Die Strelitzie
Die Strelitzie ist eine echte Schönheit unter den Zimmerpflanzen. Mit ihren auffälligen, exotischen Blüten, die an bunte Paradiesvögel erinnern, bringt sie sofort Urlaubsstimmung in dein Zuhause. Auch ohne Blüten sorgt ihr elegantes, glänzendes Laub für tropisches Flair.
In diesem Text erfährst du alles, was du wissen musst, um die Strelitzie erfolgreich zu pflanzen, zu pflegen und zum Blühen zu bringen.
Wissenswert
Die Strelitzie (Strelitzia reginae) gehört zur Pflanzenfamilie der Strelitziengewächse. Ihre Heimat liegt im südlichen Afrika, vor allem in der Region um die südafrikanische Provinz Kap. Dort wächst sie in warmen, frostfreien Gebieten und ist an viel Sonne und regelmäßige Niederschläge angepasst. In Europa wird sie meist als Zimmer- oder Kübelpflanze kultiviert, da sie unsere Winter nicht verträgt.
Unsere Bloomify Strelitzie wird auch Königsstrelitzie genannt und unterscheidet sich von den Baumstrelitzien (Strelitzia nicolai) dadurch, dass sie deutlich kleiner bleibt und daher perfekt als Zimmerpflanze geeignet ist.
Die Königsstrelitzie bildet kräftige, aufrechte Blätter, die an jene von Bananenpflanzen erinnern. Sie wachsen aus einer grundständigen Blattrosette und können bis zu einem Meter lang werden. Im Laufe der Zeit entwickelt sich aus dem dichten Blattfächer ein stabiler Horst, der immer wieder neue Triebe bildet. Besonders auffällig sind die Blüten: Sie sitzen auf langen, festen Stielen und bestehen aus orangefarbenen und leuchtend blauen Blütenblättern, die aus einer grünen, schnabelartigen Hochblatthülle hervorragen. Durch diese Form erinnert die Blüte an den Kopf eines exotischen Vogels – daher auch der ebenfalls bekannte Name „Paradiesvogelblume“.
Symbolik und Namensherkunft
Der Name „Strelitzia reginae“ geht auf Prinzessin Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz zurück, der späteren Frau des englischen Königs Georg III. Der schwedische Naturforscher Joseph Banks benannte die Pflanze zu ihren Ehren, da sie sehr an Botanik interessiert war und sich in dem Gebiet sehr gut auskannte. Die Strelitzie steht bis heute für Freiheit, Exotik und Lebensfreude, was perfekt zu ihrem auffälligen Erscheinungsbild passt.
Strelitzie: Standort und Boden
Standort: hell, sonnig, warm, windgeschützt
Boden: nährstoffreich, locker, humos, gut durchlässig
Der passende Standort für die Strelitzie
Die Strelitzie liebt Licht und Wärme. Sie wächst am besten an einem hellen, sonnigen Platz, an dem sie täglich mehrere Stunden direktes Sonnenlicht bekommt. Ein windgeschützter Standort ist wichtig, da ihre großen Blätter empfindlich sind und leicht einreißen können.
Im Haus oder Wintergarten sollte die Pflanze möglichst nah am Fenster stehen, ideal ist ein Platz mit viel Tageslicht. In den Sommermonaten kann sie auch auf den Balkon oder die Terrasse ziehen. Dort fühlt sie sich besonders wohl, wenn sie etwas Windschutz erhält, zum Beispiel in der Nähe einer Hauswand oder unter einem überdachten Sitzplatz.
Wird die Strelitzie im Frühjahr langsam an die Sonne gewöhnt, lassen sich Sonnenbrandflecken auf den Blättern vermeiden.
Welche Erde für die Strelitzie?
Die Strelitzie braucht eine lockere, durchlässige Erde, die Feuchtigkeit speichert, aber keine Staunässe zulässt. In schweren, verdichteten Böden würden ihre Wurzeln schnell faulen.
Im Topf eignet sich hochwertige Kübelpflanzenerde oder eine Mischung aus Blumenerde, Sand und etwas Kompost. Eine Drainageschicht aus Blähton oder Kies im unteren Bereich des Topfes verhindert, dass Wasser stehen bleibt. Wer möchte, kann dem Substrat etwas Tongraulat oder Perlite untermischen, um es luftiger zu machen.
Die Strelitzie bevorzugt leicht saure bis neutrale Erde und kommt gut mit kalkarmem Wasser zurecht, daher ist Regenwasser ideal zum Gießen.
Eine Strelitzie pflanzen
Da die Strelitzie im Topf gekauft wird und auch darin weiterwächst, kann sie fast das ganze Jahr über umgetopft werden. Am besten gelingt dies jedoch im Frühling, wenn die Pflanze aktiv zu wachsen beginnt. In dieser Zeit treibt sie neue Wurzeln und kann sich schnell an ihr neues Zuhause anpassen. Auch im Sommer ist das Pflanzen problemlos möglich, solange die Pflanze danach regelmäßig gegossen wird.
Strelitzie pflanzen: Das brauchst du
- einen ausreichend großen Pflanzkübel (mit Abflusslöchern)
- hochwertige Kübelpflanzenerde oder eine Mischung aus Blumenerde, Sand und Kompost
- eine Drainageschicht aus Blähton, Kies oder Tonscherben
- Gießkanne mit Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser
- kleine Pflanzschaufel
- optional Handschuhe, Pflanzenroller oder Untersetzer
Die Strelitzie richtig in einen Topf pflanzen
Der Topf für die Strelitzie sollte etwa fünf bis zehn Zentimeter größer im Durchmesser sein als der bisherige Wurzelballen. So haben die Wurzeln genug Platz, um sich auszubreiten, ohne dass zu viel Erde ungenutzt bleibt und zu lange feucht bleibt.
- Drainage einfüllen: Lege auf den Topfboden eine etwa drei Zentimeter dicke Schicht Blähton oder Kies, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann.
- Erde vorbereiten: Gib eine Lage Pflanzerde auf die Drainage.
- Pflanze einsetzen: Nimm die Strelitzie vorsichtig aus dem alten Topf, lockere den Wurzelballen leicht und setze sie so ein, dass die Oberkante des Ballens etwa auf gleicher Höhe mit dem Topfrand liegt.
- Auffüllen und Andrücken: Fülle die Hohlräume mit Erde auf und drücke sie sanft an. Achte darauf, dass die Wurzeln rundum gut mit Erde bedeckt sind.
- Angießen: Gieße anschließend kräftig, damit sich die Erde setzt und die Wurzeln guten Kontakt zum Substrat bekommen.
Nach dem Pflanzen sollte die Strelitzie an einen hellen, warmen Platz gestellt werden. In den ersten Wochen wächst sie etwas langsamer, bis sie sich an den neuen Standort gewöhnt hat.
Das ist bei der Pflanzung besonders wichtig:
Die Wurzeln der Strelitzie sind sehr kräftig und empfindlich zugleich. Beim Umtopfen sollte darauf geachtet werden, sie nicht zu stark zu verletzen, da beschädigte Wurzeln leicht faulen können. Außerdem mag die Pflanze es nicht, wenn sie zu tief gesetzt wird. Der Wurzelballen sollte immer auf gleicher Höhe wie zuvor stehen.
Ein weiterer Punkt: Strelitzien lieben Wärme, reagieren aber empfindlich auf kalte Zugluft. Nach dem Pflanzen sollte sie daher für einige Tage an einem geschützten, warmen Ort stehen, bis sie sich eingewöhnt hat.
Strelitzie pflegen, gießen und düngen
Allgemeine Pflege
Die Strelitzie ist eine recht pflegeleichte Pflanze, wenn sie an einem geeigneten Standort steht. Sie schätzt einen hellen Platz, gleichmäßige Pflege und ab und zu ein wenig Aufmerksamkeit. Verblühte Blüten und vertrocknete Blätter sollten regelmäßig entfernt werden, damit die Pflanze ihre Energie in neue Triebe und Blüten lenken kann. Dabei reicht es, die betroffenen Teile direkt an der Basis abzuschneiden.
Ein Rückschnitt ist bei der Strelitzie normalerweise nicht notwendig, da sie keine verholzenden Triebe bildet. Lediglich ältere oder beschädigte Blätter können entfernt werden. Diese Maßnahme sorgt für eine gepflegte Optik und beugt Schimmelbildung vor, wenn die Pflanze im dichten Blattbereich zu feucht steht.
Im Sommer freut sich die Strelitzie über einen Platz im Freien. Wichtig ist, sie langsam an die Sonne zu gewöhnen, damit ihre Blätter keine Verbrennungen bekommen. Ab dem Herbst sollte sie ins Haus geholt werden, sobald die Temperaturen unter 10 °C sinken. Staub auf den großen Blättern kann regelmäßig mit einem feuchten Tuch abgewischt werden, damit sie besser atmen und Fotosynthese betreiben kann.
Wird die Oberfläche der Erde leicht mit Rindenmulch oder kleinen Kieselsteinen bedeckt, bleibt die Feuchtigkeit länger im Substrat erhalten.
Bei richtiger Pflege entwickelt die Strelitzie ihre wunderschönen, großen Blätter.
Strelitzie gießen
Die Strelitzie braucht gleichmäßig Feuchtigkeit, ohne dass der Wurzelballen dauerhaft nass ist. Sie verträgt Trockenheit besser als Staunässe. In der Wachstumsphase zwischen Frühling und Herbst sollte regelmäßig gegossen werden, sobald die oberste Erdschicht leicht abgetrocknet ist.
Überschüssiges Wasser sollte nach jedem Gießen aus einem Untersetzer entfernt werden, damit die Wurzeln nicht im Wasser stehen. Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser eignet sich besonders gut, da die Strelitzie kalkempfindlich ist.
Im Winter, wenn die Pflanze kühler steht und langsamer wächst, wird deutlich weniger Wasser benötigt. Die Erde darf dann zwischen den Wassergaben ruhig etwas antrocknen.
Ein Feuchtigkeitsmesser oder der einfache „Finger-Test“ helfen, das richtige Gießverhalten zu finden.
Strelitzie düngen
Damit die Strelitzie kräftig wächst und regelmäßig Blüten bildet, braucht sie während der Wachstumszeit von Frühjahr bis Herbst ausreichend Nährstoffe. Im Topf sind die Vorräte in der Erde begrenzt, daher sollte etwa alle zwei Wochen gedüngt werden.
Besonders gut geeignet sind organische Dünger, weil sie die Erde langfristig verbessern und die Nährstoffe langsam freisetzen. Flüssige organische Dünger werden mit dem Gießwasser verabreicht und wirken schnell. Sie eignen sich gut, wenn die Pflanze in voller Wachstumsphase ist. Feste organische Dünger wie Pellets oder Kompost wirken langsamer, versorgen die Pflanze aber über einen längeren Zeitraum gleichmäßig mit Nährstoffen.
Im Freiland oder in großen Kübeln reicht es oft, einmal im Frühling und ein weiteres Mal im Sommer organisch zu düngen. Nach dem Herbst sollte nicht mehr gedüngt werden, damit die Strelitzie zur Ruhe kommt.
Übermäßiges Düngen kann der Strelitzie schaden. Weniger ist oft mehr: Lieber regelmäßig in kleiner Dosierung als selten in großen Mengen düngen.
Blütezeit der Strelitzie
Unter optimalen Bedingungen blüht die Strelitzie meist im späten Winter oder Frühling, oft auch erneut im Sommer. Ältere, gut eingewurzelte Pflanzen können sogar mehrere Blütenstände gleichzeitig bilden. Jede einzelne Blüte bleibt über viele Wochen hinweg schön und dekorativ. Eine Besonderheit ist, dass die Strelitzie bestäubt wird, indem Vögel auf den Blüten landen. In ihrer Heimat übernehmen Nektarvögel diese Aufgabe, hierzulande bleiben die Blüten unbestäubt. Das macht aber nichts, da die Fruchtbildung die Pflanze viel Energie kostet und die Früchte bzw. Samen nicht verwendet werden können.
Strelitzie überwintern
Die Strelitzie stammt ursprünglich aus Südafrika und ist daher nicht winterhart. Schon Temperaturen unter 10 °C können ihr zusetzen. Damit sie den Winter gut übersteht, braucht sie also einen geschützten Platz oder zieht rechtzeitig ins Haus um. Keine Sorge – mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich die exotische Schönheit sicher durch die kalte Jahreszeit bringen.
Kühle Überwinterung
Im Topf lässt sich die Strelitzie am besten überwintern. Sobald die Temperaturen dauerhaft unter 10 °C fallen, zieht sie in ihr Winterquartier um. Ideal ist ein heller, frostfreier Raum mit Temperaturen zwischen 10 und 15 °C, etwa ein Wintergarten, Treppenhaus oder helles Gästezimmer.
Gegossen wird nur sparsam, gerade so viel, dass die Erde nicht austrocknet. Gedüngt wird in dieser Zeit gar nicht. Die Pflanze legt im Winter eine Ruhepause ein und braucht kaum Nährstoffe.
Im Frühjahr, sobald die Tage wieder länger werden, kann sie langsam wieder an Wärme und Sonne gewöhnt und ins Freie gestellt werden.
Drehe die Pflanze im Winterquartier ab und zu leicht, damit sie sich gleichmäßig zum Licht hin ausrichtet.
Warme Überwinterung
Viele Pflanzenfreunde lassen ihre Strelitzie im Winter einfach als Zimmerpflanze im Wohnzimmer stehen. Das funktioniert auch sehr gut, wenn du ein paar Dinge beachtest. Die Strelitzie stammt aus Südafrika und liebt Wärme und Licht, auch im Winter. Daher darf sie ruhig bei 18 bis 22 Grad weiter im Haus stehen, sollte aber so hell wie möglich platziert werden. Ideal ist ein Platz direkt am Südfenster.
Wichtig ist, dass sie in der dunkleren Jahreszeit etwas weniger Wasser bekommt. Die Erde darf leicht antrocknen, bevor wieder gegossen wird. Staunässe ist jetzt besonders gefährlich, weil sie bei geringerer Verdunstung schnell zu Wurzelfäule führen kann.
Gedüngt wird in dieser Zeit nicht, da die Pflanze im Winter eine Ruhephase einlegt und kaum wächst. Wenn sie in sehr trockener Heizungsluft steht, kannst du die Blätter gelegentlich mit lauwarmem Wasser besprühen. Das beugt Spinnmilben vor und hält das Laub schön frisch.
So kommt deine Strelitzie auch im Wohnzimmer gut durch den Winter und bleibt vital, bis sie im Frühling wieder durchstartet.
Strelitzie: Krankheiten und Schädlinge
Die Strelitzie ist insgesamt eine robuste Pflanze und bleibt bei guter Pflege meist gesund. Dennoch können sich – besonders bei Pflegefehlern oder ungünstigen Bedingungen – einige Schädlinge oder Krankheiten zeigen. Zum Glück lassen sich diese leicht erkennen und behandeln.
Häufige Schädlinge an der Strelitzie
Am häufigsten treten Spinnmilben, Wollläuse oder Schildläuse auf, vor allem, wenn die Luft zu trocken ist oder die Pflanze im Winter zu warm steht.
- Spinnmilben erkennt man an feinen Gespinsten und kleinen hellen Punkten auf den Blättern. Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit hilft: Besprühe die Blätter regelmäßig mit Wasser oder stelle eine Schale mit Wasser in die Nähe.
- Wollläuse und Schildläuse hinterlassen klebrige Rückstände auf den Blättern. Sie lassen sich gut mit einem in Alkohol getränkten Tuch oder einem milden Seifenwasser entfernen.
- Ein kräftiger Wasserstrahl (zum Beispiel unter der Dusche) kann helfen, kleine Populationen einfach abzuspülen.
Ein regelmäßiges Abwischen der Blätter hält sie nicht nur staubfrei, sondern beugt auch Schädlingsbefall vor.
Krankheiten an der Strelitzie
Pilzkrankheiten wie Wurzelfäule treten meist dann auf, wenn die Strelitzie zu nass steht. Das lässt sich leicht vermeiden, indem überschüssiges Gießwasser immer abläuft und kein Wasser im Untersetzer stehen bleibt.
Gelbliche oder schlaffe Blätter sind oft ein Zeichen für zu viel Nässe oder Staunässe – also lieber etwas trockener halten.
Eine gesunde Strelitzie ist die beste Abwehr gegen Schädlinge und Krankheiten. Achte auf:
- ausreichend Licht
- durchlässige Erde
- gleichmäßige, aber nicht zu nasse Feuchtigkeit
- regelmäßige Kontrolle der Blattunterseiten
Mit diesen einfachen Maßnahmen bleibt deine Strelitzie vital, kräftig und weitgehend schädlingsfrei.
Freunde von Sophie
Fragen & Antworten zu unserer Strelitzie
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