen betroffen sein. Blattläuse erkennt man an klebrigen Blättern oder verkrümmten Trieben. Hier hilft es oft, die Pflanzen mit Wasser abzuspritzen oder Nützlinge wie Marienkäfer zu fördern.
Falscher Mehltau zeigt sich durch gelbliche Flecken auf der Blattoberseite und einen grauen Belag auf der Unterseite. Eine gute Luftzirkulation und ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen können dem vorbeugen.
Schnecken sind vor allem für junge Pflanzen gefährlich. Es lohnt sich, regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
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Fragen & Antworten zu unserem Spinat
Spinat mag einen Platz in der vollen Sonne oder im Halbschatten. An einem sehr sonnigen und warmen Standort neigt Spinat zum Schossen, weshalb du ihn im Sommer lieber an ein halbschattiges Plätzchen pflanzen solltest. Spinat braucht nicht sehr viele Nährstoffe, deshalb reicht es aus, wenn du die Erde mit etwas Kompost anreicherst. Ansonsten sollte der Boden humos und durchlässig sein. Wichtig: Spinat sollte nicht zweimal hintereinander auf demselben Standort angebaut werden. Stand Spinat an einem Platz im Beet, solltest du eine Anbaupause von 4 Jahren einhalten und ihn an eine andere Stelle setzen.
Ja, du kannst deinen Spinat sowohl im Freiland, als auch in Töpfen, Kübeln oder deinem Hochbeet anbauen. Im Frühling und Herbst gelingt das besonders gut im Gewächshaus.
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