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Die Wildgarten-Hortensie

Unsere Wildgarten-Hortensie ist ein echter Gamechanger unter den Hortensien. Sie bildet viele insektenfreundliche Blüten aus, die voller Pollen und Nektar sind und besonders gerne von Schmetterlingen besucht werden. Egal ob als Solitärgehölz oder in eine blühende Hecke integriert: Die Wildgarten-Hortensie verwandelt deinen Garten in eine blühende Oase für dich und viele nützliche Insekten.

Hier bekommst du alle wichtigen Infos rund um den Anbau und die Pflege deiner Wildgarten-Hortensie.

Eine blühende Wildgarten-Hortensie im Topf.

Wissenswert

Bei unserer Bloomify Wildgarten-Hortensie handelt es sich um eine spezielle Züchtung der Rispenhortensie. Die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) stammt wiederum ursprünglich aus den gemäßigten Regionen Chinas, Russlands und Japans. Dort wächst sie in Wäldern, an Flussufern und in Auenlandschaften, bevorzugt am lichten Gehölzrand. Rispenhortensien gehören zur Familie der Hortensiengewächse und sind eng mit den Bauernhortensien verwandt. Es handelt sich um eine sehr dekorative und pflegeleichte Pflanze, die sowohl im Freiland als auch im Kübel kultiviert werden kann.

Unsere Bloomify Wildgarten-Hortensie erreicht eine Höhe von bis zu 2 Metern und mehr und kann sowohl im Topf als auch im Freiland gedeihen. Im Topf bleibt sie grundsätzlich kleiner und eignet sich somit auch für kleinere Balkone und Terrassen. Aufgrund ihres schnellen Wachstums eignet sich die Wildgarten-Hortensie prima als Sichtschutz oder für blühende Hecken. Sie kann auch hervorragend solitär gepflanzt werden und so alle Blicke auf sich ziehen. Ihre lange Blütezeit erstreckt sich je nach Witterung von Juli bis September oder Oktober.

 

Welche Hortensie ist die schönste?  

Es gibt zahlreiche Hortensien-Arten und -Sorten, die alle auf ihre eigene Art wunderschön sind. Die Schönste aller Hortensien zu küren ist also nur schwer möglich. Orientiere dich deshalb am besten an den Gegebenheiten bei dir vor Ort.

Ein eher schattiger Platz, an dem die Sonne nur wenige Stunden scheint? Perfekt für Bauernhortensien. Ein sonniger Platz, an dem sich deine Hortensie ausbreiten und die volle Pracht entfalten kann? Hier ist eine imposante Rispenhortensie bestens aufgehoben. Ein kleiner Balkon oder Beetlücken weiter vorne? Die Bodendecker- und NoDrama-Hortensie sind hier die richtige Wahl. Du legst viel Wert auf einen naturnahen Garten und möchtest dennoch nicht auf die wunderbare Hortensien-Pracht verzichten? Jetzt kommt unsere Wildgarten-Hortensie ins Spiel!



Was unterscheidet die Wildgarten-Hortensie von anderen Hortensien?

Hortensien bilden von Natur aus grundsätzlich viele dekorative Scheinblüten aus und weniger echte Blüten, die Pollen und Nektar enthalten. Die Scheinblüten sind optisch besonders auffällig, haben aus ökologischer Sicht jedoch wenig Nutzen.

 

Keine Sorge! Solange auch insektenfreundliche Pflanzen in deinem Garten wachsen, ist es vollkommen okay, sich auch mal eine Pflanze zu gönnen, die “nur” Schön aussieht. Lasse dich bei der Wahl der perfekten Hortensie also nicht davon abschrecken.

Die Wildgarten-Hortensie ist so gezüchtet worden, dass sie deutlich mehr von den kleineren echten Blüten bildet und nicht ganz so viele Scheinblüten. Optisch tut ihr das keinen Abbruch, denn die wunderhübschen kleinen weißen Blüten strahlen mit der Sonne um die Wette und sitzen an bis zu 30 cm langen Rispen, die nur schwer zu übersehen sind. Vor allem an sonnigen Tagen, wenn sich unzählige Schmetterlinge auf ihnen tummeln, sind die Blütenstände ein richtiger Blickfang!

Sie eignen sich auch wunderbar als Schnittblumen für die Vase oder getrocknet für Kränze und Trockensträuße. Du kannst sie auch bis zum Frühling an der Pflanze stehen lassen und mit dem Schnitt warten, denn die vertrockneten Blütenstände zeichnen bei Frost und Schnee wunderschöne Gartenbilder.

Eine Schwebfliege sitzt auf den Blüten einer Wildgarten-Hortensie.
Die Blütenstände der Wildgarten-Hortensie enthalten deutlich mehr echte Blüten, als die von anderen Hortensien-Sorten. Schwebfliegen, Schmetterlinge und Bienen steuern sie gerne an.

Was ist der Unterschied zwischen einer Bauernhortensie und einer Rispenhortensie oder Wildgarten-Hortensie?

Wie der Name uns schon verrät, sind beide Hortensien eng miteinander verwandt und zählen zur Familie der Hortensiengewächse. Es handelt sich dabei jedoch um zwei unterschiedliche Arten, die beide in den Waldgebieten und Auenlandschaften der gemäßigten Klimazonen Ostasiens beheimatet sind. Rispenhortensien bevorzugen dabei einen etwas sonnigeren und wärmeren Standort, Bauernhortensien sind jedoch besser im Halbschatten aufgehoben und fangen sich in der prallen Sonne schnell mal einen Sonnenbrand ein. Die Blüten der Bauernhortensie sind eher breit und tellerförmig angeordnet und es existieren inzwischen Züchtungen mit allen möglichen Blütenfarben. Die Farbpalette reicht von weiß über rosa, blau, pink und violett.

 

Ist die Wildgarten-Hortensie winterhart?

Ja, bei unserer Bloomify Wildgarten-Hortensie handelt es sich um eine besonders winterharte Sorte. Etablierte Pflanzen stecken Temperaturen bis -30 Grad locker weg. Trotzdem sollten junge und frisch gepflanzte Wildgarten-Hortensie sowie Pflanzen im Kübel in den ersten 1 bis 2 Standjahren einen Frostschutz bekommen. Wie genau das geht, erklären wir dir weiter unten im Text.

Die verblühten Blütenstände einer Bauernhortensie.
Die Blütenstände der Bauernhortensie sind eher ballförmig und flach angeordnet. Sie sind auch verblüht ein wundervoller Blickfang.

Standort und Boden

Standort: sonnig oder halbschattig, windgeschützt
Boden: frisch bis leicht feucht, durchlässig, nährstoffreich

Welchen Standort braucht die Wildgarten-Hortensie?

Der ideale Standort für die Wildgarten-Hortensie ist sonnig bis halbschattig, warm und windgeschützt, sollte jedoch nicht zu heiß werden. Soll deine Wildgarten-Hortensie im Freiland wachsen, solltest du ausreichend Platz für sie einplanen. Sie erreicht dort eine Höhe von 2 m und mehr und wird bis zu 1,80 m breit. Sie ist eine Flachwurzlerin was bedeutet, dass ihre Wurzeln nicht in die Tiefe wachsen, sondern sich flach unter der Erde ausbreiten. Möchtest du mehrere Wildgarten-Hortensien als Hecke setzen, genügt ein Abstand von 80 bis 100 cm zwischen den Pflanzen. Wenn du sie in einen Kübel pflanzt, sollte dieser eher breit als tief und ebenfalls ausreichend groß sein. Mehr dazu unter “Wildgarten-Hortensie pflanzen”.



Welchen Boden braucht die Wildgarten-Hortensie?

Was den Boden betrifft, ist die Wildgarten-Hortensie relativ anspruchslos. Wichtig ist, dass der Boden frisch bis leicht feucht, gut durchlässig und nährstoffreich ist. Der optimale pH-Wert liegt im leicht sauren bis neutralen Bereich. Zudem mag die Wildgarten-Hortensie einen gewissen Anteil an grobem Sand oder Kies im Boden.

Die Wildgarten-Hortensie verträgt es nicht, über längere Zeit auszutrocknen, reagiert aber auch sehr sensibel auf Staunässe. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Erde in jedem Fall gut durchlässig ist.

 

Kann die Wildgarten-Hortensie im Schatten stehen?

An sehr schattigen Standorten bilden Wildgarten-Hortensien weniger Blüten und wachsen insgesamt weniger üppig. Deshalb solltest du sie an einen Ort pflanzen, an dem es wenigstens halbschattig ist und die Sonne mindestens für 3 bis 4 Stunden scheint.

 

Welche Pflanzen passen zur Wildgarten-Hortensie?

Mit ihren imposanten Blütenrispen sind Wildgarten-Hortensien ein richtiger Blickfang im Garten. Sie lassen sich sehr gut mit anderen Pflanzen kombinieren und passen wunderbar zu anderen blühenden Sträuchern und Stauden. Du kannst sie aber auch in deinen Nutzgarten integrieren. Wähle Begleitpflanzen aus, die ähnliche Ansprüche an den Standort und Boden haben wie die Wildgarten-Hortensie. Stauden, die Rosa, Blau oder Violett blühen, passen besonders gut: Beispielsweise Rittersporn, Blaurauten, Herbstanemonen, Sonnenhut, Indianernesseln, Storchschnabel oder Fingerhut.

Möchtest du deine Wildgarten-Hortensie in deinen Nutzgarten integrieren, kannst du sie prima mit Stachelbeeren, Blaubeeren oder Himbeeren kombinieren. Alle genannten Beerensträucher mögen sonnige bis halbschattige Lagen und freuen sich ebenfalls über einen frischen, nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Minze, Melisse, Estragon, Walderdbeeren und Lavendel sind perfekt geeignet zur Unterpflanzung der Wildgarten-Hortensie. Sie kann auch sehr gut im lichten Schatten großer Obst- oder Nussbäume gedeihen, sollte dort aber so gepflanzt werden, dass sie genügend Platz hat, um sich zu entfalten.

 

Welche Erde für die Wildgarten-Hortensie?

Wildgarten-Hortensien sind grundsätzlich recht anspruchslos und kommen mit fast jedem normalen Gartenboden zurecht. Mit einer guten Portion Kompost oder Langzeitdünger und grobem Sand oder Kies gemischt, hast du schon die perfekte Pflanzerde für deine Wildgarten-Hortensie. Möchtest du deine Wildgarten-Hortensie in einen Kübel pflanzen, kannst du eine handelsübliche, torffreie Universalerde nehmen und diese mit Sand oder Kies und etwas Langzeitdünger oder Kompost mischen. Optional kannst du auch spezielle Rhododendron- oder Hortensienerde verwenden.

Sehr schwere und lehmige Böden können mit einer ordentlichen Portion grobem Sand oder Kies und Kompost aufgelockert werden. Sehr leichte und sandige Böden kannst du ebenfalls mit reifem Kompost aufwerten. Du bist nicht sicher, welchen Boden du in deinem Garten hast? Hier haben wir einen tollen Überblick über die Bodenarten und wie du sie im Handumdrehen erkennst.

Eine Hummel an den violetten Blütenständen einer Blauraute.
Blaurauten passen mit ihren filigranen violetten Blütenständen wunderbar zur Wildgarten-Hortensie. Bei Bienen, Hummeln und vielen anderen Insekten sind sie wegen ihres Nektars und ihrer Pollen sehr beliebt.

Wildgarten-Hortensie pflanzen

Die Wildgarten-Hortensie ist vielseitig und kann ins Freiland, aber auch in einen schicken Kübel gepflanzt werden.

Wann kann man eine Wildgarten-Hortensie pflanzen?

Da es sich bei unserer Wildgarten-Hortensie um sogenannte Containerware handelt, kann sie fast ganzjährig zwischen März und September gepflanzt werden. Es darf dabei nur nicht frieren und im Sommer sollte die Sonne nicht zu erbarmungslos vom Himmel brennen.

 

Was bedeutet “Containerware”?

"Containerware" bedeutet, dass die Pflanzen in Töpfen (oder “Containern”) angebaut und kultiviert werden. Sie werden in speziellen Behältern gezüchtet, die es ermöglichen, sie mit einem intakten Wurzelballen zu verkaufen und einzupflanzen. Dadurch können sich die Pflanzen deutlich schneller und besser an ihrem neuen Standort etablieren.

Bei Pflanzen, die im Freiland gezogen wurden und dann verkauft werden sollen, können die Wurzeln beim Ausgraben aus dem Boden beschädigt werden und die Pflanze muss sich erst einmal an den engen Topf gewöhnen, was natürlich auch etwas stressig für sie ist.

 

Eine Wildgarten-Hortensie pflanzen - Das brauchst du:

  • eine kleine Gartenschaufel
  • Erde (mehr Infos unter "Standort und Boden")
  • etwas Dünger, am besten organischen Langzeitdünger oder Kompost
  • ggf. einen geeigneten Topf und Drainagematerial

 

Ist der Wurzelballen sehr verhärtet und um der Pflanze das Anwachsen zu erleichtern, kannst du den Wurzelballen aus dem Topf nehmen und für mehrere Stunden in einen Eimer mit Regenwasser stellen, damit sich die Wurzeln ordentlich vollsaugen können.

 

Die Wildgarten-Hortensie ins Freiland pflanzen

Hebe mit dem Spaten ein großes Loch aus, sodass der Wurzelballen der Wildgarten-Hortensie bequem darin Platz findet. Mische eine gute Portion Kompost oder etwas Langzeitdünger und  Sand oder Kies in den Erdaushub. Lockere die Erde im Pflanzloch mit der Schaufel oder einer kleinen Harke etwas auf.

Nehme nun die Wildgarten-Hortensie aus ihrem Topf und entferne vorsichtig möglichst viel von der alten Erde. Setze die Pflanze mittig in das Pflanzloch und achte darauf, dass die Pflanze genauso hoch in der Erde steht wie zuvor. Halte die Wildgarten-Hortensie nun mit einer Hand fest und fülle die Hohlräume wieder mit dem Erdaushub auf. Zum Schluss die Erde rings um die Pflanze gut andrücken und anschließend ordentlich angießen. Wenn Erde absackt, kannst du sie hinterher noch auffüllen. Zum Abschluss kommt noch eine dicke Mulchschicht auf die Erde - fertig!

 

Die Wildgarten-Hortensie in einen Kübel pflanzen

Das passende Pflanzgefäß für deine Wildgarten-Hortensie

Wähle für die Wildgarten-Hortensie einen Topf oder Kübel, der ausreichend breit ist. Das ist wichtig, damit sich die Wurzeln der Pflanze gut ausbreiten und entwickeln können. Für den Start ist ein Topf mit 30 bis 35 cm Durchmesser optimal. Mit den Jahren sollte dieser mit der Pflanze “mitwachsen” und jährlich im Durchmesser um ein paar Zentimeter größer werden. Ältere Wildgarten-Hortensien brauchen dann irgendwann kein größeres Pflanzgefäß mehr, du solltest jedoch alle 1 bis 2 Jahre das Substrat auswechseln und deine Wildgarten-Hortensie mit frischer und nährstoffreicher Erde versorgen.

Mithilfe von praktischen Online-Rechnern kannst du schon vorab bestimmen, wie viel Liter Erde du für deinen Topf benötigst.

Der Kübel braucht unbedingt Abzugslöcher für überschüssiges Gieß- und Regenwasser. Warum das so wichtig ist, erklären wir unter "Pflege, Gießen und Düngen" genauer. Falls dein absoluter Lieblingstopf keine Abflusslöcher hat, kannst du die Wildgarten-Hortensie in einen zusätzlichen, inneren Topf pflanzen und zum Gießen aus dem Übertopf herausnehmen. Stelle den Strauch erst wieder in den Übertopf, wenn das gesamte Wasser abgelaufen ist. Das ist aber nur an einem vor Regen geschützten Standort zu empfehlen!

 

Die Drainageschicht - Für trockene Füße

Zunächst kannst du dein Pflanzgefäß vorbereiten, indem du eine etwa handbreite Drainage-Schicht anlegst. Das bedeutet, dass grober Kies oder Blähtonkugeln auf dem Topfboden verteilt werden, anstatt sofort Pflanzerde einzufüllen. Wasser kann so viel schneller ablaufen und die Gefahr von Staunässe ist sehr gering. Praktisch ist zudem noch eine wasserdurchlässige Trennung zwischen Drainagematerial und Erde, zum Beispiel mit einer Lage Gartenvlies oder speziellem Drainagevlies. So ist es später beim Umtopfen einfacher, das Drainagematerial wiederzuverwenden.

 

Erde einfüllen und düngen

Möchtest du einen Langzeitdünger oder Kompost verwenden, dann kannst du ihn praktischerweise gleich mit der Pflanzerde vermengen. Eine spätere Gabe von Langzeitdünger ist auch möglich, aber dann kann er nur oberflächlich ins Substrat eingearbeitet werden. Vermische also ggf. den Dünger mit der Erde.

Die Wildgarten-Hortensie kannst du nun aus ihrem bisherigen Topf heben und ein wenig von der alten Erde entfernen. Setze den Strauch mittig in den Topf und halte ihn mit einer Hand fest, während du die Pflanzerde rund um den Wurzelballen verteilst. Die Wildgarten-Hortensie muss auch jetzt wieder so tief gepflanzt werden, wie sie vorher auch in der Erde stand. Drücke die Erde zwischendurch etwas fest, aber nicht zu stark. Zum Abschluss wird deine Wildgarten-Hortensie kräftig angegossen.

Zwei Hände reißen den Wurzelballen einer Hortensie auf.
Um der Pflanze das Anwachsen zu erleichtern, kannst du den Wurzelballen mit den Fingern anreißen. Ein gut durchwurzelter Topf ist ein Zeichen für Qualität.

Wildgarten-Hortensie pflegen, gießen und düngen

Allgemeine Pflege der Wildgarten-Hortensie

Wildgarten-Hortensien sind super pflegeleicht und fühlen sich an vielen Standorten wohl. Wächst dein Strauch im Freiland, hast du nur sehr wenig Arbeit mit ihm. Zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen gehört das Gießen, denn auf Trockenheit und Wassermangel reagiert die Wildgarten-Hortensie sensibel. Auch das Düngen und ein jährlicher Schnitt sind wichtig, damit sich die Pflanze wohl fühlt.

 

Wildgarten-Hortensie mulchen für ein besseres Bodenklima

Um Arbeit und Wasser zu sparen, ist es sinnvoll, die Erde rund um deine Wildgarten-Hortensie mit einer Mulchschicht zu bedecken. Das gilt sowohl für Pflanzen, die im Freiland wachsen, als auch für diejenigen, die im Topf wachsen. Mulch hat viele Vorteile: Feuchtigkeit wird im Boden länger gespeichert und unter der Mulchschicht kann sich ein aktives Bodenleben entwickeln. Zudem wird die Erde vor Erosion geschützt und wird im Sommer nicht so hart und trocken.

Zum Mulchen kommen unterschiedliche Materialien in Frage. Du kannst beispielsweise getrockneten Rasenschnitt, Stroh, gesundes Laub, halbreifen oder reifen Kompost, Hornspäne oder Schafwolle verwenden. Hier findest du viele weitere nützliche Infos und Tipps zum Thema “Mulchen”.

 

Eichenlaub enthält besonders viel Gerbsäure und ist besonders gut als Mulchmaterial für Pflanzen geeignet, die leicht saure Erde mögen. Dazu zählen unter anderem alle Hortensiensorten und Blaubeeren.

 

Die Wildgarten-Hortensie gießen

Wildgarten-Hortensien sind recht durstige Gewächse und müssen besonders bei anhaltender Trockenheit regelmäßig gewässert werden. Hat die Pflanze Durst, zeigt sie es dir ziemlich schnell, indem sie die Triebspitzen herabhängen lässt.

Wächst deine Wildgarten-Hortensie im Freiland, solltest du sie bei längerer Trockenheit oder wenn du sie gerade erst eingepflanzt hast, alle 1 bis 2 Tage gießen. Im Kübel oder Topf kann das besonders im Hochsommer sogar 1 bis 2 Mal täglich der Fall sein. Da die Wildgarten-Hortensie keinen Kalk verträgt, solltest du sie mit Regenwasser gießen. Steht dir keines zur Verfügung, kannst du Leitungswasser in eine Kanne gießen und über Nacht stehen lassen, damit der Kalk zu Boden sinkt.

Gieße immer morgens oder alternativ in den frühen Abendstunden und immer von unten. Achte darauf, dass das Laub nicht mit Wasser benetzt wird. Dadurch kann Sonnenbrand auf den schönen Blättern und Blüten begünstigt werden.

 

Die Wildgarten-Hortensie düngen: Womit?

Da die Wildgarten-Hortensie schnell wächst und Energie braucht, um ihre prächtigen Blütenrispen auszubilden, musst du sie dementsprechend düngen.

Du kannst einen Langzeitdünger oder einen Flüssigdünger verwenden. Langzeitdünger haben den Vorteil, dass du sie gleich bei der Pflanzung in die Erde mischen kannst und danach so gut wie keine Arbeit mehr hast. Die Nährstoffe werden nach und nach freigesetzt und eine Überdüngung ist praktisch ausgeschlossen. Du kannst zu einem organischen Universal Langzeitdünger oder reifem Kompost greifen.

Flüssigdünger wird über das Gießwasser verabreicht und wirkt hingegen sofort. Er kann sehr gezielt verabreicht werden, muss aber auch häufiger gegossen werden. Hast du deine Wildgarten-Hortensie in einen Kübel gepflanzt, solltest du mit der Düngergabe 8-12 Wochen warten, da Pflanzerden aus dem Handel in der Regel vorgedüngt sind.

 

Wann und wie oft muss ich meine Wildgarten-Hortensie düngen?

Gedüngt wird ab März zu Beginn der Wachstumsphase, bis September. Danach sollten keine Dünger mehr verabreicht werden, damit sich die Wildgarten-Hortensie auf die Winterruhe einstellen kann.

Verwendest du einen Langzeitdünger, kannst du ihn bei einer Pflanzung im Frühling in die Erde mischen und im Juni oder Juli ein weiteres Mal düngen. Arbeite dafür den Dünger oberflächlich in das Substrat ein. Flüssigdünger wird im Abstand von 2 bis 3 Wochen über das Gießwasser verabreicht.

 

Kann ich meine Wildgarten-Hortensie mit Kaffee düngen?

Kaffeesatz senkt den pH-Wert im Boden, was alle Hortensien gerne mögen. Als alleiniger Dünger reicht er zwar nicht aus, ist aber eine sehr gute Ergänzung und kann zwischen Frühling und Herbst im Abstand mehrerer Wochen ausgebracht werden. Lasse den Kaffeesatz gut trocknen, um Schimmelbildung zu vermeiden. Verteile ihn anschließend im Wurzelbereich und arbeite ihn oberflächlich in die Erde ein.

Eine Frau gießt mit einer grünen Metallgießkanne einen Eukalyptus im Topf.
Gieße immer von unten und achte darauf, dass keine Staunässe entstehen kann.

Wildgarten-Hortensie schneiden

Damit deine Wildgarten-Hortensie schön buschig und verzweigt wächst und ihre wunderschönen, großen Blütenrispen ausbilden kann, muss sie richtig zurückgeschnitten werden. Verwende für den Rückschnitt immer sauberes und scharfes Werkzeug.

Wichtig: Auch wenn die Bauernhortensie eng mit der Wildgarten-Hortensie verwandt ist, wird sie völlig anders geschnitten. Ein falscher Schnitt führt im schlimmsten Fall dazu, dass die Blüte ausfällt. Hier kannst du nachlesen, wie die Bauernhortensie richtig geschnitten wird.

 

Wann und wie schneide ich die Wildgarten-Hortensie zurück?

Wildgarten-Hortensien sind sehr schnittverträglich und müssen kräftig zurückgeschnitten werden. Da sie am neuen Holz blühen, ist es wichtig, sie möglichst zeitig im Frühjahr zurückzuschneiden. Wähle dafür einen frostfreien und trockenen Tag im Februar oder Anfang März.

Die Triebe können radikal gekürzt werden. Dies regt einen besonders kräftigen Neuaustrieb bei der Pflanze an. Schneide die äußeren Triebe so weit zurück, dass 2 bis 3 Augen stehen bleiben. In der Mitte kannst du die Triebe etwas länger stehen lassen und dadurch eine gleichmäßig runde und verzweigte Wuchsform erzielen.

 

Der Erhaltungsschnitt an der Wildgarten-Hortensie

Damit die Wildgarten-Hortensie eine schöne Form behält und mit der Zeit nicht zu dicht wird, musst du sie regelmäßig auslichten. Entferne kranke, tote oder beschädigte Äste, indem du sie direkt an der Basis entfernst. Auch schwache Triebe und solche, die quer ins Kroneninnere wachsen, sollten herausgeschnitten werden. So stellst du sicher, dass die Krone immer gut durchlüftet wird und Krankheiten und Schädlinge sich nicht einschleichen.

 

Da sich immer zwei Knospen gegenüberliegen, verdoppelt sich die Anzahl der neuen Austriebe mit jedem Schnitt. Wird die Krone zu dicht, dann entferne immer den schwächeren oder nach innen wachsenden Trieb einer Astgabel.
Eine Rispenhortensie, an deren Zweigen frische Knospen austreiben.
Die Knospen sind immer paarweise gegenüberliegend an den Zweigen der Wildgarten-Hortensie angeordnet.

Wildgarten-Hortensie überwintern

Wildgarten-Hortensien sind sehr winterhart und kommen problemlos mit Schnee, Eis und tiefen Temperaturen zurecht. Wächst deine Wildgarten-Hortensie im Topf oder Kübel, braucht sie jedoch einen Winterschutz. Frost kann bei Pflanzen, die im Kübel wachsen, von allen Seiten in die Wurzeln eindringen und diese schädigen. Bei Wildgarten-Hortensien, die im Freiland wachsen, ist in den ersten 1 bis 2 Standjahren ebenfalls ein leichter Schutz empfehlenswert. Wenn die Pflanzen später älter und gut etabliert sind, kommen sie ganz ohne Frostanzug zurecht.

 

Wildgarten-Hortensie im Kübel überwintern

Ein Frostschutz für die Wildgarten-Hortensie ist im Nu angebracht. Dazu brauchst du nur ein Vlies, z.B. aus Jute, Material zum Festbinden und etwas Füllmaterial. Bringe die Wildgarten-Hortensie zum Überwintern am besten an einen Ort, wo sie vor zu viel Regen geschützt ist, um Staunässe zu vermeiden.

Umwickele zuerst den Topf locker mit dem Vlies. Alternativ geht auch Luftpolsterfolie. Fülle anschließend die Hohlräume locker mit dem Füllmaterial auf. Dazu eignen sich beispielsweise trockenes Laub oder Stroh gut. Achte jedoch darauf, das Material ganz locker aufzuschichten, damit sich kein Schimmel bilden kann. Die Luft in den Hohlräumen sorgt zudem für die Isolierung. Fixiere das Ganze am Ende mit einer Schnur oder Wäscheklammern. Um der Wildgarten-Hortensie einen warmen Fuß zu geben, kannst du eine Holz- oder Styroporplatte unter den Topf legen. Zum Abschluss kannst du den Wurzelbereich der Pflanze noch mit etwas Reisig oder Tannenzweigen abdecken.

 

Wildgarten-Hortensie im Freiland überwintern

Wächst deine Wildgarten-Hortensie im Freiland und ist noch jung, braucht sie nur einen leichten Schutz. Decke dafür den Wurzelbereich der Pflanze und die Basis der Triebe locker mit etwas Laub, Reisig oder Stroh. Decke diese Schicht mit einem Jutevlies oder Tannenzweigen ab, damit der Wind das Isoliermaterial nicht wegwehen kann - fertig. Wenn im Frühling keine super strengen Fröste mehr drohen, kannst du den Frostschutz entfernen.

Eine Frau wickelt den Topf eines Eukalyptus in einen Winterschutz aus Jutestoff ein.
Topfpflanzen können mit einem Schutz gegen die Kälte, beispielsweise aus Jute, versehen werden.

Krankheiten und Schädlinge an der Wildgarten-Hortensie

Grundsätzlich sind Wildgarten-Hortensien robust gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Bei ungünstiger Witterung können sowohl der Echte als auch der Falsche Mehltau auftreten. Hier findest du eine detailierte Anleitung, wie du die Pilze schnell und einfach wieder in den Griff bekommst.

Schnecken und Blattläuse laben sich gerne an dem saftigen grünen Laub der Wildgarten-Hortensie. Wenn es viel regnet, solltest du also ein Auge nach den Schleimern offen halten und sie regelmäßig absammeln. Auch Schneckenzäune, ein Ring aus Kaffeesatz oder Schafwolle sollen Schnecken abhalten, in der Praxis haben sich diese Methoden jedoch leider nicht bewährt. Blattläuse kannst du ganz einfach entfernen, indem du sie mit dem Gartenschlauch abspülst. Hier findest du noch weitere Tipps und Tricks, wie du die kleinen Krabbler los wirst.

Eine Hand hält eine dicke Nacktschnecke in die Höhe.
Die sicherste Methode, um Schnecken schnell und effektiv los zu werden: Absammeln.

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